• 15.10.2026, 07:55:35
  • /
  • OTM0004

Unternehmensnachfolge im Wandel: Search Funds eröffnen neue Perspektiven für Österreichs Mittelstand

Unternehmensnachfolge im Wandel: Search Funds eröffnen neue Perspektiven für Österreichs Mittelstand

Wien, 15. Oktober 2026 - Österreichs Mittelstand steht vor einem tiefgreifenden Generationenwechsel. Zwischen 2025 und 2034 stehen laut Wirtschaftsministerium rund 52.500 Arbeitgeberbetriebe mit insgesamt 705.000 Beschäftigten zur Übergabe an. Gleichzeitig gewinnen familienexterne Nachfolgelösungen an Bedeutung. Für Investor*innen und unternehmerisch ambitionierte Nachfolger*innen eröffnet diese Entwicklung neue Möglichkeiten. Welche Rolle Search Funds und alternative Beteiligungsmodelle dabei spielen können, war Thema der invest.austria Investors Lounge am 13. Oktober 2026 bei Binder Grösswang in Wien.

Search Funds: Wenn aus Investoren Unternehmer werden

Während klassische Private-Equity-Investitionen häufig auf Beteiligungen an bestehenden Unternehmen ausgerichtet sind, verfolgt das ursprünglich aus den USA stammende Search-Fund-Modell einen anderen Ansatz: Investoren finanzieren zunächst die Suche nach einem geeigneten Unternehmen und unterstützen anschließend dessen Übernahme. Der sogenannte Searcher übernimmt dabei in der Regel selbst die operative Führung.

Das Modell verbindet Kapital mit unternehmerischer Verantwortung und eröffnet insbesondere für die außerfamiliäre Nachfolge neue Perspektiven. Ob und in welchem Umfang es sich im österreichischen Mittelstand etablieren kann, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: der Verfügbarkeit geeigneter Nachfolgekandidaten, realistischen Unternehmensbewertungen, tragfähigen Finanzierungsstrukturen und der Qualität der künftigen Unternehmensführung.

Erfolgreiche Nachfolge beginnt nicht erst mit dem Unternehmenskauf

Die größte Herausforderung liegt häufig nicht allein im Abschluss einer Transaktion, sondern in der nachhaltigen Weiterführung des Unternehmens. Gerade bei familiengeführten Betrieben sind persönliche Beziehungen, gewachsene Unternehmenskulturen und das Vertrauen zwischen Übergebern und Nachfolgern von besonderer Bedeutung.

Hinzu kommen komplexe Fragen der Finanzierung und Transaktionsgestaltung. Neben Eigenkapital können Mezzaninfinanzierungen, Bankkredite oder gestaffelte Beteiligungsmodelle eine Rolle spielen. Ebenso entscheidend sind klare gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen, die Verteilung unternehmerischer Verantwortung und die Gestaltung der Übergangsphase.

Christoph Schober, Partner Corporate/M&A bei Binder Grösswang, sieht darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor: „Der bevorstehende Generationenwechsel im österreichischen Mittelstand eröffnet neue Chancen für Unternehmer und Investoren. Search Funds und alternative Beteiligungsmodelle können einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Nachfolgefrage leisten. Entscheidend ist jedoch, dass nicht nur die Transaktion funktioniert, sondern auch die langfristige Weiterführung des Unternehmens. Dafür braucht es die richtigen Unternehmerpersönlichkeiten, tragfähige Finanzierungs- und Transaktionsstrukturen sowie Vertrauen zwischen allen Beteiligten.“

Zwischen Investmentchance und unternehmerischer Verantwortung

Wie sich neue Nachfolgemodelle in der Praxis bewähren und welche Rolle Investoren, Unternehmer und Kapitalgeber dabei übernehmen, bildete den thematischen Schwerpunkt der invest.austria Investors Lounge.

Unter der Moderation von Christoph Schober diskutierten Maximilian Nimmervoll (TEDDY Gruppe), Nikolaus Blaschke (Pina Capital), Stephan Ronay (Straschek GmbH) und Karin Anzola (Raiffeisen Continuum) unterschiedliche Perspektiven auf Unternehmensübernahmen, Nachfolgefinanzierung und langfristige Unternehmensführung.

Als Gastgeber brachte Binder Grösswang seine wirtschaftsrechtliche Expertise in den Dialog ein. Die Veranstaltung verdeutlichte die Bedeutung des Zusammenspiels von M&A, Private Equity, Finanzierung und gesellschaftsrechtlicher Strukturierung bei der Gestaltung nachhaltiger Unternehmensnachfolgen.

 

Binder Grösswang – The smooth way to get it done.

Binder Grösswang ist eine der führenden Wirtschaftskanzleien Österreichs. Seit über 60 Jahren berät die Kanzlei mit mehr als 120 Jurist*innen nationale und internationale Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts.

Juristische Präzision, unternehmerisches Denken und interdisziplinäre Zusammenarbeit zeichnen Binder Grösswang aus. Die Kanzlei entwickelt rechtlich fundierte und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen für strategische Projekte, komplexe Transaktionen und anspruchsvolle Streitigkeiten.

Mehr als 200 Tier-1-Platzierungen in internationalen Rankings in den vergangenen zehn Jahren sowie renommierte internationale Auszeichnungen unterstreichen die führende Marktposition und den hohen Qualitätsanspruch von Binder Grösswang.

Rückfragen & Kontakt

BINDER GRÖSSWANG Rechtsanwälte GmbH
Susanna Janovsky
Telefon: +43 664 80 534 669
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bindergroesswang.at

MEDIACONTACT-MAILING UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen