Neue Ermittlungen in der Causa Blauensteiner

Wien (OTS) - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 14/97 3.4.97 Utl.: Zellenkollegin der Witwe von den Kriminalisten einvernommen.

Blauensteiner soll Pichler vor dem Tod eiskalte Wickel verpaßt haben.
Such nach "Erbschatz", der in einem Haus in MÖ versteckt sein soll.=

Wie in der am heutigen Donnerstag erscheinenden
Ausgabe von NEWS berichtet wird, ist es im Fall der in erster Instanz verurteilten Elfriede Blauensteiner zu neuen Ermittlungen gekommen. Eine Zellenkollegin der Witwe hat sich zunächst bei NEWS und dann bei den Kriminalisten der niederösterreichischen Kriminalabteilung gemeldet und zu Protokoll gegeben, was die 66jährige im Haftraum "geplaudert" haben soll.

Demnach soll Blauensteiner angegeben haben, daß sie ihrem letzten Pflegefall, den pensionierten Postbeamten Alois Pichler, Stunden vor dessen Tod eiskalte Handtücher um die Brust gewickelt hat. Erst als der Mann völlig unterkühlt war, habe sie Pichler in der Badewanne warm abgeduscht. Genau dieses Vorgehen soll laut gerichtsmedizinischem Gutachten den Tod des Pichler herbeigeführt haben. Bisher hat Blauensteiner lediglich zugegeben, Pichler eine Nacht lang bei offenem Fenster liegengelassen zu haben.

Weiters soll Blauensteiner gegenüber der Zellenkollegin behauptet haben, drei Millionen Schilling aus dem Erbvermögen ihres Mannes Rudolf bei der Steuer nicht deklariert zu haben.

Letztlich soll Blauensteiner einen Teil ihres ererbten Vermögens, das sie nach ihren bisherigen Aussagen verspielt haben will, in einem ihrer ehemaligen Häuser in Niederösterreich versteckt hat. Blauensteiner soll detaillierte Angaben über die Lage des Verstecks gemacht und ihr Haftkollegin ermuntert haben, mit "Brecheisen und Bolzenschneider" in das Haus einzudringen, um den Erbschatz zu "heben". Die Frau im NEWS-Interview: "Das war mir dann doch ein wenig zuviel."

Die Fahnder der NÖ-Kriminalabteilung sind jedenfalls seit gestern unterwegs, um die neuen Verdachtsmomente gegen Blauensteiner zu prüfen. Acuh der zuständige U-Richter am Landesgericht Krems hat Blauensteiner aufgrund der neuerlichen Vorwürfe zur Einvernahme geholt.

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