• 19.10.2026, 09:24:14
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Galerie Kronburg bei Zams zeigt Ausstellung von Clemens Bartl und Roman Huber

„Tiroler Bergwelt“: Alpine Impressionen aus zwei fotografischen Perspektiven in der Galerie Kronburg

Roman Hubers erspürt den richtigen Moment für seine Bilder durch bewusstes Innehalten.

Eindrucksvolle Landschaften, außergewöhnliche Lichtstimmungen und die Verbundenheit mit der Heimat prägen die fotografische Schau von Clemens Bartl und Roman Huber. In der Galerie Kronburg bei Zams präsentieren die beiden Fotografen und Filmemacher jeweils elf Arbeiten, die ihre persönlichen Perspektiven auf den alpinen Charakter ihrer Heimat zeigen. Ergänzt werden die 22 digitalen Fotografien auf Leinwand durch einen Film über die Zammer Schafschoad, der das regionale Brauchtum in den Mittelpunkt rückt. Die Vernissage findet am Freitag, 6. November 2026, um 19 Uhr mit musikalischer Umrahmung durch Vanessa Gigele und Christoph Dapoz statt. Die Schau ist von 31. Oktober bis 20. Dezember 2026 zu sehen.

Clemens Bartl: Spurensucher zwischen Natur und Tradition

Für Clemens Bartl ist die Tiroler Bergwelt weit mehr als ein fotografisches Motiv. Die Nähe zu den Bergen eröffnet dem intensiven Beobachter immer wieder neue Impressionen. „Die Tiroler Bergwelt ist für mich wertvoller Lebensraum, der den Charakter der Menschen prägt und inspiriert“, beschreibt Bartl. Seine Fotografien zeigen die Schönheit und Ursprünglichkeit der Berge. Dabei geht es nicht allein um eindrucksvolle Landschaftsbilder, sondern auch um jene besonderen Augenblicke, in denen Licht, Wetter und Umgebung eine unverwechselbare Atmosphäre schaffen. Die Bilder sollen Emotionen vermitteln und die Verbindung zwischen Mensch und Natur sichtbar machen. Bartls fotografische Arbeit entsteht sowohl im Rahmen beruflicher Aufträge als auch auf privaten Touren. Dabei verbindet er Landschafts- und Outdoorfotografie mit einem dokumentarischen Fokus auf die Region. Mit der Ausstellung möchte er seine persönliche Sicht auf die Heimat teilen und zeigen, wie viele Entdeckungen sich in einer vermeintlich vertrauten Umgebung bewusst wahrnehmen lassen.

Roman Huber: Stiller Beobachter flüchtiger alpiner Momente

Roman Huber fotografiert und filmt bereits seit seiner Kindheit. Während seines Lehramtsstudiums in Innsbruck fand er den Weg in die professionelle Fotografie, sein Wissen eignete er sich autodidaktisch an. Sein Selbstverständnis formuliert er klar: „Ich sehe mich nicht als Künstler. Als Fotograf ja.“ Am liebsten ist Huber draußen unterwegs – beim Wandern, Skifahren oder auf anderen Touren. Die Natur ist seine wichtigste Inspirationsquelle. Während Auftragsarbeiten mitunter von Zeitdruck geprägt sind, kann er abseits davon bewusst innehalten, beobachten und besondere Augenblicke festhalten. „Wenn ich privat unterwegs bin, kann ich das Foto zelebrieren und als stiller Beobachter versuchen unsere schöne Welt festzuhalten“, so Huber. Die Natur selbst gibt ihm die Inspiration – er möchte nicht nur einen Ort abbilden, sondern auch die Emotion vermitteln, die ein Motiv in ihm auslöst. Seinen fotografischen Stil selbst eindeutig einzuordnen, überlässt er lieber Außenstehenden. Seine Fotografien sind auch außerhalb klassischer Ausstellungen präsent. So kann ein Bild aus dem Ötztal beispielsweise für Werbezwecke in der Londoner U-Bahn plakatiert sein. Mit der Ausstellung in der Galerie Kronburg freut sich Huber darauf, seine Arbeiten abseits von Webseiten, Broschüren, Magazinen und sozialen Medien zu präsentieren und ihnen mehr Raum zur Wirkung zu geben. Bei den Betrachter*innen möchte er die Sehnsucht nach der eigenen Heimat wecken. Die Schönheit der Bergwelt vor der Haustür sei keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, dessen man sich immer wieder bewusst werden sollte.

Zwei Perspektiven auf Landschaft und Brauchtum

Die Ausstellung vereint zwei persönliche fotografische Zugänge und erweitert sie um eine filmische Perspektive auf das regionale Brauchtum. Im Auftrag der KLAR! (Klimawandel-Anpassungsmodellregion Bezirk Landeck) begleiteten Clemens Bartl und Roman Huber die Zammer Schafschoad 2026 gemeinsam: Während Huber das Geschehen fotografisch festhielt, dokumentierte Bartl es filmisch. Der Film zeigt den diesjährigen Schafabtrieb und beleuchtet zugleich, wie sich Tradition und Umwelt im Laufe der Jahre verändert haben und was bis heute Bestand hat. Das Zusammenspiel von Mensch, Tier und Landschaft macht dabei die kulturellen Wurzeln des alpinen Lebensraums sichtbar. Die Fotografien, die Roman Huber vom Schafabtrieb gemacht hat, werden ebenfalls am Screen gezeigt. So begegnen sich klassische Bildpräsentation, digitale Darstellung und dokumentarischer Film in den Galerieräumlichkeiten am Klostergut Kronburg. Im Rahmen der Vernissage am 6. November geben Clemens Bartl und Roman Huber bei einem einführenden Gespräch Einblicke in ihre Arbeit und ihre persönlichen Zugänge zur Fotografie.

Was: Ausstellung „Tiroler Bergwelt“ – Fotografien von Clemens Bartl und Roman Huber

Wann: Vernissage am Freitag, 6. November 2026, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 31. Oktober bis 20. Dezember 2026, täglich von 9 – 19 Uhr bei freiem Eintritt

Wo: Galerie Kronburg, Kronburg 103–107, 6511 Zams 

Kontakt: Tel. +43 5442 63345, www.klostergut-kronburg.at 

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