Verbessertes Arbeitsmarktföderprogramm für Frauen in NÖ

Kampf gegen Frauenarbeitslosigkeit geht trotz Aus für MIRA und Kassandra weiter

Wien (OTS) - 1996 waren im Jahresdurchschnitt 45 Prozent aller
beim AMS NÖ arbeitslos Vorgemerkten Frauen (16. 910). Von
insgesamt 840 Millionen Schilling für arbeitsmarktpoltische Maßnahmen hat das AMS NÖ die Hälfte seiner Fördermittel für Frauen aufgewendet. 1997 werden 62 Prozent des Budgets für innovative Maßnahmen (237 Millionen Schilling) für Frauen aufgewendet. Gefördert werden damit Beschäftigungsprojekte, Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser und neue Kursmaßnahmen für Frauen.

Neben den finanziellen Mitteln wurde auch der Katalog an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Frauen deutlich erweitert. Ein Zeitvergleich: Von 1995 auf 1996 hat das AMS NÖ sein Kursprogramm für Frauen von 35 auf 52 Maßnahmen erhöht. Mit insgesamt 93 Kursmaßnahmen hat das AMS NÖ sein Frauenkursprogramm ´97 im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt.

1997 wird das Arbeitsmarktservice NÖ die Kurse für arbeitslose Frauen, die vom Projekt MIRA (Baden) und der Frauenberatungsstelle Kassandra (Mödling) angeboten wurden, nicht mehr zukaufen. Diese beiden Einrichtungen haben im letzten Jahr Kurse im Auftrag des Arbeitsmarktservice NÖ durchgeführt. Im Fall Kassandra haben von insgesamt 154 eingladenen Teilnehmerinnen nur 15 Frauen nach Abschluß der Maßnahme eine dauerhafte Anstellung gefunden. Im Fall MIRA entsprach das vorgelegte Kurskonzept ´97 weder inhaltlich
noch preislich den Erwartungen des AMS NÖ. äDie Entscheidung, die Angebote für MIRA und Kassandra nicht in unseren Maßnahmenkatalog für Frauen aufzunehmen, ist uns nicht leicht gefallen. Es wurden lange Verhandlungen geführt, in denen es leider nicht möglich war, die Angebote dieser Einrichtungen mit den Erfordernissen des regionalen Arbeitsmarktes in Einklang zu bringen. Trotzdem
bedeutet diese Entscheidung keine Abkehr von unserem arbeitmarktpoltischen Schwerpunkt Frauenförderung", erklärt die Leiterin der Förderabteilung des AMS NÖ, Mag. Ingrid Schmidbauer.

äWir haben unser Förderrepertoire, das allein Frauen und Mädchen zugute kommt, nicht nur massiv ausgeweitet, sondern legen auch Wert darauf, daß unser gesamtes Maßnahmenprogramm die Bedürfnisse und Problematiken der Frauen berücksichtigt. Bei der Vergabe von Aufträgen an externe Kursanbieter berücksichtigen wir bei unverändert hohen Qualitätsstandards - im Interesse der BeitragszahlerInnen - die kostengünstigsten Angebote", so Werner Homrighausen. 1997 werden daher in den beiden Bezirken zwei Wiedereinsteigerinnenkurse, zwei Frauenberufsorientierungskurse
des darauf spezialisierten Frauenvereins ALFA sowie Integrationsmaßnahmen, Bewerbungstrainings und und ein ständiges Bewerbungsbüro des bfi angeboten, die ebenfalls arbeitslosen
Frauen und Mädchen zur Verfügung stehen. Das AMS Mödling plant darüber hinaus ein eigenes Beschäftigungsprojekt für Frauen.

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