- 22.09.2026, 13:08:03
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UVP-Verhandlung zum Kraftwerk in Frastanz gestartet

M E D I E N I N F O R M A T I O N
UVP-Verhandlung zum Kraftwerk in Frastanz gestartet
Mit der mündlichen UVP-Verhandlung hat die Rondo Ganahl AG einen weiteren Meilenstein im Genehmigungsverfahren erreicht – Projektunterlagen, Gutachten und eingebrachte Stellungnahmen werden umfassend und transparent erörtert. Bis Ende 2026 wird mit einem Bescheid gerechnet.
Frastanz, 22. September 2026 – Die mündliche UVP-Verhandlung für das geplante Kraftwerk auf dem Betriebsgelände der Rondo Ganahl AG ist heute gestartet. Die von der zuständigen Landesbehörde geführte Verhandlung findet im Ramschwagsaal in Nenzing statt. Im Mittelpunkt stehen die im Rahmen des UVP-Verfahrens relevanten Auswirkungen des Projekts sowie die dazu eingebrachten Stellungnahmen und Fragen. „Die mündliche UVP-Verhandlung ist ein entscheidender Schritt für das Projekt. Ziel ist es, die wesentlichen Fragen zum geplanten Kraftwerk, basierend auf den umfangreichen fachlichen Unterlagen, transparent zu erörtern und offene Punkte zu klären“, betont Udo Nachbaur, technischer Vorstand der Rondo Ganahl AG.
Bescheid wird im vierten Quartal erwartet
Das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) ist ein behördliches Verfahren, bei dem die möglichen Auswirkungen eines Projekts auf Mensch und Umwelt umfassend geprüft werden. Grundlage dafür bilden die vom Projektwerber eingereichten Unterlagen und Fachgutachten zu verschiedenen Themenbereichen wie Luft, Lärm, Gesundheit, Natur, Wasser oder Verkehr. Im Oktober 2025 hat die Rondo Ganahl AG die Antragsunterlagen für das UVP-Verfahren zusammen mit der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) eingereicht. Die Unterlagen lagen bei der Gemeinde Frastanz sowie beim Land Vorarlberg für vier Wochen zur öffentlichen Einsichtnahme auf und waren ebenso als Download verfügbar, sodass Bürger:innen und betroffene Parteien Einsicht nehmen sowie ihre Stellungnahmen bzw. Einwendungen abgeben konnten. Die Projektunterlagen und auch die Stellungnahmen wurden von den von der UVP-Behörde bestellten Sachverständigen unterschiedlicher Fachbereiche detailliert geprüft und basierend darauf ein Umweltverträglichkeitsgutachten (UVGA) erstellt und veröffentlicht. Im nächsten Verfahrensschritt konnten erneut Stellungnahmen abgegeben werden. Bei der mündlichen UVP-Verhandlung werden nun das Projekt, die Gutachten und eingebrachte Einwendungen behandelt. Nach der UVP-Verhandlung entscheidet die zuständige Behörde auf Basis aller Unterlagen und Prüfungsergebnisse über die Genehmigung des Projekts und gegebenenfalls über entsprechende Auflagen. Die Rondo Ganahl AG rechnet mit einem Bescheid im vierten Quartal 2026.
Umfassender Informations- und Dialogprozess
Parallel zum behördlichen Verfahren ist für die Rondo Ganahl AG der Dialog mit der Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil. Unter anderem hatten Interessierte die Möglichkeit, ihre Fragen und Sichtweisen bei mehreren Dialogrunden einzubringen. Ergänzend dazu konnten sich Besucher:innen im Rahmen einer öffentlichen Planausstellung über das geplante Kraftwerk informieren und mit den Projektverantwortlichen, Planer:innen und Gutachter:innen in den Austausch gehen.
Über die “Energieautonomie Frastanz“
Im Rahmen der Initiative „Energieautonomie Frastanz“ soll auf dem bestehenden Betriebsgelände der Rondo Ganahl AG ein Kraftwerk für eine zukunftsfähige Energieversorgung entstehen. Ziel ist es, damit den Bedarf an thermischer und elektrischer Energie der Papierfabrik und des Wellpappewerks zu decken und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden. Darüber hinaus können weitere Betriebe sowie Haushalte mit Nahwärme in der Region versorgt werden.
Weitere Informationen zur Energieautonomie Frastanz: www.energieautonomie-frastanz.at
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