• 05.11.2026, 14:20:43
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Fotos zur PA LRin Langer-Weninger: Kluge Köpfe, starke Höfe: Zwischen Kühen und Künstlicher Intelligenz

Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger lud zum Agrarinnovationstag 2026 in die Gartenbauschule Ritzlhof.

LRin Langer-Weninger: Kluge Köpfe, starke Höfe: Zwischen Kühen und Künstlicher Intelligenz

Beim OÖ Agrarinnovationstag stehen neue Ideen, Künstliche Intelligenz und innovative Betriebe im Mittelpunkt. Erstmals wird auch der AgriTalentAward an junge Zukunftsgestalter verliehen.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern haben schon immer bewiesen, dass sie mit Veränderungen umgehen und neue Wege gehen können. Heute kommen mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und neuen Technologien viele zusätzliche Chancen dazu. Entscheidend ist aber, dass diese Innovationen auf unseren Höfen einen echten Mehrwert bringen. Oberösterreich tut was, um gute Ideen aus Forschung und Praxis zusammenzubringen und die Landwirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Motivation trifft auf Künstliche Intelligenz
Für neue Wege braucht es neben dem nötigen Wissen vor allem Mut und Durchhaltevermögen. Das machte Florian Wildgruber, Bestsellerautor und Triathlon-Europameister, in seinem Vortrag „Stärke – Motivation in Zeiten des Wandels“ deutlich. Seine zentrale Botschaft: Jeder Mensch hat mehr Potenzial, als er selbst oft glaubt. Entscheidend ist, Herausforderungen anzunehmen und auch dann dranzubleiben, wenn es schwierig wird.
„Jeder Mensch kann mehr, als er selbst glaubt. Ohne Motivation wirst du niemals starten, aber ohne Willenskraft wirst du es nie zu Ende bringen“, so Wildgruber.

Welche Rolle moderne Technologien dabei spielen können, zeigte Fabian Butzenlechner von der Innovation Farm Wieselburg. Künstliche Intelligenz kann landwirtschaftliche Betriebe bei Entscheidungen unterstützen, vorhandene Daten besser nutzbar machen und den Einsatz von Betriebsmitteln optimieren. Dabei muss die Technik vor allem eines sein: einfach, zuverlässig und wirtschaftlich sinnvoll.
„KI ist kein Selbstzweck. Sie schafft dann einen Mehrwert, wenn sie Landwirtinnen und Landwirte im Arbeitsalltag unterstützt und betriebswirtschaftlich sinnvoll einsetzbar ist. Die Erfahrung der Bäuerinnen und Bauern bleibt dabei unersetzlich. Die Verantwortung bleibt beim Menschen“, unterstreicht Butzenlechner.

Innovation, die auf den Höfen ankommt
Vier Betriebe stellen vor wie Agrarinnovation in Oberösterreich funktioniert.
Simon Kneißl aus Polling im Innkreis gab Einblicke in die tierwohlorientierte Schweinemast. Monika Göttel-Latschbacher und Valerie Göttel aus Molln präsentierten ihren Milchviehbetrieb mit Direktvermarktung, Bauerngarten und „Schule am Bauernhof“. Maria und Fritz Wallner aus Scharnstein zeigten, wie sie mit A2-Milch, eigener Hofkäserei und Vermarktung neue Wege gehen. Martin Anzengruber stellte am Beispiel der HTL Ried im Innkreis die Möglichkeiten eines energieautarken Bauernhofs und wie ein E-Traktor dazu beitragen kann.

„Offen für Neues und Ideenreich: Das ist die oberösterreichische Landwirtschaft. Oft braucht es gar nicht die eine große Erfindung, sondern Menschen, die den Mut haben den ersten Schritt voraus zu gehen. Genau solche Vorbilder wollen wir vor den Vorhang holen“, so Langer-Weninger.

Erstmals AgriTalentAward verliehen
Ein besonderer Höhepunkt des Agrarinnovationstags war die erstmalige Verleihung des AgriTalentAwards. „Die Preisträgerinnen und Preisträger haben nicht nur spannende Ideen entwickelt, sondern konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Landwirtschaft gefunden. Genau diesen Tatendrang brauchen wir, um unser Agrarbundesland Oberösterreich auch in Zukunft erfolgreich weiterzuentwickeln“, gratuliert Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

In der Kategorie Ernährung ging der erste Platz an Chiara Halbartschlager und Valentina Entner von der HTL für Lebensmitteltechnologie Wels. Sie entwickelten mit „Vugo“ einen innovativen Nudelsnack aus Okara, einem Nebenprodukt der Tofuherstellung. Den zweiten Platz belegten Eva Kerbl und Emma Blumenschein, ebenfalls von der HTL Wels, mit ihrer Arbeit zur Verwertung von witterungsgeschädigtem Sorghum in Backwaren. Der dritte Platz ging an das Team rund um Leonie Hofer, Lena Trawöger, Valentina Hofer und Magdalena Ziegelböck der HBLA Elmberg, das sich mit Zuckerkonsum, gesunder Ernährung und zuckerreduzierten Lebensmitteln beschäftigte.

In der Kategorie (Agrar)Technik sicherten sich Florian Singer und Simon Silber von der HLBLA St. Florian den ersten Platz mit ihrer Arbeit zur Stromnetzunabhängigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch Photovoltaik und Stromspeicher. Platz zwei ging an Leonhard Hauser und Cedrik Thalbauer von der HTL Ried für die Entwicklung einer elektrischen Milchsammelpumpe. Den dritten Platz belegten Leonie Kurz und Johannes Froschauer von der HLBLA St. Florian mit ihrer Arbeit zur Verbesserung des Tierwohls in der Ferkelaufzucht.

Der Agrarinnovationstag 2026 ist auch online unter www.dasbestefürsland.at zum Nachsehen verfügbar.

Rückfragen & Kontakt

Thomas Pürstinger
Presse LRin Langer-Weninger
Telefon: +43 732 77 20-111 19, +43 664 600 72-111 19
E-mail: [email protected]

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