- 18.09.2026, 10:29:07
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LR Kaineder: Aktueller Bericht der Taskforce Trockenheit – Lage bleibt angespannt – Grundwasserstände weiterhin niedrig

LR Kaineder: Aktueller Bericht der Taskforce Trockenheit – Lage bleibt angespannt – Grundwasserstände weiterhin niedrig
Die Regenfälle der vergangenen Tage haben Oberösterreichs Bächen, Flüssen und Seen eine kurze Verschnaufpause gebracht. Die eigentliche Trockenheit ist damit aber nicht vorbei: Von Jänner bis August fielen in Oberösterreich nur rund 62 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge, die Grundwasserstände bleiben fast flächendeckend niedrig. Der aktuelle Bericht der Taskforce Trockenheit stuft das Jahr 2026 aufgrund der langen Trockenphase und der hohen Temperaturen sogar kritischer ein als die Trockenjahre 2003, 2015, 2018 und 2025.
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Der Regen der letzten Tage ist wichtig und tut unseren Böden, Bächen und Wäldern gut. Aber ein paar nasse Tage holen kein monatelanges Niederschlagsdefizit auf. An der Oberfläche sehen wir ein kurzes Aufatmen, jedoch im Grundwasser ist die Lage noch angespannt.“
Wie außergewöhnlich das Jahr 2026 ist, zeigen die Zahlen deutlich: Im Juli fielen lediglich 41 statt durchschnittlich 129 Liter pro Quadratmeter, also nur 32 Prozent des üblichen Niederschlags. Im August waren es 78 statt 120 Liter. Der Februar war bislang der letzte Monat, der mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt brachte. Gleichzeitig lag der August um 3,4 Grad Celsius über dem langjährigen Temperaturmittel. Das brachte Hitze, die zusätzlich Wasser aus Böden und Gewässern verdunsten ließ.
Besonders angespannt bleibt die Situation unter der Erde. Der Septemberregen ist in den tieferen Bodenschichten bislang kaum angekommen. Knapp 95 Prozent der Grundwasserstände sind weiterhin niedrig.
Auch Oberösterreichs Seen zeigen die Folgen des trockenen Jahres deutlich und steigen nur um wenige Zentimeter an. Am Attersee wurde zuletzt mit rund 81 Zentimetern ein neuer Tiefststand der bisherigen Beobachtungsreihe erreicht und steht derzeit bei 86cm. Auch Wolfgangsee, Mondsee und Irrsee liegen deutlich unter ihren langjährigen Niederwasserständen. Hallstättersee und Traunsee stehen besser da, denn hier wirkt immer noch die Schmelze aus dem vergletscherten Einzugsgebiet stabilisierend.
Eine flächendeckende Trinkwasserknappheit gibt es in Oberösterreich derzeit nicht. Probleme treten vor allem dort auf, wo kleine Wasserversorger oder einzelne Haushalte von Quellen und seichten Brunnen abhängig sind, deren Schüttung oder Brunnenwasserstand stark zurückgegangen ist. In diesen Fällen konnten bislang Lösungen über zusätzliche Quellen, Brunnen oder den Anschluss an eine Gemeindeversorgung gefunden werdenbzw. laufen Planungen und Umsetzungen dazu.
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Werner Dedl
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