• 14.09.2026, 15:43:05
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LH Stelzer/LR Achleitner: Landes-Forschungs-Call für Industrial AI und 300 zusätzliche KI-Kurse für die Bevölkerung

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LH Stelzer/LR Achleitner: OÖ macht bei KI den nächsten Schritt
Landes-Forschungs-Call für Industrial AI und 300 zusätzliche KI-Kurse für die Bevölkerung

Oberösterreich setzt seine KI-Exzellenzstrategie „WunderKInd OÖ“ konsequent um: In ihrer heutigen Sitzung hat die Oö. Landesregierung die entsprechenden Beschlüsse für den Landes-Forschungs-Call „Industrial AI Upper Austria“ sowie für rund 300 zusätzliche KI-Kurse für die Bevölkerung gefasst. Für den Call werden vom Land OÖ rund vier Millionen Euro bereitgestellt, für die zusätzlichen KI-Kurse 168.000 Euro. Erst diese Woche wurde zudem bekannt gegeben, dass Plug and Play am JKU-Campus sein erstes „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ innerhalb der Europäischen Union aufbaut.

„Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft, Arbeit und unseren Alltag grundlegend verändern. Für Oberösterreich ist daher entscheidend, dass wir nicht zuschauen, sondern vorne dabei sind. Wir investieren dort, wo KI einen konkreten Nutzen bringt: in unseren Betrieben, für unseren Standort und für die Menschen in unserem Land“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Landes-Call „Industrial AI Upper Austria“
Mit „Industrial AI Upper Austria“ sollen kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte angestoßen werden, die konkrete Herausforderungen der Industrie mit Künstlicher Intelligenz lösen. Die Ausschreibung konzentriert sich auf drei Bereiche: KI-gestützte Maschinen, KI-gestützte Produktions- und Fertigungsprozesse sowie KI-Anwendungen in Wertschöpfungsnetzwerken und unterstützenden Unternehmensprozessen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem höhere Produktivität, Energie- und Ressourceneffizienz, Anlagenverfügbarkeit sowie stabile und nachhaltige Produktionsprozesse.

„Als Industriebundesland Nummer eins wollen wir Forschungsergebnisse rasch in die Anwendung bringen. KI kann dabei helfen, Prozesse effizienter zu machen, Ressourcen zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken. Genau dort setzen wir mit ‚Industrial AI Upper Austria‘ an“, so Stelzer.

„Mit ‚Industrial AI Upper Austria‘ stoßen wir konkrete Projekte an, damit unsere Unternehmen die Chancen der Künstlichen Intelligenz schneller nutzen können. Unser Ziel ist, Innovationen rasch aus der Forschung in die betriebliche Praxis zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Oberösterreich weiter zu stärken. Darüber hinaus treibt Oberösterreich den Ausbau der digitalen Infrastruktur weiter voran, vom Breitbandausbau bis zu leistungsfähige Rechen- und Speicherkapazitäten vor Ort, die eine wichtige Grundlage sowohl für die KI-Forschung als auch für die konkrete Anwendung bilden“, unterstreicht Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.

Voraussetzung für die Einreichung ist ein Konsortium aus mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung mit Forschungs- und Wertschöpfungsschwerpunkt in Oberösterreich. Einreichungen sind über den FFG eCall von 16. September bis 10. Dezember 2026, 12 Uhr, möglich.

300 zusätzliche KI-Kurse in ganz Oberösterreich
Gleichzeitig bringt das Land KI-Wissen stärker in die Bevölkerung. Gemeinsam mit der OeAD-GmbH beteiligt sich Oberösterreich am bundesweiten Programm „Digital Überall“. Mit 168.000 Euro sichert sich das Land rund 300 zusätzliche KI-Kurse für Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen. Ziel ist ein niederschwelliger und praxisnaher Zugang zu Künstlicher Intelligenz.

„KI darf kein Thema für einige wenige Experten bleiben. Wir wollen die Chancen dieser Technologie in unsere Betriebe und gleichzeitig das Wissen darüber zu den Menschen bringen. Wer KI versteht, kann sie auch besser für sich nutzen“, so Stelzer.

FACTBOX: „Industrial AI Upper Austria“
Drei Schwerpunkte des Landes-Forschungs-Calls, der über die FFG abgewickelt wird:

1. KI-gestützte Maschinen

  • Intelligente Zustandsüberwachung und Echtzeitanalyse
  • Predictive Maintenance
  • Automatische Anpassung von Maschinenparametern
  • Kollaborative Mensch-Maschine-Systeme
  • Embodied AI – direkt in Maschinen integrierte KI-Systeme

2. KI-gestützte Produktions- und Fertigungsprozesse

  • Fehlererkennung und Qualitätskontrolle
  • Digitale Zwillinge zur Simulation und Prognose von Produktionssystemen
  • Optimierung von Materialflüssen und Ressourcen
  • Industrial Foundation Models
  • Agentic AI für eigenständige Entscheidungen in Prozessen

3. KI-gestützte Netzwerke und Unternehmensprozesse

  • Supply Chain Management
  • Produktentwicklung und generatives Design
  • Software Engineering
  • Compliance-, Risiko- und Dokumentationsmanagement

Wichtige Querschnittsthemen:
Die entwickelten KI-Systeme sollen sicher und regelkonform, vertrauenswürdig und menschenzentriert sowie energieeffizient und nachhaltig sein. Zudem ist eine konsistente und interoperable Datenbasis zu berücksichtigen.

Wer kann einreichen?
Konsortien aus mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung mit Forschungs- und Wertschöpfungsschwerpunkt in Oberösterreich.

Einreichzeitraum: 16. September bis 10. Dezember 2026, 12 Uhr, via FFG eCall.

Rückfragen & Kontakt

Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
Telefon: +43 732 77 20-151 03, +43 664 600 72-151 03
E-mail: [email protected]

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