- 08.10.2026, 13:01:07
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Pressemitteilung: 25. Hospizenquete in St. Pölten Landesverband Hospiz NÖ brachte Leben und Sterben auf die Bühne
PRESSEMITTEILUNG 25. Hospizenquete in St. Pölten Landesverband Hospiz NÖ brachte Leben und Sterben auf die Bühne St. Pölten/Mödling, 8. Oktober 2026 - Der Landesverband Hospiz Niederösterreich lud am 8. Oktober 2026 zur 25. Hospizenquete in die Bühne im Hof nach St. Pölten. Unter dem diesjährigen Leitthema „Dem Leben und Sterben Bühne geben“ verband die mit über 400 Gästen ausgebuchte Jubiläumsveranstaltung fachliche Impulse und persönliche Perspektiven mit einem neuen öffentlichen Auftritt: Der Landesverband kündigte in diesem Rahmen auch die Kampagne „Kleine Momente. Große Momente. Momente mit Wirkung“ an, die ab Herbst 2026 die Sichtbarkeit von Hospiz und Palliative Care in Niederösterreich stärken soll.

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Medienvertreterinnen und Medienvertreter,
mit der 25. Ausgabe blickte die Hospizenquete auf ein Vierteljahrhundert an Themen, Vorträgen, Begegnungen und professionellem Austausch zurück. Die Veranstaltung stand nicht nur im Zeichen dieses Jubiläums, sondern für eine bewusste Öffnung. Die Bühne im Hof bot dafür als neuer Veranstaltungsort einen Rahmen, der Vernetzung in besonderer Weise ermöglicht. Der neue Veranstaltungsort entstand im Zuge der Sanierung des Landtages und unterstrich auch räumlich das Anliegen, den Themen, Leben, Sterben, Trauer und Begleitung eine Bühne zu geben.
Genau an diesem Punkt knüpft auch die neue Kampagne des Landesverbandes Hospiz NÖ an. Mit den Sujets „Momente im Hospiz“, die in einem neuen Social Media Auftritt münden, sollen Awareness aufgebaut, Klischees und Berührungsängste abgebaut sowie neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter gewonnen werden. „Die Kampagne versteht sich als Einladung, Hospiz und Palliative Care nicht auf Zuschreibungen zu reduzieren, sondern über konkrete, berührende und menschliche Momente neu wahrzunehmen“, erklärt Petra Kozisnik, BSc, Geschäftsführerin des Landesverbands Hospiz NÖ.
Die Veranstaltung wurde von Vorstandsmitglied Alexander Seidl moderiert und von Klaudia Atzmüller, der Vorsitzenden des Landesverband Hospiz NÖ gemeinsam mit einer Videobotschaft von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnet.
Robert Kratky teilte Impulse aus der eigenen Geschichte mit seiner verstorbenen Mutter – auch in einem mutmachenden Sinn. Als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens brachte er damit eine Perspektive ein, die zeigt, dass auch prominente Menschen, die stillen, verletzlichen und nicht-öffentlichen Momente des Lebens und Sterbens kennen.
Chris Paul widmete sind in einer Online-Präsentation einem für die Hospiz und Palliative Care Szene zentralen Thema: der Diskriminierung und Aberkennung von Trauer. Ihr Beitrag ging der Frage nach, wie Angebote der Trauer für mehr Vielfalt geöffnet werden können – als mögliche „Bühne für alle“.
Weitere Beiträge vertieften das Programm aus fachlicher, persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive. Prof. Dr. Pleschberger sprach über das Erkennen von Sterben, Maria Brandt gestaltete eine Lesung mit Vortrag über die eigene Familiengeschichte. Der Verein -Rollende Engel-, vertreten durch Florian Aichhorn, stellte seine Arbeit rund um die Erfüllung von Lebenswünschen am Ende des Lebens vor. Zenmeister Hans-Walter Hoppensack beleuchtete Stille und Spiritualität am Lebensende.
Abgerundet wurde das Programm durch Dr. Gudrun Kreye, die in ihrem Vortrag den Bogen zwischen Evidenz und Empathie spannte. Den Abschluss gestaltete Kabarettist Ingo Vogl, der die Perspektiven des Tages humorvoll aufgriff und auf der Bühne zusammenführte.
Die Buchhandlung KRAL aus St. Pölten bot vor Ort Fachliteratur zu den Tagesthemen an. Köstlichkeiten von Haubis gab es in den Pausen und ein Mittagsempfang, unterstützt von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, bot zusätzlich Raum für Austausch und Vernetzung. Schülerinnen und Schüler der HLW St. Pölten Eybnerstraße halfen tatkräftig beim Catering Figl im Hof.
„Die Hospizenquete 2026 war ein Tag der Verbundenheit – mit Wissenschaft, Erfahrung, Engagement, Humor und Ernsthaftigkeit. Denn die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen fordert dazu heraus, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden: wissenschaftliche Erkenntnisse und menschliche Nähe, fachliche Kompetenz und Mitgefühl, individuelle Bedürfnisse sowie gesellschaftliche Verantwortung“, so Petra Kozisnik.
Gute Begleitung am Lebensende braucht Wissen und Menschlichkeit. Erst im Zusammenspiel von fachlicher Qualität und gelebter Empathie entsteht jene Fürsorge, die Menschen trägt.
Mit der 25. Hospizenquete und der neuen Kampagne „Momente im Hospiz“ unterstreicht der Landesverband Hospiz NÖ seinen Anspruch, den Themen Leben, Sterben, Trauer und Begleitung nicht nur fachlich, sondern auch gesellschaftlich mehr Bühne zu geben – sichtbar, nahbar und wirksam.
Über den Landesverband Hospiz NÖ: Der Landesverband Hospiz NÖ wurde 2001 als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Mödling gegründet. Als Dachorganisation ist der Landesverband Hospiz NÖ mit allen Hospiz- und Palliative Care Angeboten und Initiativen in Niederösterreich eng verbunden und fungiert als Botschafter für einen guten und würdevollen Umgang mit dem Leben und dem Sterben. Kernkompetenzen sind die kontinuierliche Qualitätsentwicklung in der niederösterreichischen Hospiz- und Palliativversorgung
sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Gesundheitsversorgung für Hospiz und Palliative Care.
Wesentlich ist es, sicherzustellen, dass alle Menschen – unabhängig von sozioökonomischem Hintergrund – Zugang zu qualitativ hochwertiger Hospiz- und Palliative Care bekommen.
Sterben betrifft uns alle. Sprechen wir darüber. Weitere Informationen: www.hospiz-noe.at
Bei weiteren Fragen, stehe ich Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung!
Herzliche Grüße
Eva Nahrgang
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Mag. Eva Nahrgang
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