• 05.11.2026, 15:06:04
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Wirbelsäulen Meeting Innsbruck: Experten diskutierten Zukunft der Wirbelsäulenchirurgie

Team Wirbelsäulenzentrum (Neurochirurgen)

M E D I E N I N F O R M A T I O N

Wirbelsäulen Meeting Innsbruck: Experten diskutierten Zukunft der Wirbelsäulenchirurgie
Rund 60 führende Wirbelsäulenspezialisten aus ganz Österreich tauschten sich beim Wirbelsäulen Meeting Innsbruck über komplexe Behandlungsfälle, moderne Operationstechniken und die Herausforderungen in der Ausbildung aus. Im Mittelpunkt standen der offene fachliche Austausch und die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Bereits seit 2009 ist das Wirbelsäulen Meeting Innsbruck ein etablierter Treffpunkt für führende Spezialisten der Wirbelsäulenchirurgie. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von den Neurochirurgen Dr. Michael Gabl, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Privatklinik Kettenbrücke, und Dr. Michael Koller. Auch heuer kamen rund 60 Teilnehmer aus den wichtigsten österreichischen Krankenhäusern, darunter dem AKH Wien, im Schindlers in Innsbruck zusammen. Vertreten waren erfahrene Primarärzte, Oberärzte und weitere Spezialisten aus unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen.

Offener Austausch statt klassischer Vorträge
Das Besondere am Wirbelsäulen Meeting ist sein interaktives Format. „Unsere Idee war von Anfang an, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich erfahrene Spezialisten in einem familiären und kollegialen Umfeld offen über schwierige Fälle austauschen können. Dabei geht es nicht nur um erfolgreiche Behandlungen, sondern auch darum, Herausforderungen und mögliche Fehler offen anzusprechen und voneinander zu lernen“, erklärt Gabl. Im Mittelpunkt stehen reale, besonders komplexe Patientenfälle. Anhand der Krankengeschichte und bildgebender Untersuchungen werden unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Anschließend stimmen die Teilnehmer darüber ab, welchen Therapieansatz sie selbst wählen würden. Erst danach wird offengelegt, wie der Fall tatsächlich behandelt wurde und welches Ergebnis erzielt werden konnte. Dabei werden sowohl operative als auch konservative Behandlungsmöglichkeiten diskutiert.

„Gerade bei schwierigen Fällen gibt es oft mehrere mögliche Wege. Der offene Austausch über die Entscheidungsfindung und die praktischen Erfahrungen bringt Erkenntnisse, die man in dieser Form weder in Lehrbüchern noch in wissenschaftlichen Publikationen findet“, betont Gabl. Für die Diskussionen gibt es bewusst keinen starren Zeitrahmen, damit auch komplexe Fragestellungen ausführlich behandelt werden können.

Neue Herausforderungen durch eine alternde Gesellschaft
Die Wirbelsäulenchirurgie ist ein hochspezialisiertes Fachgebiet, das Fachkenntnisse aus unterschiedlichen medizinischen Disziplinen vereint. Gleichzeitig steht sie vor neuen Herausforderungen. Durch die steigende Lebenserwartung und den Wunsch, auch im höheren Alter aktiv zu bleiben, gewinnen altersbedingte Verschleißerkrankungen, Osteoporose und Verletzungen zunehmend an Bedeutung. Auch komplexe Eingriffe bei Tumorerkrankungen der Wirbelsäule stellen hohe Anforderungen an die behandelnden Spezialisten. „Die Menschen bleiben heute länger aktiv und möchten ihre Lebensqualität möglichst lange erhalten. Damit steigen auch die Anforderungen an die Wirbelsäulenchirurgie. Entscheidend ist, für jeden Patienten die individuell passende Behandlung zu finden“, erklärt Gabl.

Moderne Technologien und Ausbildung im Fokus
Neben den Falldiskussionen standen beim diesjährigen Meeting drei Fachthemen im Mittelpunkt: „Spinale Chirurgie – Quo vadis?“, moderne Ausbildungskonzepte in der Wirbelsäulenchirurgie sowie die Entscheidungsfindung bei degenerativer Lumbalskoliose, einer durch Verschleiß bedingten Verkrümmung der Lendenwirbelsäule.

Zu den renommierten Vortragenden zählte heuer Prof. Dr. Heinz-Michael Mayer, ein international anerkannter Experte für minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie und ehemaliger Ärztlicher Direktor der Schön Klinik München Harlaching. Er gilt als Wegbereiter innovativer Operationstechniken und ist Herausgeber eines Standardwerks zur minimalinvasiven Wirbelsäulenchirurgie.

Ein zentrales Thema war auch die Ausbildung zukünftiger Wirbelsäulenchirurgen. Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades kann eine umfassende Ausbildung nur an ausgewählten Zentren erfolgen. Gleichzeitig drohen durch bevorstehende Pensionierungen erfahrener Spezialisten Wissens- und Kompetenzlücken.

Auch der Einsatz moderner Technologien, etwa computergestützter Navigation bei Operationen, wurde intensiv diskutiert. „Technologische Innovationen bieten viele Möglichkeiten. Ihr Einsatz muss aber immer einen konkreten Mehrwert für die Patienten bringen und vor allem die Behandlungssicherheit erhöhen. Nicht alles, was technisch möglich ist, ist automatisch auch die beste Lösung“, unterstreicht Gabl.

Gemeinsam die Behandlungsqualität verbessern
Für Gabl liegt der besondere Wert des Wirbelsäulen Meetings in der Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischer Erfahrung. Der fachliche Austausch über unterschiedliche Behandlungsmethoden, persönliche Erfahrungen und neue Entwicklungen trägt dazu bei, medizinische Entscheidungen weiter zu verbessern. „Unser gemeinsames Ziel ist es, voneinander zu lernen und die Qualität der Wirbelsäulenchirurgie kontinuierlich weiterzuentwickeln. Davon profitieren letztlich vor allem unsere Patientinnen und Patienten“, so Gabl abschließend.

Über die Privatklinik Kettenbrücke
Gesundheit leben seit über 110 Jahren

Die Kettenbrücke ist die größte Privatklinik Westösterreichs. Das bestens eingespielte Team aus 150 Ärzt*innen und rund 400 Mitarbeiter*innen arbeitet bereichsübergreifend zusammen für Medizin auf höchstem Niveau kombiniert mit einfühlsamer Pflege. 
Mit dem bekannten Wirbelsäulenzentrum, der eigenen Unfallambulanz, dem neuen Augenzentrum, der Physiotherapie, dem Radiologischen Institut, der einzigen privaten Geburtshilfe Tirols und dem Brustinstitut bietet die Privatklinik Kettenbrücke Spitzenmedizin. Zudem umspannt das Leistungsspektrum der 1910 von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern gegründeten Gesundheitseinrichtung medizinische Schwerpunkte in den Fachgebieten Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Allgemeinchirurgie, Augenchirurgie, Gastroenterologie, Gefäßchirurgie, Urologie und Geburtshilfe. 20 Facharztordinationen runden das medizinische Angebot ab. Das Krankenhaus verfügt über 150 Betten und betreut jährlich rund 37.000 Patient*innen, über 9.000 davon stationär.
Weitere Informationen unter:
www.kettenbruecke.com 

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