- 23.10.2026, 13:22:43
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LR Achleitner: Oberösterreich setzt bundesweite Impulse für mehr Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen

Landesrat Achleitner: Oberösterreich setzt bundesweite Impulse für mehr Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Lehrausbildung in KMUs stärken und zielgerichtete Unterstützung beim Einstieg in das Berufsleben.“
Mit drei konkreten Initiativen will Oberösterreich die Lehrausbildung stärken und junge Job-Suchende unterstützen: Wer eine Lehre beginnen möchte, soll möglichst viele Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben. Wer als kleiner Betrieb Fachkräfte ausbilden will, soll dabei nicht an fehlenden Ressourcen scheitern. Und mehr Unterstützung am Weg von der Ausbildung in den ersten Job. Die entsprechenden Anträge Oberösterreichs wurden bei der heutigen Landesarbeitsreferent/innen-Konferenz in Wien beschlossen.
„Unser Ziel ist klar: Jeder Mensch soll die Chance haben, seine Talente zu entfalten, eine gute Ausbildung zu erhalten und sich beruflich weiterzuentwickeln. Dazu müssen wir gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Ausbildung von Lehrlingen erleichtern und vorhandene Ausbildungsmöglichkeiten besser nutzen. Zugleich wollen wir Menschen junge Menschen nach der Ausbildung noch besser unterstützen. Oberösterreich setzt mit seinen heutigen Initiativen konkrete Impulse für Verbesserungen auf Bundesebene“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der heutigen Landesarbeitsreferent/innen-Konferenz.
Gemeinsam ausbilden: Zwischenbetriebliche Lehrwerkstätten für kleinere Unternehmen
Viele kleine und mittlere Unternehmen würden gerne Lehrlinge ausbilden, können aber nicht sämtliche Ausbildungsinhalte selbst vermitteln oder verfügen nicht über die notwendigen personellen Kapazitäten. Hier können zwischenbetriebliche Lehrwerkstätten, in denen mehrere Unternehmen ihre Ressourcen bündeln und gemeinsam in die Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte investieren, eine Lösung sein. Damit können auch Betriebe, die bisher nicht selbst ausbilden konnten, jungen Menschen eine hochwertige Lehrausbildung ermöglichen.
Oberösterreich fordert daher vom Bund die Prüfung von Fördermöglichkeiten für zwischenbetriebliche Lehrwerkstätten in KMU-Clustern, denn eine gute Lehrausbildung darf nicht von der Größe eines Unternehmens abhängen. „Wenn sich mehrere kleinere Betriebe bei der Ausbildung zusammenschließen, entstehen neue Möglichkeiten für die Unternehmen und zusätzliche Chancen für junge Menschen. Auch kleinere Betriebe sollen die Chance haben, ihre Fachkräfte von morgen selbst auszubilden können“, unterstreicht Landesrat Achleitner.
Bestehende Lehrwerkstätten besser nutzen: Ausbildung für KMU leistbar machen
Neben der Schaffung gemeinsamer Lehrwerkstätten setzt sich Oberösterreich auch dafür ein, bereits bestehende Ausbildungskapazitäten in Betrieben besser zu nutzen. Denn während kleinere Unternehmen oft nicht über eigene Ausbildungseinrichtungen verfügen, gibt es in bestehenden Lehrwerkstätten häufig freie Kapazitäten und damit die Möglichkeiten, zusätzliche Lehrlinge auszubilden.
Für KMU kann die Ausbildung in einer externen Lehrwerkstätte allerdings mit deutlich höheren Kosten verbunden sein als die Ausbildung im eigenen Betrieb: So belaufen sich die Kosten für eine vierjährige Ausbildung in einer externen Lehrwerkstätte auf rund 120.000 Euro, während für die Ausbildung im eigenen Unternehmen rund 50.000 Euro veranschlagt werden.
Oberösterreich fordert deshalb, dass der Bund eine Förderung jener Mehrkosten prüft, die kleineren und mittleren Unternehmen bei der Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte in bestehenden Lehrwerkstätten entstehen. „Wir haben Ausbildungsmöglichkeiten, die wir noch besser nutzen können. Wenn ein kleiner Betrieb einen jungen Menschen ausbilden will, soll das nicht an den höheren Kosten einer externen Lehrwerkstätte scheitern. Denn mehr Ausbildungsplätze bedeuten immer auch mehr Fachkräfte“, erklärt Landesrat Achleitner.
Mit Startjobs erste Berufserfahrung sammeln
Junge Arbeitssuchende stehen sehr häufig vor einer speziellen Hürde, denn für sie gilt oft: „Kein Job ohne Erfahrung, keine Erfahrung ohne Job“. So schaffen etwa rund 35 % aller Absolventinnen und Absolventen von Qualifizierungsmaßnahmen trotz absolvierter Qualifizierung den unmittelbaren Übertritt in den Arbeitsmarkt nicht. Durch eine Startjobs-Förderung kann dieser Einstieg erleichtert werden – mit einem weitaus geringeren finanziellen Aufwand als eine anhaltende Arbeitslosigkeit bedeuten würde.
„Junge Menschen dürfen beim Berufseinstieg nicht daran scheitern, dass ihnen nach einer Ausbildung noch die notwendige Praxis fehlt. Diese Lücke muss geschlossen werden und damit den jungen Menschen der Schritt von der Qualifizierung in den Beruf erleichtert werden“, so Landesrat Achleitner.
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Christoph Oberlehner, MSc
Presse LR Achleitner
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