• 20.08.2026, 11:48:09
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LR Achleitner: Land OÖ unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs der FH OÖ mit Dissertationsprogramm

LR Achleitner: Land OÖ unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs der FH OÖ mit Dissertationsprogramm

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner: „1,2 Mio. Euro Fördermittel des Landes OÖ für zukunftsweisende Dissertationsvorhaben von Jungforscherinnen und Jungforscher der Fachhochschule OÖ“

Im Rahmen des Dissertationsprogramms der Fachhochschule OÖ wird zehn Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschaftern ermöglicht, ihre anwendungsorientierten Dissertationsvorhaben zu realisieren. „Das Dissertationsprogramm bietet unseren besten Jungforscherinnen und Jungforschern die Möglichkeit, ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu vertiefen und eine weitere Stufe ihrer wissenschaftlichen Karriere abzuschließen. Besonders erfreulich ist die im Vergleich zu den Vorjahren sehr viel höhere Bewertung der eingereichten Projekte durch die externen Gutachterinnen und Gutachter“, hebt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner hervor. Finanziert werden die Stipendien durch das Land Oberösterreich mit einer Gesamtfördersumme von knapp 1,2 Mio. Euro, die Abwicklung erfolgt über die Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

„Die FH Oberösterreich strebt mit der für Jänner 2027 geplanten Umbenennung als UAP - University of Applied Sciences den zukünftigen internationalen Markenauftritt an. Dies wird die internationale Sichtbarkeit steigern und die Gewinnung internationaler Studierender, Lehrender und Forschender weiter erleichtern“, betont Landesrat Achleitner.

Mit dem Dissertationsprogramm unterstützt das Land Oberösterreich exzellente Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher, ihre Dissertationsvorhaben an der FH OÖ umzusetzen. Insgesamt konnten sich 10 Personen im Bewerbungsprozess behaupten. Sie werden für die Dauer ihrer zwei- bis dreijährigen Dissertationsprojekte an der FH OÖ mit einer Anstellung zwischen 10 und 20 Wochenstunden gefördert. Neben der Betreuung durch Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der FH OÖ wird das Vorhaben in Kooperation mit verschiedenen Universitäten durchgeführt, an denen am Ende auch die Promotion erfolgen wird. 

Zukunftsträchtige Forschungs- und Entwicklungsthemen
Im Rahmen ihrer Projekte forschen und entwickeln die Dissertantinnen und Dissertanten in den Forschungsbereichen der fachhochschuleigenen Center of Excellence Energie und Wasserstoff, IKT und Künstliche Intelligenz, Logistik und Supply Chain Management, Moderne Werkstoffe, Lebensmitteltechnologie und Medizintechnik.

Hochschulpräsident FH-Prof. Michael Rabl sieht vor allem die Stärke der FH Oberösterreich in der Angewandten Forschung & Entwicklung als ideale Voraussetzung für die Abwicklung der Doktorate. „Die 10 Doktorandinnen und Doktoranden kommen aus allen Fakultäten. Basis ist die qualitätsvolle Angewandte Forschung, die wir mit Unternehmen und Institutionen betreiben. Forschungsstärke und Nachwuchsförderung gehen Hand in Hand“, unterstreicht Rabl die wissenschaftliche Exzellenz der FH OÖ. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist die enge Verbindung von Studium, Forschung und Wissenstransfer. Diese wechselseitige Verstärkung macht die FH Oberösterreich zu einem einzigartigen Ort für wissenschaftliche Karrierewege und innovative Forschung mit unmittelbarer Praxisrelevanz“, so Rabl.

„Mit der Ansiedelung der Dissertationsprojekte in den strategisch relevanten Center of Excellence erfüllen die zukunftsweisenden, wissenschaftlichen Vorhaben die Ziele der ‚Vision und Strategie 2030‘ der Fachhochschule Oberösterreich“, betont FH-Prof. PD DI Dr. Johann Kastner, Vizepräsident für Forschung der FH Oberösterreich.

Geforscht wird auf dem Gebiet der Energie bezüglich der effizienteren Nutzung von Wasserstoff und der besseren Lastverteilung in elektrischen Netzen. Ein Projekt beschäftigt sich mit einem modernen Herstellungsverfahren von Verbundwerkstoffen für Energieanwendungen. Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) wurden mehrere Projekte genehmigt, die sich mit der praktischen Umsetzbarkeit von KI-Verfahren für Probleme aus der Produktion, der 3D-Visualisierung und E-Learning beschäftigen. Auch wirtschaftswissenschaftliche Projekte, die sich mit intelligenter Datenanalyse zur finanziellen Bewertung von kleineren und mittleren Firmen (KMUs) und Supply Chain-Netzwerken beschäftigen werden gefördert. Zwei Dissertationsprojekte beschäftigen sich mit schädlichen Substanzen in fermentierten Lebensmitteln und mit einem speziellen Verfahren, um pharmazeutische Wirkstoffe besser wirksam zu machen.

Neben dem angestrebten Hochschulabschluss und der wissenschaftlichen Karriere stehen die Nützlichkeit und der Mehrwert für Wirtschaft, Gesellschaft und Region im Mittelpunkt der nachwuchswissenschaftlichen, anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Arbeitstitel der geförderten Dissertationsprojekte

  • Multiskalige CFD-Modellierung und experimentelle Validierung der Methanolsynthese in Festbettreaktoren

  • Dynamische thermische Belastbarkeit und stochastische, auf dem optimalen Lastfluss basierende Aufnahmekapazität für österreichische Mittelspannungs-Verteilnetzbetreiber

  • Thermoplastische Schmelzimprägnierung von Faserhalbzeugen für druckbelasteten Verbundwerkstoffe in Energieanwendungen

  • Adaptive, subtile Guidance-Cues zur Stabilisierung räumlicher Orientierung in virtuellen 3D-Umgebungen

  • Modulare, interpretierbare neurosymbolische Engines für Schlussfolgerungen und visuelle Analyse

  • Von Bewertungen zu strukturiertem Feedback: Effizientes Präferenzlernen in latenten Entwurfsräumen

  • Insolvenzprognose nicht-börsennotierter österreichischer KMU: Identifikation prognoserelevanter Variablen

  • Integration von maschinellem Lernen und mathematischer Optimierung in Business Analytics: Theorien und Anwendungen im Supply Chain Management

  • Modulation von Virulenzmechanismen lebensmittelrelevanter Pathogene durch fermentierte Pflanzenextrakte

  • Dynamik der Membranfusion einzelner extrazellulärer Vesikel

Die FH Oberösterreich ist die führende Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit einer klaren Verbindung von exzellenter Lehre, praxisnaher Ausbildung und anwendungsorientierter Forschung. Voraussetzungen dafür sind neben der engen Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, die hohe Forschungskompetenz sowie die zunehmende internationale Ausrichtung. Die Förderung von Dissertationsprojekten leistet einen wesentlichen Beitrag, um wissenschaftliche Talente langfristig für den Forschungs- und Innovationsstandort Oberösterreich zu gewinnen und auszubilden. 

Rückfragen & Kontakt

Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
Telefon: +43 732 77 20-151 03, +43 664 600 72-151 03
E-mail: [email protected]

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