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LT-Präs. Hiegelsberger: Oö. Landtag im Austausch mit dem Ständigen Vertreter Österreichs bei der EU, Hon.-Prof. MMag. Gregor Schusterschitz

Landtagspräsident Max Hiegelsberger: Oö. Landtag im Austausch mit dem Ständigen Vertreter Österreichs bei der Europäischen Union, Hon.-Prof. MMag. Gregor Schusterschitz
Auf Einladung von Landtagspräsident Max Hiegelsberger, Mitglied im europäischen Ausschuss der Regionen, kam der Ständige Vertreter Österreichs bei der EU, Botschafter Gregor Schusterschitz, am 8. Oktober 2026 ins Linzer Landhaus. Einem kompakten Überblick über die aktuellen geopolitischen Herausforderungen folgte eine rege Diskussion mit den Landtagsabgeordneten. „Die EU ist entscheidend für Frieden und wirtschaftlichen Erfolg in Europa. Sie steht dabei vor großen Aufgaben. Als regionales Parlament eines exportorientierten Bundeslandes haben wir höchstes Interesse, die Europäische Union positiv weiterzuentwickeln. Die in Brüssel tätigen Politiker brauchen dazu das direkte Feedback der Menschen vor Ort. Direkte Informationen und ein guter Dialog ermöglichen erst eine zielgerichtete Politik“, so Landtagspräsident Max Hiegelsberger.
Europa in einer neuen Realität
Der ständige Vertreter Botschafter Gregor Schusterschitz begann seine Ausführungen vor den Landtagsabgeordneten mit dem veränderten Selbstbild der Europäischen Union. Der noch vor einigen Jahren vorherrschende Optimismus, gemeinsam mit den anderen Weltmächten die großen Herausforderungen wie den Klimawandel in steter Kooperation zu lösen, wurde abgelöst von einer gewissen Ernüchterung angesichts der aktuell wieder vorherrschenden Großmachtpolitik. Russland, die USA und China stellen die Europäische Union vor jeweils eigene Herausforderungen, für die in der Staatengemeinschaft um die richtigen Antworten gerungen wird. Die Europäische Union sei in ihren Strukturen für friedlichere Zeiten entworfen worden, lerne nun aber sehr deutlich zu sagen, für was sie steht und auch im Inneren pragmatischere Lösungen zu finden, führte Botschafter Schusterschitz aus.
Europäische Politik in den Regionen
Nach der geopolitischen Großwetterlage ging der ständige Vertreter auf Verordnungen mit umfassenden Folgen für die Regionen wie die Renaturierung ein und diskutierte diese intensiv mit den Abgeordneten des Oberösterreichischen Landtags. Die Abgeordneten fragten auch nach der künftigen Finanzierung der Europäischen Union und ob Änderungen bei der Landwirtschaft und der regionalen Entwicklung zu erwarten sind.
„Auch wenn es in der Europäischen Union weiterhin eine Herausforderung bleibt, für alle 27 Mitgliedsländer passende Regelungen zu finden, so zeigt die internationale Entwicklung sehr wohl die hohe Attraktivität der Staatengemeinschaft. Vom Westbalkan über Großbritannien bis hin zu Kanada möchten viele Staaten die Anbindung an die EU stärken. Als verlässlicher und auf rechtstaatlichen Prinzipien beruhender Partner haben wir mittlerweile ja ein gewisses Alleinstellungsmerkmal“, so Landtagspräsident Max Hiegelsberger abschließend.
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DI Karl-Heinz Schaurhofer
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