- 16.10.2026, 10:56:33
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Transformation und Innovation sichern die Zukunft der Rhomberg Gruppe

M E D I E N I N F O R M A T I O N
Transformation und Innovation sichern die Zukunft der Rhomberg Gruppe
Bahntechnik-Sparte sichert moderates Wachstum der Gruppe – Baugeschäft bleibt herausfordernd – Ganzheitliche Lösungen für mehr Effizienz, Wirtschaftlichkeit und einen klaren Wettbewerbsvorteil
Bregenz, 16. Oktober 2026 – 1886 gegründet, konnte die Rhomberg Gruppe auch im nunmehr 140. Jahr ihres Bestehens in einem anspruchsvollen Marktumfeld an ihre positive Entwicklung anknüpfen. Zum Bilanzstichtag 31. März 2026 erreichte die Gesamtleistung der Rhomberg Gruppe (an deren Bahnsparte Rhomberg Sersa Rail Group der Schweizer Unternehmer Konrad Schnyder zu 50 Prozent beteiligt ist) 1,42 Milliarden Euro und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro. Die Beschäftigungszahl stieg von zuletzt rund 4 000 Beschäftigten leicht auf gut 4 100 Beschäftigte.
Bahn im Plus – Bau unter Druck
Die Rhomberg Sersa Rail Group (RSRG) führte ihren dynamischen Wachstumskurs fort. Die Betriebsleistung stieg auf 898 Millionen Euro und lag damit zehn Prozent über dem Vorjahr (2024/25: 816 Millionen Euro). Ein etwas anderes Bild zeigt sich erwartungsgemäß im Baubereich: Die anhaltende Konjunkturschwäche setzt die Bauwirtschaft weiter unter Druck, das spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen wider. Die Betriebsleistung von Rhomberg Bau sank um knapp elf Prozent von 584 Millionen Euro auf 521 Millionen Euro.
Mag. Ernst Thurnher, Geschäftsführer der Rhomberg Gruppe, geht davon aus, dass die Lage im Bau weiter schwierig bleibt: „Hohe Baukosten, das hohe Zinsniveau und die unsichere Weltwirtschaft prägen das volatile Marktumfeld. Das trifft insbesondere auch unseren eigenfinanzierten Wohnbau.“ Umso wichtiger sei es, auf die bewährten Stärken zu setzen und diese bewusst auszubauen.
Zuverlässiger Partner für den gemeinnützigen Wohnbau
Als positives Beispiel nennt Thurnher das Generalunternehmergeschäft im Wohnbau, das speziell in Vorarlberg auf hohe Nachfrage stößt: „Als einziges Bauunternehmen arbeiten wir mit allen fünf in Vorarlberg aktiven gemeinnützigen Wohnbauträgern zusammen, um leistbaren Wohnraum zu schaffen. Das zeigt, dass wir der richtige Partner sind, wenn es um Erfahrung in der Umsetzung geht, einen hohen Qualitätsanspruch und das gemeinsame Ziel, leistbaren Wohnraum zu schaffen.“ Gebaut wurde im vergangenen Jahr nicht nur für langjährige Kund:innen wie die Alpenländische (AGW), die Wohnbauselbsthilfe und die Vogewosi. Im Juni 2026 markierte der Spatenstich für 53 geförderte Wohnungen in Feldkirch den Eintritt der BWS-Gruppe in den Vorarlberger Markt. Zudem realisiert die ÖSW Wohnbauvereinigung ihr Premierenprojekt in Lauterach mit Rhomberg Bau.
Die Expertise ist auch über die Landesgrenzen hinaus gefragt: In Salzburg-Liefering erfolgte im vergangenen November der Baustart für das neue Südtiroler-Quartier der BUWOG mit insgesamt zehn Gewerbeeinheiten und rund 400 Wohnungen, davon etwa ein Drittel geförderte Mietwohnungen. Ebenfalls zu den leistungsstarken Geschäftsfeldern in Vorarlberg zählen Mitarbeiterwohnungen, Sanierungs- und Investorenprojekte.
Komplettanbieterstrategie: integriert statt isoliert
Die Rhomberg Bau Gruppe verfolgt die strategische Zielsetzung, Kund:innen als Komplettanbieter über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastrukturen ein verlässlicher Partner zu sein – von bewusstem Ressourceneinsatz und Kreislaufwirtschaft über digitale Planung mittels Building Information Modeling, digitalen Simulationen und Smart-Building-Konzepten bis hin zur Umsetzung mit eigenen Produkten wie PLATO, einer Parkplatzüberbauung mit flexiblem Wohnraum, und den Vorteilen des Rhomberg Holzsystembaus. Im Betrieb sorgt das unternehmenseigene Gebäudebetriebssystem CLARA, das ganzheitliche Energiekonzepte mit intelligentem Monitoring und kontinuierlicher Optimierung unterstützt, für maximale Effizienz. Und neben erprobten Lösungen für Sanierung und Rückbau gehören auch innovative Umnutzungskonzepte zum Portfolio. Ein Leuchtturmprojekt für zukunftsfähige Gewerbeimmobilien ist der YOND Campus in Zürich: Smart transformierte Industriegebäude aus den 1950er Jahren verbinden sich mit hochwertigen Neubauten zu 35 000 m² modular nutzbaren Gewerbe- und Produktionsflächen. „Gerade in herausfordernden Zeiten investieren wir in Zukunftsfelder und Technologien“, unterstreicht Thurnher. „Unsere Fähigkeit, Veränderungen aktiv zu gestalten, gibt uns dabei die notwendige Beweglichkeit.“
Goldbeck Rhomberg behauptet sich seit nunmehr 25 Jahren erfolgreich am Markt. Die realisierte Fläche des Komplettanbieters für serielles und elementiertes Bauen blieb auch im vergangenen Jahr trotz des anspruchsvollen Umfelds konstant. In Wolfurt wurde einerseits das neue IT- und Logistikzentrum für Gebrüder Weiss mit hohen Anforderungen an Technik, Fläche und Prozesse fertiggestellt, zum anderen erfolgte der Zuschlag für die Erweiterung des Doppelmayr-Standorts im Areal Hohe Brücke. Mit dem Data Center CH One in der Schweiz realisiert Goldbeck Rhomberg zudem ein Projekt in einem wachstumsstarken Segment.
Auch das unternehmenseigene Ressourcen Center Rheintal trägt seinen Teil zur Betriebsleistung bei: So sind die Spezialisten für Rohstoffgewinnung und Recycling in der Gruppe aktuell am Feldkircher Stadttunnel beteiligt, wo sie das im Vortrieb der Stollen gewonnene Gestein – bis zu einer Million Tonnen – abtransportieren und für die weitere Nutzung aufbereiten.
Schweizer Erfolgsmodell
In der Schweiz kommt die Komplettanbieterstrategie besonders zum Tragen – die Rhomberg Bau AG denkt Immobilien konsequent ganzheitlich. So entstand ein neues Angebot aus einer Hand, das Kund:innen neue Möglichkeiten eröffnet und in dieser Breite und Tiefe am Markt einzigartig ist. Der für die UBS Sima errichtete Ersatzneubau in der Zürcher Anna-Heer-Straße steht exemplarisch für modernes Wohnen, das dank Schwammstadtprinzip und integrierter Projektabwicklung (Design Build) effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher realisiert werden kann. Dabei werden Planung und Ausführung von Beginn an eng verzahnt und die unterschiedlichen Fachdisziplinen frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden. Das Ergebnis ist ein zukunftsfähiges Wohnensemble, das mit dem Platin-Label des „Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS)“ ausgezeichnet wurde und hohe ökologische und soziale Anforderungen erfüllt.
Gerade im exklusiven Wohnbau zeigt sich, dass hochwertige Projekte mit durchdachter Planung, erstklassiger Ausführung und in attraktiven Lagen auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld gefragt sind. „Das Neubauprojekt ‚Mont Rêves‘ in Burgberg im Allgäu mit 14 Wohneinheiten, das die Rhomberg Bau Deutschland gemeinsam mit unserem Holzbau-Spezialisten Sohm Holzbau realisiert, ist praktisch ausverkauft“, so Ernst Thurnher. „Auch das moderne Terrassenhaus in Hybrid-Holzbauweise im Wiener Funkhaus stößt auf großes Interesse.“
Rhomberg Sersa Rail Group: Wachstum braucht Menschen
Der Bahnbereich bestätigt erneut seine Beständigkeit. Hohe Investitionen der Bahnbetreiber und der öffentlichen Hand halten an. „Für uns liegt die große Herausforderung weniger in der Auftragslage als in der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte“, betont DI Bmst. Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg Gruppe, „vor allem mit Blick auf unsere weitere Entwicklung.“
Um der hohen internationalen Nachfrage auch in Zukunft als leistungsfähiger Komplettanbieter gerecht zu werden, entwickelt die RSRG ihre Standorte konsequent weiter. Mit Investitionen von rund 60 Millionen Euro entstehen in Wels (Österreich), Spremberg (Deutschland) und Landquart (Schweiz) unter anderem neue Gleishallen für die Instandhaltung, zusätzliche Flächen für Fertigung und Lager sowie Büro- und Mehrzweckgebäude. Zudem ist die Gruppe Ende des vergangenen Jahres über die Beteiligung an der Emeran Braun GmbH & Co KG weiter gewachsen: Mit hoher Expertise im Gleis-, Weichen- und Tiefbau schafft das Unternehmen mit Sitz in Krailing bei München für Kund:innen spürbaren Mehrwert.
Innovationen für Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit
Dieser Mehrwert wird durch laufende Produktinnovationen zusätzlich gestärkt. Dies wurde kürzlich bei der zu Ende gegangenen internationalen Fachmesse InnoTrans in Berlin durch die Kund:innen bestätigt. Mit ihrem Ansatz der „kombinierten Instandhaltung“ des Bahn-Oberbaus auf Betriebsanlagen und Abstellbahnhöfen unterstützt die RSRG Infrastrukturbetreiber dabei, Bahnanlagen länger zu nutzen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Mit dem neuen Bodenschild-Gründungsverfahren lassen sich sofort belastbare Fundamente für Bahn- und Lärmschutzbauten schnell und wirtschaftlich herstellen.
Beim Bauabschnitt Aumühle des Hochleistungskorridors Hamburg-Berlin der DB InfraGO beweist das eigenentwickelte System zur automatisierten Baufortschrittserfassung die Leistungsfähigkeit digitaler Baustellenüberwachung. „Der Q-tainer verarbeitet Sensordaten, GPS-Signale und Drohnenaufnahmen automatisiert mittels KI und stellt die Ergebnisse dem Projektteam in Echtzeit bereit – für präzise Baufortschrittskontrolle und effiziente Projektsteuerung“, schildert Rhomberg. Ein digitaler Zwilling gewährleistet auch beim Bau des Semmering Basistunnels, den die RSRG mit der PORR Group technisch ausrüstet, lückenlose Datenvernetzung, eine Koordination aller Gewerke sowie Termin- und Kostensicherheit. Und beim Bau der Metro Sydney erlaubt die intern entwickelte Tunnel Concrete Placement Unit (CPU) ein sicheres und wirtschaftliches Einbringen und Fertigstellen von Beton selbst in beengten Arbeitsbereichen.
Gefragter Allianzpartner
Der Trend im Projektgeschäft geht zu immer umfangreicheren und langfristig ausgelegten Ausschreibungen und Aufträgen. „Besonders stolz sind wir darauf, als einziges Unternehmen in allen Allianzprojekten der Deutschen Bahn mit an Bord zu sein“, berichtet Hubert Rhomberg. Die RSRG verantwortet beim Pfaffensteigtunnel des Gäubahnausbaus Nord gemeinsam mit dem ARGE-Partner Swietelsky Bau den Oberbau und die Stromversorgung, bei der Residenzbahn mit der Reif Bauunternehmung den Erd- und Tiefbau, den Kabeltiefbau, den Gleisbau sowie die bahntechnische Ausrüstung. Auch bei der „Festen Fehmarnbeltquerung", der leistungsfähigen Bahnverbindung zwischen Dänemark und Deutschland, wurde die RSRG mit der bahntechnischen Ausrüstung einer Zulaufstrecke beauftragt. Das „Neue Werk Cottbus“, das erste im Partnerschaftsmodell Schiene realisierte Projekt der Deutschen Bahn, steht unterdessen kurz vor der Fertigstellung: Im Februar 2027 soll der erste Revisionszug in die zweite Halle des neuen ICE-Instandhaltungswerks in Cottbus einfahren.
Um weitere zehn Jahre verlängert wurde schließlich die seit 2019 bestehende Zusammenarbeit von Rhomberg Sersa Ireland und der irischen Staatsbahn Irish Rail (Iarnród Éireann) rund um die Betreuung der gleisgebundenen Baumaschinen.
Ob Bahn oder Bau – Transformation und Innovation, tief in der DNA der Rhomberg Gruppe verwurzelt, bilden für Hubert Rhomberg das Fundament für den Erfolg von morgen: „Natürlich sind wir uns der aktuellen Herausforderungen unserer Märkte bewusst. Gleichzeitig nutzen wir diese Zeit konsequent, um uns als integrierten Lösungsanbieter für Immobilien und Mobilität der Zukunft weiterzuentwickeln.“ Mit gezielten Investitionen in Standorte, neue Entwicklungen und Kompetenzen stärkt die Gruppe langfristig ihre Position in den Wachstumsmärkten Bahn, Energie, Wohnen und Kreislaufwirtschaft.
Über die Rhomberg Gruppe
Die Rhomberg Gruppe mit Firmensitz in Bregenz, Österreich, ist in den Bereichen Bau, Ressourcen und Bahntechnik tätig. Das 1886 gegründete Familienunternehmen in vierter Generation beschäftigt aktuell gut 4 100 Mitarbeitende und unterhält Standorte und Tochterunternehmen in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Australien, Kanada, den USA, Großbritannien, Irland und Dänemark. Die Holding-Funktionen werden von Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher wahrgenommen.
In der Firmenphilosophie sind die Kriterien der Nachhaltigkeit verankert – sei es bei der ganzheitlichen Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden, dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen oder bei der Stärkung des Schienenverkehrs. Dafür setzt die Rhomberg Gruppe auf die Chancen technologischer Entwicklungen und der Digitalisierung sowie auf Partnerschaften. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte die Rhomberg Gruppe im Bereich „Bau und Ressourcen“ eine Betriebsleistung von 521 Millionen Euro. Die Rhomberg Sersa Rail Group, an der Rhomberg und der Schweizer Unternehmer Konrad Schnyder jeweils 50 Prozent der Anteile halten, erzielte eine Betriebsleistung von 898 Millionen Euro.
Nähere Informationen finden Sie unter www.rhomberg.com.
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Kontakt: Torben Nakoinz
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