• 24.09.2026, 09:00:40
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KI-Transformation: Weiterbildung allein reicht nicht

Die neue Studie von Great Place To Work® Österreich zeigt: Vertrauen, Beteiligung und Veränderungsbereitschaft unterscheiden zukunftsfähige Unternehmen stärker vom Durchschnitt als Weiterbildung. Der größte Unterschied zwischen den Top 10 Best Workplaces in Tech™ und dem Tech -Durchschnitt liegt nicht bei Weiterbildung, sondern bei Vertrauen: 28 statt 11 Prozentpunkte.

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Wien, 24. September 2026 – Unternehmen investieren in KI-Tools und Weiterbildung. Doch die größte kulturelle Lücke zwischen Österreichs Top 10 Best Workplaces in Tech™ und dem Tech-Durchschnitt liegt nicht bei den Skills. Sie liegt bei Vertrauen, Beteiligung und Veränderungsbereitschaft. Das zeigt der neue Tech-Transformationsreport 2026 von Great Place To Work® Österreich.

Der Unterschied ist besonders deutlich beim Thema Vertrauen: 93 Prozent der Mitarbeitenden der Top 10 Best Workplaces in Tech™ sagen, dass Führungskräfte auf die gute Arbeit ihrer Mitarbeitenden vertrauen, ohne sie ständig zu kontrollieren. Im österreichischen Tech-Durchschnitt sind es 65 Prozent. Ein Unterschied von 28 Prozentpunkten.

Bei den Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten beträgt der Unterschied dagegen lediglich 11 Prozentpunkte: 84 Prozent der Mitarbeitenden der Top 10 sehen diese Möglichkeiten, im Tech-Durchschnitt sind es 73 Prozent. Damit ist Weiterbildung von den sechs untersuchten Kulturhebeln jener Bereich mit dem kleinsten Gap.

„Investitionen in KI und Weiterbildung greifen zu kurz, wenn die kulturellen Voraussetzungen fehlen, damit Menschen KI tatsächlich nutzen.“, bekräftigt Jörg Spreitzer, Managing Partner von Great Place To Work Österreich.

 

Der entscheidende Unterschied: Werden Mitarbeitende zur Nutzung von KI ermutigt?

Die Daten der Studie zeigen, dass sich der Kulturunterschied auch beim konkreten Umgang mit KI widerspiegelt. In Unternehmen mit hoher Vertrauenskultur geben 38 Prozent der Mitarbeitenden an, von ihren Führungskräften zum Einsatz von KI ermutigt zu werden. In Unternehmen mit niedriger Vertrauenskultur sind es lediglich 11 Prozent. Auch beim Verständnis von Chancen und Risiken zeigt sich ein deutlicher Unterschied: 44 Prozent der Mitarbeitenden in High-Trust-Unternehmen fühlen sich damit vertraut, gegenüber 14 Prozent in Low-Trust-Unternehmen.


Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die für CEOs und HR-Verantwortliche zunehmend relevant wird: Reicht es, Mitarbeitende für KI zu qualifizieren, wenn ihnen gleichzeitig die Sicherheit, Orientierung und der Freiraum fehlen, das Gelernte anzuwenden?

„Für Unternehmen stellt sich nicht nur die Frage, wie viel sie in KI investieren, sondern ob ihre Organisation die Voraussetzungen geschaffen hat, damit diese Investitionen im Arbeitsalltag wirksam werden können.“, unterstreicht Jörg Spreitzer, Managing Partner von Great Place To Work Österreich.

 

Der Kultur-Gap wird zur Managementfrage

Neben Vertrauen zeigt sich bei der Beteiligung ein Gap von 26 Prozentpunkten: 86 Prozent der Mitarbeitenden der Top 10 erleben, dass Führungskräfte sie in Entscheidungen einbeziehen, die ihre Arbeit oder ihr Arbeitsumfeld betreffen. Im österreichischen Tech-Durchschnitt sind es 60 Prozent. Bei der Veränderungsbereitschaft liegt der Unterschied bei 22 Prozentpunkten: 89 Prozent gegenüber 67 Prozent.

Auch klare Orientierung durch Führungskräfte unterscheidet die Top 10 vom Tech-Durchschnitt: 87 Prozent der Mitarbeitenden der Best Workplaces in Tech™ sagen, dass ihre Führungskräfte klare Vorstellungen von den Zielen der Organisation und deren Erreichung haben. Im Tech-Durchschnitt sind es 66 Prozent.

Der Report identifiziert damit sechs kulturelle Voraussetzungen für KI-Transformation: Vertrauen in Führung, Veränderungsbereitschaft, psychologische Sicherheit und KI-Lernfähigkeit, Beteiligung und Mitsprache, Lern- und Fehlerkultur sowie zukunftsorientierte Führung. Die Daten zeigen Zusammenhänge zwischen diesen kulturellen Erfahrungen und den Voraussetzungen für KI-Nutzung.

Für Unternehmen bedeutet das: Die KI-Transformation ist nicht nur eine Frage der Technologie oder der Qualifizierung. Strategien, KI-Roadmaps und neue Tools zeigen, was ein Unternehmen vorhat. Mitarbeitendenfeedback zeigt, wie die Veränderung tatsächlich erlebt wird. Der Report empfiehlt deshalb, die kulturellen Voraussetzungen regelmäßig zu messen und daraus konkrete Handlungsfelder abzuleiten.

 

Wo steht die eigene Organisation?

Genau darin liegt die zentrale Frage für HR und Management: Sind Vertrauen, Beteiligung, Sicherheit, Lernen und Orientierung in der eigenen Organisation tatsächlich vorhanden oder wird ihre Stärke lediglich angenommen?

Der Tech-Transformationsreport 2026 basiert auf rund 190.000 Antworten aus Mitarbeitendenbefragungen und repräsentiert rund 3.600 Beschäftigte der österreichischen Technologiebranche. Verglichen wurden die Top 10 Best Workplaces in Tech™ 2026 mit repräsentativen Daten des österreichischen Tech-Sektors sowie österreichischen Durchschnittsbetrieben über alle Branchen.

Der vollständige Tech-Transformationsreport 2026 zeigt, welche sechs Kulturhebel eine zukunftsfähige KI-Transformation unterstützen und welche Fragen Unternehmen jetzt an ihre eigenen Mitarbeitenden stellen sollten.

Zum Tech- Transformationsreport: https://content.greatplacetowork.at/tech-transformationreport

 

Über Great Place To Work®

Great Place To Work ist The Global Authority On Workplace Culture.  
Jedes Jahr befragt Great Place To Work mehr als 20 Millionen Mitarbeitende weltweit, um zu definieren, was einen großartigen Arbeitsplatz ausmacht. Das Ergebnis spiegelt sich im sogenannten Trust Index™ wider. Viele andere Benchmark-Daten können daraus gewonnen werden.   
Die Mitarbeiterbefragungsplattform Emprising™ von Great Place To Work verschafft Führungskräften Feedback, Echtzeitergebnisse und wichtige Erkenntnisse, die sie benötigen, um datengestützte Maßnahmen zur Organisationsentwicklung und zum Employer-Branding zu treffen.   
Alles, was Great Place To Work tut, wird von der Mission angetrieben, eine bessere Welt zu schaffen. Wie? Indem Organisationen dabei unterstützt werden, ein großartiger Arbeitsplatz zu werden. Und zwar für alle – For All™.  
Unternehmen mit einer herausragenden Arbeitsplatzkultur erlangen durch das Arbeitgeber-Gütesiegel „Great Place To Work® Certified™“ mehr Sichtbarkeit. Die Auszeichnung eröffnet eine völlig neue Bandbreite an Employer-Branding-Maßnahmen. Zertifizierte Unternehmen werden so durch ein authentisches Arbeitgeber-Image zum Magneten für Fachkräfte.  
Mehr Informationen zu Great Place To Work und zur Zertifizierung finden Sie unter www.greatplacetowork.at.  

Rückfragen & Kontakt

Great Place To Work® Österreich
Stephanie Thaller
Telefon: 01 798 59280
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