• 23.10.2026, 14:03:33
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Erster Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Österreich: Feierlicher Spatenstich in Wien-Döbling

Elder Michael Cziesla, Mitglied der Gebietspräsidentschaft Europa Mitte und andere beim Spatenstich

Historischer Meilenstein für die mehr als 4.700 Mitglieder der Kirche in Österreich: In der Silbergasse entsteht der Neubau, dessen Fertigstellung in rund drei Jahren geplant ist.

(Wien, am 17. Oktober 2026) Mit einem Spatenstich hat die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage den Baubeginn ihres ersten Tempels in Österreich begangen. In der Silbergasse 2 in Wien-Döbling entsteht auf einem 3.240 Quadratmeter großen Grundstück ein Tempel mit einer Grundfläche von rund 1.400 Quadratmetern. Dafür wird das bestehende Gemeindehaus auf dem Grundstück abgerissen. Den Kirchenmitgliedern steht stattdessen das Gemeindehaus im 2. Wiener Gemeindebezirk zur Verfügung.

Angekündigt wurde der Wien-Tempel bereits im April 2021 durch den damaligen Präsidenten der Kirche, Russell M. Nelson. Die Finanzierung erfolgt durch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage aus kircheneigenen Mitteln.

Feierlicher Auftakt für den Tempelbau

Den Vorsitz bei der Feier führte Elder Michael Cziesla, Mitglied der Gebietspräsidentschaft Europa Mitte. Er hielt die zentrale Ansprache und sprach das Weihungsgebet für den Baugrund. Zum Beginn des Tempelbaus sagte er: „Ich freue mich von Herzen auf diesen Tempel, weil Jesus Christus meine Freude ist – und weil dies Sein Haus sein wird.“
Mitglieder verschiedener Generationen gestalteten die Zeremonie mit, ein Chor sorgte für die musikalische Begleitung.

Unter den Ehrengästen befanden sich Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, verschiedenen Religionsgemeinschaften und sozialen Organisationen. Dazu zählten Mag. Horst Krönigsberger vom Kultusamt, der Religionswissenschaftler ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hans Gerald Hödl sowie Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich.

Weitere Gäste waren Erika Erber, Präsidentin der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Neuapostolischen Kirche, der Freien Aleviten Österreichs, der Caritas und von World Vision Österreich.

Die Kirche Jesu Christi wurde bei der Zeremonie offiziell durch Präsident Brett Greenhalgh, Missionspräsident der Alpenländischen Mission, vertreten. Die Mission umfasst Österreich, Bayern und die deutschsprachige Schweiz. Ebenfalls anwesend war der für die Repräsentation der Kirche in Österreich zuständige Kirchenvorstand. Diesem gehören Simon Soucek – Präsident und Pfahlpräsident in Wien, Signe Lassl –Vizepräsidentin und Erste Ratgeberin sowie David Roth – Zweiter Ratgeber und Pfahlpräsident in Salzburg an. Ein Pfahl ist eine kirchliche Verwaltungseinheit, vergleichbar mit einer Diözese.

Architektur zwischen Tradition und Moderne

Der 1.400 Quadratmeter große Wien-Tempel wird fünf Geschoße umfassen – zweieinhalb oberirdisch und zweieinhalb unterirdisch. Die Architektur verbindet neoklassizistische und moderne Elemente und fügt sich harmonisch in das Wiener Stadtbild ein. Die Gestaltung weist auch Ähnlichkeiten mit dem Tempel Salomos auf. Die fünf Geschoße symbolisieren den geistigen Aufstieg des Menschen in den himmlischen Bereich.

Bei der Planung wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Der Tempel erhält eine Photovoltaikanlage und wird an das Wiener Fernwärme- und Fernkältenetz angeschlossen. Der bestehende Baumbestand bleibt weitgehend erhalten und wird durch zusätzliche Pflanzungen ergänzt. Eine automatische Parkanlage bietet Platz für 24 Fahrzeuge. Zusätzlich entstehen zwei barrierefreie Parkplätze im Außenbereich sowie Fahrradabstellplätze.

Die Fertigstellung ist in rund drei Jahren vorgesehen. Besonders zeitaufwendig ist die hochwertige Innenausstattung, darunter individuell angefertigte Bleiglasfenster mit Edelweißmotiven.

Ein Tempel im eigenen Land

Für die 4.700 Mitglieder der Kirche in Österreich, die sich auf 17 Gemeinden verteilen, markiert der Bau einen besonderen Meilenstein. Bisher mussten sie für Tempelbesuche ins Ausland reisen. Mit dem Wien-Tempel entsteht erstmals ein solcher heiliger Ort in Österreich, der auch für Gläubige aus den Nachbarländern von Bedeutung sein wird.

„Dankbar errichten wir an diesem besonderen Ort in Wien ein Haus des Herrn. Der Tempel soll ein Ort sein, an dem der Glaube an Jesus Christus gestärkt wird und Menschen Frieden, Hoffnung und Zuversicht finden. Er wird auch ein Beitrag zur kulturellen und religiösen Vielfalt Wiens sein – ein Zeichen des Miteinanders und des gegenseitigen Verständnisses“, sagt Simon Soucek, Präsident des österreichischen Kirchenvorstands der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Ein Tempel als Ergänzung zu den Gemeindehäusern

In den Gemeindehäusern der Kirche finden sonntägliche Gottesdienste und zahlreiche weitere Aktivitäten statt. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

Tempel erfüllen hingegen eine besondere religiöse Aufgabe. Sie sind Orte der Andacht, des Gebets und heiliger Handlungen. Dazu gehören auch Eheschließungen, die nach dem Glauben der Kirche Familien über den Tod hinaus miteinander verbinden können. Tempel ergänzen die Gemeindehäuser, ersetzen diese jedoch nicht. Sonntags bleiben sie geschlossen, damit die Mitglieder an den Gottesdiensten ihrer Gemeinden teilnehmen können.

Vor seiner Weihung wird der fertiggestellte Tempel im Rahmen von Tagen der offenen Tür für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Interessierte erhalten dabei die Möglichkeit, das Gebäude von innen kennenzulernen und mehr über seine religiöse Bedeutung zu erfahren. Nach der Weihung steht der Tempel Mitgliedern der Kirche offen, die sich auf die Teilnahme an den heiligen Handlungen vorbereitet haben. Die Außenanlagen bleiben weiterhin öffentlich zugänglich.

Weiter Informationen finden Sie auch unter: 
https://news-at.kirchejesuchristi.org/artikel/pressemappe-wien-tempel

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Über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wurde 1830 in den Vereinigten Staaten gegründet und zählt weltweit mehr als 17,8 Millionen Mitglieder. Im Mittelpunkt der christlichen Glaubensgemeinschaft stehen Jesus Christus und seine Lehren. Besondere Bedeutung haben die Familie und der Dienst am Mitmenschen.

Die Geschichte der Kirche in Österreich reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits 1901 bestand eine Gemeinde in Haag am Hausruck. Seit 1955 ist die Kirche staatlich anerkannt.
Heute zählt sie in Österreich mehr als 4.700 Mitglieder in 17 Gemeinden. Ihre Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in sozialen und humanitären Projekten. Darüber hinaus pflegt die Kirche den Austausch mit anderen Religionsgemeinschaften sowie mit staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen.

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