- 04.02.1997, 15:50:01
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Rauch und Beko - Internationaler Markenartikler und mittelständischer Dienstleistungskonzern
Wien (OTS) - Zwei weitere Unternehmen im Rahmen der WdF-Initiative
"Erfolgreich in Österreich": Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller
Rauch setzt auf Produktinnovation und auf die Internationalisierung
seiner Marke - BEKO - Ing. P. Kotauczek GmbH ist ein erfolgreiches
österreichisches Dienstleistungsunternehmen mit dem
Tätigkeitsschwerpunkt individueller Softwareentwicklung.
Im Rahmen der vom Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) ins
Leben gerufenen Initiative "Erfolgreich in Österreich", die eine
Verbesserung des Images des Wirtschaftsstandortes Österreich und die
Darstellung beispielhafter Erfolgsstories heimischer Unternehmen zum
Ziel hat, konnte WdF-Geschäftsführer Walter Sattlberger heute zwei
weitere österreichische Vorzeigeunternehmen vor den Vorhang bitten.
Die Rauch Fruchtsäfte GmbH mit ihrem Stammsitz in Rankweil,
Vorarlberg, zählt zu den zehn größten Fruchtsaftherstellern Europas.
1996 erzielte das Unternehmen mit 245 Mitarbeitern einen Umsatz von
2,2, Milliarden Schilling. Neben dem Standort in Rankweil bestehen
weitere Werke in Nüziders sowie seit 1994 in Budapest. 51% des
Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Marke Rauch ist in 50
Ländern weltweit vertreten, Konzentrate werden in mehr als 70 Länder
geliefert.
Als Schlüssel zum Erfolg bezeichnet Geschäftsführer Franz Rauch
die konsequent durchgeführte Markenartikelstrategie seines
Unternehmens. In Österreich liegt der Marktanteil bei Fruchtsäften
bei 40%, jener von Rauch Eistee - einer wesentlichen
Produktinnovation der vergangenen Jahre - sogar bei 56%.
Auch im internationalen Geschäft steht die Markenstrategie im
Vordergrund. Die wichtigsten Ausländsmärkte für die Marke Rauch sind
Ungarn - dort ist man nach nur zwei Jahren bereits die Nr. 2 am Markt
-, Deutschland, Kroatien, Tschechien, Slowenien, Italien und Saudi
Arabien.
"Marken stehen für Qualität", betont Franz Rauch, "sie geben dem
Konsumenten Sicherheit und Orientierung". Und Qualität sei eines
jener Kriterien, auf die Rauch am meisten Wert lege. So erhielt das
Unternehmen bereits 1993 - als erstes der Branche - die
Zertifizierung nach ISO 9001.
Dem härteren Wettbewerb nach der Öffnung der Märkte im Zuge des
EU-Beitritts, den steigenden Rohstoffpreisen durch EU-Zölle auf
Citrusfrüchte und dem verschärften Preiskampf im Lebensmittelhandel
begegnet Rauch mit Innovation und Top-Qualität. Mit dem Rauch Eistee
wurde ein Boom im Getränkemarkt ausgelöst. Rauch führte als erstes
Unternehmen die erfolgreiche 2-Liter Kartonverpackung mit praktischen
Verschluß ein, und die Rauch Mikrofiltration wurde mit dem
Innovationspreis des österreichischen Forschungsfonds ausgezeichnet.
Die Unternehmensstrategie umfaßt den weiteren Ausbau der
Marktposition im Stammgeschäft in Österreich, die Schaffung neuer
Märkte durch Produktinnovationen, wie es mit Eistee gelungen ist,
sowie die weitere Internationalisierung der Marke Rauch. Der Gründung
einer Vertriebsniederlassung in Mailand im Jahr 1993 folgten 1994 das
Produktionswerk in Budapest und eine Verstärkung der Exportabteilung
und 1995 die Gründung von Rauch Tschechien in Prag.
Rauch Fruchtsäfte und Eistee werden in 5 Ländern im TV beworben.
Als offizieller Getränkesponsor der Skiweltmeisterschaften in
Sestriere und anderer Weltcuprennen (unter anderem in Kitzbühel)
erwartet sich Rauch ebenfalls eine länderübergreifende Werbewirkung
für die Top-Marke "Happy Day".
BEKO steht für Beratung und Konstruktion und ist das größte
private Unternehmen seiner Art in Österreich sowie seit einigen
Jahren ein internationaler Konzern. Im Unternehmensbereich EDV liegt
der Tätigkeitsschwerpunkt in der kommerziellen individuellen
Softwareentwicklung unabhängig von Hard- und Softwareplattformen. In
diesem Bereich erwirtschafteten im Vorjahr 325 Mitarbeiter einen
Umsatz von 310 Millionen Schilling. Insgesamt erreichte der Umsatz
der BEKO Ing. P. Kotauczek GmbH 1996 den Wert von 560 Mio. S bei 600
Mitarbeitern. In den letzten zwei Jahren wurde der Umsatz verdoppelt.
Im laufenden Jahr ist ein Zuwachs von 200 Mitarbeitern im Bereich EDV
geplant.
3 Hypothesen zum Erfolg: Unternehmensphilosophie - Mitarbeiter -
Kunde. BEKO kombiniere die Wirtschaftskraft eines für österreichische
Verhältnisse großen Unternehmens mit der Anpassungsfähigkeit
überschaubarer Teams, betont Paul Michal, Direktor des
Unternehmensbereichs EDV. Der Erfolg des Unternehmens beruhe auf
mehreren Faktoren. Einer davon sei die Eigenverantwortung des
Managements für die selbständigen Unternehmensbereiche. Jeder Bereich
werde wie ein eigenes Unternehmen geführt.
Die flache Hierarchie erlaube es den Mitarbeitern,
Eigenverantwortung zu übernehmen und selbständig zu handeln. Alle
Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich fachlich und
persönlichkeitsbezogen weiterzubilden. Dazu werden seit Anfang 1996
in der firmeneigenen BEKO Akademie Tages- und Abendkurse angeboten.
Die projekt- und produktbezogenen Schulungen bilden für konkrete
Aufgaben oder Projekte aus. Die Initiative für solche
Ausbildungsmaßnahmen kann sowohl von den Mitarbeitern als auch vom
Unternehmen ausgehen.
Im Bereich der persönlichkeitsbezogenen Ausbildungsinhalte stehen
die in einem Dienstleistungsunternehmen besonders bedeutsamen
Kompetenzen Kommunikation und Rhetorik im Vordergrund. 1996 nahmen
mehr als 600 Mitarbeiter an den Kursen teil. Die
Ausbildungsinvestitionen haben, so Michal, zu meßbar mehr Aufträgen
geführt. Daher wurde das Ausbildungsbudget für 1997 mit 15 Millionen
Schilling dotiert. Die BEKO-Erfolgsrechnung lautet: fundierte
Ausbildung bringt neue Aufträge, damit sichere Arbeitsplätze und die
Sicherung der Ertragskraft des Unternehmens.
Der Unternehmensbereich EDV ist seit März 1995 ISO 9001
zertifiziert. Das Qualitätsmanagementsystem umfaßt alle
Geschäftsprozesse. Zur Zeit arbeiten die BEKO-Mitarbeiter intensiv an
der Vorbereitung auf die Herausforderungen der Datumsumstellung im
Jahr 2000 sowie der Umstellung auf den Euro. Als erfolgreicher
EDV-Dienstleistungskonzern liege BEKO voll im Trend der aktuellen
Entwicklung, erklärt Michal und verweist auf eine Umfrage des Fessel
& GfK Institutes im Auftrag des WdF. Demnach sehen 90% der Manager
zusätzliches Beschäftigungspotential bei Outsourcing und
Unternehmensgründungen und nur 8% im Ausbau bestehender Unternehmen.
Rückfragehinweis: WdF - Geschäftsführer
Mag. Walter Sattlberger
Tel.: 712 65 10
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