• 30.09.2026, 16:52:34
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Pressemitteilung | Sprache und KI: Tagung an der Universität Klagenfurt fragt, wie Künstliche Intelligenz Sprache und Literatur verändert

Pressemitteilung | Sprache und KI: Tagung an der Universität Klagenfurt fragt, wie Künstliche Intelligenz Sprache und Literatur verändert

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Von 1. bis 3. Oktober 2026 findet an der Universität Klagenfurt die Tagung „Sprache & KI“ statt. Im Mittelpunkt der 28 Beiträge stehen sprach- und literaturwissenschaftliche Fragestellungen. Darüber hinaus gibt es Vorträge aus der Didaktik, den Rechtswissenschaften und der Mathematik. 

„Die Tatsache, dass mittlerweile so viele Texte mit Hilfe von LLMs generiert werden, verändert vieles“, so Ulrike Krieg-Holz, Professorin für Germanistische Linguistik, die die Tagung gemeinsam mit Johannes Waßmer, Professor für Kreatives Schreiben, organisiert. „Vor allem die klassischen Geisteswissenschaften stehen vor großen Umbrüchen.“ Offen sei etwa, ob die Methoden und Parameter, mit denen natürlichsprachliche Texte untersucht werden, auch für KI-generierte Texte taugen oder ob es notwendig wird, das Instrumentarium anzupassen. Besonders interessant sei dabei, dass die Trennlinie oft nicht klar gezeichnet werden könne, denn: „KI-Texte sind nicht künstlich per se, denn ihr Grundmaterial stammt aus natürlicher Sprache in Form riesiger Trainingsdaten.“

Der Sorge, Sprache könnte durch KI eintöniger werden, widerspricht die Linguistin. Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude könnten sprachlich durchaus variieren, das lasse sich mit den Instrumenten der Variationsstilistik nachweisen. Der oft beschriebene „Einheitsbrei“ nehme mit der raschen Weiterentwicklung der Systeme ab. Zudem wachse mit jedem neuen Text das Repertoire, aus dem Neues entstehen kann. 

Programm: Drei Keynotes und 25 Vorträge

Die Keynotes halten:

  • Stephanie Catani: „Modellpoesie. Generative KI und die Literatur(wissenschaft)“
  • Jörg Piringer: „textrauschen“
  • Lukas Sommeregger: „Was lernt ein Sprachmodell über Sprache?“

Das Interesse an der Tagung war schon im Vorfeld groß. Der Call for Papers stieß auf sehr viele Rückmeldungen, auch von Kolleg:innen, zu denen bisher keine Berührungspunkte bestanden. „Hier kommt eine Gruppe wirklich neu zusammen“, so Krieg-Holz. „Wir hoffen, daraus eine Community etablieren zu können, die das gesamte Thema in den nächsten Jahren weiterentwickeln kann.“

Rückfragen & Kontakt

Universität Klagenfurt | Institut für Germanistik
Univ.-Prof. Dr. Ulrike Krieg-Holz
Telefon: +43 (0)463 2700 2711
E-Mail: [email protected]

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