• 20.09.2026, 09:05:49
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LRin Langer-Weninger: Familienmission Zivilschutztag: Sicherheitscheck, wenn die Sirenen proben und daraus ein Familien-Erlebnis machen

v.l. Oö. Zivilschutzpräsident Michael Hammer und Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

LRin Langer-Weninger: Familienmission Zivilschutztag:

OÖ Zivilschutz empfiehlt: Sicherheitscheck, wenn die Sirenen proben und daraus ein Familien-Erlebnis machen

Am ersten Samstag im Oktober (3. 10. 2026) ist wieder Zivilschutztag. Wie jedes Jahr ertönt dabei der bundesweite Sirenenprobealarm – und genau dieser Tag eignet sich ideal, um den eigenen Sicherheitscheck zu Hause durchzuführen. Die Überprüfung des Lebensmittelvorrates und die Kontrolle der Sicherheitsgeräte und -einrichtungen sind die Bestandteile dieses Checks.

„Im Ernstfall zählt, vorbereitet zu sein. Schon einfache Dinge wie ein funktionierendes Radio, ausreichende Vorräte oder ein gemeinsam besprochener Notfallplan können einen großen Unterschied machen. Der Zivilschutztag erinnert uns daran, diese Vorsorge regelmäßig zu überprüfen und Sicherheit zu einem Teil des Familienalltags zu machen“, so Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Vorsorge gehört einfach zum Leben dazu: Unter dem Motto „Familienmission Zivilschutztag" ruft der OÖ Zivilschutz heuer erstmalig Familien dazu auf, diesen Termin gemeinsam zu nutzen. „Zivilschutz beginnt bereits bei den Kleinen. Die Kenntnis der Notrufnummern, der Sirenensignale, das richtige Verhalten in Notsituationen – man kann nicht früh genug damit anfangen. Sicherheit ist generationenübergreifend“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Bgm. Michael Hammer.

Vorsorge als gemeinsames Erlebnis statt Pflicht
Ein Familien-Notfallplan muss keine trockene Pflichtübung sein. Wenn Eltern und Kinder gemeinsam durchgehen, was im Ernstfall zu tun ist, wird daraus ein echtes Familien-Erlebnis: Zeit miteinander verbringen, den Kindern spielerisch etwas beibringen, gemeinsam Verantwortung übernehmen. Vorsorge wird so zum Bonding-Moment statt zur lästigen Checkliste.

Konkret lässt sich einiges davon kindgerecht gestalten:

  • Notrufnummern lernen: Ein kleines Notruf-Quiz spielen – wer weiß, wann man 122, 133, 144 oder 112 wählt?
  • Sirenensignale erkennen: Die drei Signaltöne (Warnung, Alarm, Entwarnung) gemeinsam anhören und als Rate-Spiel üben.
  • Erste Hilfe spielerisch üben: Einen Verband am Teddybären anlegen oder die stabile Seitenlage gemeinsam nachstellen.
  • Notfallrucksack packen: Die Kinder dürfen mitentscheiden, was hinein muss – daraus wird ein kleiner Packwettbewerb.
  • Fluchtplan der Wohnung zeichnen: Gemeinsam einen Grundriss malen und Fluchtwege sowie den Treffpunkt einzeichnen.
  • Stromausfall-Probe: Kurz das Licht ausschalten und mit Taschenlampe zeigen, wo Notfallradio und Notbeleuchtung liegen.
  • Vorräte zählen und sortieren: Kinder helfen beim Blick auf Ablaufdaten und sortieren den Vorratsschrank.
  • Familientreffpunkt festlegen: Gemeinsam überlegen und auf einem Stadtplan markieren, wo man sich im Ernstfall trifft.

„So wird aus dem Sicherheitscheck ein kleines Familienabenteuer“, betont Hammer die Bedeutsamkeit der „Familienmission Zivilschutztag“. 

Wer den Zivilschutztag nutzt, um gemeinsam mit der Familie die Checkliste durchzugehen, ist im Ernstfall besser gerüstet – und hat nebenbei einen wertvollen gemeinsamen Moment geschaffen. „Natürlich wollen wir aber alle Oberösterreicher an den Sicherheitscheck zum Zivilschutztag erinnern. Vorsorge beruhigt und mit dem einfachen Check verstärke ich das Gefühl noch einmal!“

Die Checkliste zum Zivilschutztag
Am Tag des Probealarms lohnt sich ein Rundgang durch die Wohnung, den Keller und die Garage – am besten mit der ganzen Familie:

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat (Menge, Ablaufdatum)
  • Feuerlöscher (Überprüfungstermin)
  • Rauchmelder und Kohlenmonoxid-Warner (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notfallradio und Notbeleuchtung (Funktionstest)
  • Elektro-FI-Schutzschalter im Sicherungskasten (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notkochstelle (Funktionstest)
  • Hausapotheke und Kaliumjodidtabletten (Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Evakuierungsrucksack mit Dokumentenmappe (Vollständigkeit)
  • Auto: Verbandszeug, Feuerlöscher, Warndreieck, Warnweste, Lifehammer (Zustand, Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Familien-Notfallplan (gemeinsam mit allen Angehörigen besprechen)

Die Überprüfung des Familien-Notfallplans ist besonders wichtig: In Notfallsituationen ist es ein Grundbedürfnis, zu wissen, ob die Liebsten unversehrt und in Sicherheit sind. Der Zivilschutz-Familien-Notfallplan ist ein hilfreicher Ratgeber für den krisenfesten Haushalt und bringt die Bürger dazu, die eigenen vier Wände genauer zu betrachten und sicherer zu machen. „Ein weiterer Schwerpunkt der Broschüre liegt auf dem Thema Evakuierung – zum Beispiel was in keinem Evakuierungsrucksack fehlen darf – mit Tipps je nach Altersgruppe. Auch auf die Thematik ‚Vorsorge für Haustiere‘ wird in der Broschüre eingegangen“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer. Die Broschüre kann kostenlos beim OÖ Zivilschutz unter 0732 65 24 36 oder unter zivilschutz-shop.at bestellt werden. Sie bietet zum einen Checklisten, in denen beispielsweise Erreichbarkeiten und Notfallsammelpunkte außerhalb des Hauses oder mögliche Gefahrenbereiche eingetragen werden können. Auch Zuständigkeiten der einzelnen Familienmitglieder für verschiedene Katastrophenszenarien werden im Notfallplan festgehalten.

Der Probealarm als Erinnerung – nicht als Grund zur Sorge
Der Sirenenprobealarm dient vor allem der Bewusstseinsbildung bei den Bürgern. Es gibt drei verschiedene Zivilschutz-Sirenensignale, einfach zusammengefasst haben alle drei einen gemeinsamen wichtigen Inhalt: Höre ich ein solches Signal, heißt das, ich muss das Radio einschalten. Die Behörden informieren dann via Radio über das Geschehen und die notwendigen Verhaltensmaßnahmen. 

Natürlich appelliert der Zivilschutz an die Bürger auch, sich noch einmal mit der Art und Dauer der einzelnen Signale auseinanderzusetzen, denn dies gehört zur Eigenverantwortung und zum Selbstschutz.

Der Zivilschutz-Probealarm:

  1. Sirenenprobe für 15 Sekunden
  2. Warnung: 3 Minuten gleichbleibender Dauerton
    Ein gleichbleibender Dauerton in der Länge von 3 Minuten bedeutet "Warnung". Dieses Signal wird ausgelöst, wenn die Bevölkerung vor herannahenden Gefahren gewarnt wird. Radio einschalten und Verhaltensmaßnahmen beachten.
  3. Alarm: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton
    Ein auf- und abschwellender Heulton von 1 Minute bedeutet "Alarm". Die Gefahr steht unmittelbar bevor. Radio einschalten und Verhaltensmaßnahmen beachten.
  4. Entwarnung: 1 Minute Dauerton
    Ein gleichbleibender Dauerton von 1 Minute (nur nach vorausgegangenem Alarmsignal) bedeutet "Entwarnung", das heißt Ende der Gefahr. Dennoch müssen weiterhin die Durchsagen im Radio beachtet werden, da es vorübergehend bestimmte Einschränkungen geben kann.

Wie schon im Vorjahr, wird dieser Probealarm mit AT-Alert-Warnmeldungen auch auf alle empfangsbereiten Handys gesendet.

Eine wertvolle Ergänzung zur Warnung und Alarmierung ist das Zivilschutz-SMS als direkter Kommunikationskanal der Gemeinde/des Bürgermeisters, um die Bevölkerung zu informieren. Mit dem Zivilschutz-SMS erhalten die Bürger wichtige Benachrichtigungen im Katastrophenfall. Hilfreiche, regionale Informationen und Verhaltensanweisungen werden dabei von der Gemeinde versendet. Die Nachrichten lassen sich zudem unkompliziert an Angehörige und Freunde weiterleiten. Die kostenlose Anmeldung für den Bürger ist unter www.zivilschutz-ooe.at möglich.

Rückfragen & Kontakt

Thomas Pürstinger
Presse LRin Langer-Weninger
Telefon: +43 732 77 20-111 19, +43 664 600 72-111 19
E-mail: [email protected]

MEDIACONTACT-MAILING UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

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