Gerichtliches Vorgehen gegen "Schwarzbuch Anthroposophie"

Wien (OTS) - Im Januar 1997 ist im Verlag Carl Ueberreuter das "Schwarzbuch Anthroposophie" von Guido und Michael Grandt erschienen. Darin dokumentieren die Autoren umfassend das okkulte und rassistische Gedankengut Rudolf Steiners, des Begründers der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Sie belegen die Mitgliedschaft Steiners beim sexualmagischen Geheimbund "Ordo Templi Orientis", berichten über das Verhältnis der Anthroposophie zum Nationalsozialismus während des Dritten Reiches und über die Berührungspunkte zwischen Anthroposophie und Neuer Rechter. In einem Reportageteil zeigen sie - basierend auf Waldorschulheften und auf Interviews mit Waldorfschülern -, daß Steiners Okkultismus und Rassismus in manchen Waldorfeinrichtungen offensichtlich bis heute nachwirken.

Gegen dieses "Schwarzbuch Anthroposophie" gehen die Anthroposophen nun gerichtlich vor.

In der Schweiz haben die "Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft" und der anthroposophische "Verlag am Goetheanum" eine "superprovisorische Verfügung und vorsorgliche Massnahmen" erwirkt, die den Vertrieb des Buches untersagen. Der Grund ist eine Rudolf-Steiner-Fotografie von O. Rietmann aus dem Jahr 1916, die Ueberreuter für den Schutzumschlag des Buches verwendet hat. Da rechtlich noch nicht geklärt ist, ob es sich bei dem Bild tatsächlich um ein nach wie vor urheberrechtlich geschütztes Kunstwerk handelt, ist das Buch derzeit in der Schweiz nicht lieferbar.

In Deutschland hat das "Schloß Hamborn Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft" eine Einstweilige Verfügung erwirkt, nach der das Buch aufgrund dreier Behauptungen über diese Waldorfschule nicht ausgeliefert werden darf: 1) Es kiffen mindestens 80 % der Heimschüler, 2) die Erzieher unternehmen nichts dagegen, 3) im Eurhythmie-Unterricht lassen die Lehrer Nazi-Symbole (Hakenkreuze) laufen. Diese Textstellen sind eindeutig als Aussage eines interviewten Schülers zu erkennen und durch eine Eidesstattliche Erklärung gedeckt. Bis zur gerichtlichen Klärung dieses Streitpunktes in etwa zwei Wochen ist das Buch in Deutschland nicht lieferbar.

In Österreich ist das Buch derzeit noch lieferbar.

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