Hypertonie und Diabetes (Teil 1)

Der elektronische Hochdruck-Berater für den Arzt

Wien (OTS) - Auch chronische Erkrankungen - wie zum Beispiel
der Bluthochdruck - werden immer besser behandelbar. Eine
besonders gefährdete Patientengruppe sind die Diabetiker. "Etwa
die Hälfte aller Altersdiabetiker leidet auch unter
Bluthochdruck", erklärte der Wiener Spezialist Univ. Prof. Dr. Guntram Schernthaner aus Anlaß der Ärztewoche in Bad Hofgastein (9. bis 15. März).

Gerade Diabetiker haben ein besonders hohes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenschäden. Deshalb ist eine gute Blutdruckkontrolle bei ihnen ganz besonders wichtig. Frühzeitig muß auch einem mit der Zuckerkrankheit einhergehenden
Nierenschaden vorgebeugt werden. Nierenschäden kündigen sich meistens durch eine erhöhte Eiweißausscheidung an und können durch einen Teststreifen festgestellt werden.

Der Diabetologe: "Hier sind die sogenannten ACE-Hemmer gut wirksam und anderen Therapieprinzipien überlegen." Ist die Niere aber einmal schwer geschädigt, läßt sich nur noch wenig ausrichten.

Zur optimalen Überwachung von Hochdruckpatienten ist natürlich auch ein entsprechendes "Monitoring" notwendig. Schernthaner: "Der Blutdruck des Menschen ist über 24 Stunden hinweg sehr starken Schwankungen unterworfen."

Am besten sollte daher der Blutdruck - zumindest zur
Einstellung auf eine Therapie - einmal über 24 Stunden hinweg aufgezeichnet werden. Der Diabetologe: "Leider ist das noch teuer und für den Patienten auch belastend. Hier gibt es noch nicht die optimale technische Lösung."

Dabei könnten mit solchen Untersuchungen wahrscheinlich die Patienten, die am meisten gefährdet sind, gefunden werden. Unter den Zuckerkranken sind das zum Beispiel jene Menschen, bei denen
der Blutdruck auch im Schlaf nicht abfällt. Die neueste Idee: Man könnte vielleicht bei solchen Patienten dieses "Non-dipping" (kein Blutdruckabfall) wieder in einen gesünderen Zyklus überführen. Doch das sind derzeit noch Ideen ....(Forts.)

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