• 19.10.2026, 09:53:38
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LR Winkler: „Sprache braucht ein Gegenüber – keinen Bildschirm“

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LR Winkler: „Sprache braucht ein Gegenüber – keinen Bildschirm“

Land OÖ unterstützt Eltern mit Sprach-Leitfaden und logopädischem Screening 

Babys und Kleinkinder brauchen keine Bildschirmzeit, sondern Eltern, die mit ihnen reden und zuhören. Das Land Oberösterreich hilft Familien dabei schon heute: mit einem Leitfaden zur Sprachentwicklung und dem logopädischen Screening im Kindergarten. Zusätzlich dazu haben die für Kinder- und Jugendhilfe zuständigen Landesrät/innen in ihrer letzten Konferenz einstimmig gefordert, dass der Bund stärker in eine Aufklärungskampagne für Eltern investiert – über die Risiken von Bildschirmen, eine gesunde Mediennutzung und Alternativen dazu.

Leitfaden mit Selbsttest für Eltern
Bereits jetzt zeigt ein Leitfaden der Kinder- und Jugendhilfe OÖ – der gemeinsam mit Logopäd/innen entwickelt wurde – wie Eltern und Erziehungsberechtigte die Sprachentwicklung ihrer Kinder im Alltag fördern. Entscheidend dafür sind etwa bewusste smartphonefreie Zeiten. Ein Selbsttest hilft, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen. 

„Sprache entwickelt sich im direkten Miteinander, durch Blickkontakt, Zuhören und gemeinsames Sprechen“, so Kinderschutz-Landesrat Martin Winkler.

Logopädisches Screening im Kindergarten
Jedes Jahr überprüfen Logopäd/innen im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe OÖ spielerisch die Sprach- und Sprechfähigkeiten der 4- bis 5-jährigen Kindergartenkinder. Umgesetzt wird das Screening von Logopäd/innen der Volkshilfe, Caritas und dem Magistrat Linz. Zuletzt erhielten 34,4 Prozent der Kinder eine Empfehlung für Elternberatung oder logopädische Therapie. So bleibt bis zum Schuleintritt Zeit für Förderung. „Jedes Kind soll mit möglichst guten Voraussetzungen in die Schule starten können“, betont LR Winkler.

Bildschirmfrei von 0 bis 3: Bestehende Angebote österreichweit weiterentwickeln
Bei ihrer Konferenz in Innsbruck befassten sich die Kinder- und Jugendhilfe-Landesrätinnen und -Landesräte unter anderem mit dem Grundsatz „Bildschirmfrei von 0 bis 3“. Mit der Broschüre „Bildschirmfrei von null bis drei!“ gibt es bereits eine gute Grundlage. Die Länder wollen darauf aufbauen: Die Broschüre soll weiterentwickelt und um eine bundesweite Aufklärungskampagne ergänzt werden. Diese soll über Risiken und gesunde Alternativen informieren – in (vor-)schulischen und außerschulischen Einrichtungen wie der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

„In Oberösterreich sehen wir, wie gut niederschwellige Angebote bei Eltern ankommen. Es passiert schon einiges, aber jetzt geht es darum, gemeinsam mit dem Bund noch mehr Familien zu erreichen. Denn: Kinder lernen Sprache durch echte Gespräche – nicht durch Handyvideos“, ist Winkler überzeugt.

Rückfragen & Kontakt

Johanna Lehner, BA
Presse LR Mag. Winkler
Telefon: +43 732 77 20-120 55, +43 664 600 72-120 55
E-mail: [email protected]

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