- 19.08.2026, 12:40:47
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LR Achleitner: Aktuelle ÖROK-Zahlen bestätigen Oberösterreichs nachhaltigen Weg in der Raumordnungspolitik
LR Achleitner: Aktuelle ÖROK-Zahlen bestätigen Oberösterreichs nachhaltigen Weg in der Raumordnungspolitik
Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner: „Flächeninanspruchnahme pro Einwohner in Oberösterreich von 2022 bis 2025 um 5,1 m² pro Einwohner zurückgegangen. Das ist nach Wien der zweithöchste Rückgang im Bundesländervergleich“
„Die Flächeninanspruchnahme pro Einwohner ist in Oberösterreich von 2022 bis 2025 um 5,1 m² pro Einwohner zurückgegangen. Das zeigen die aktuellen Zahlen, die das Umweltbundesamt im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz erhoben hat. Damit steht nunmehr eine verlässliche Datengrundlage zur Verfügung, die einen Bundesländer-Vergleichbarkeit ermöglicht und damit auch eine Messbarkeit der gesetzten Maßnahmen schaffen. Oberösterreich setzt einerseits auf den konsequenten Schutz des Grünlandes – im Rahmen von fünf regionalen Grünzonen werden 100.000 Hektar vor der Umwidmung in Bauland geschützt. Das ist rund zwei Drittel mehr Fläche als das gesamte derzeit in Oberösterreich gewidmete Bauland. Gleichzeitig setzen wir Maßnahmen, um bereits bestehendes Bauland zu aktivieren, damit nicht auf neue Flächen zugegriffen werden muss. In der Dorf- und Stadtentwicklung geht der Weg in Richtung Innenentwicklung. Dabei werden die Gemeinden durch unterschiedlichste Maßnahmen des Landes OÖ unterstützt. Als Wirtschafts- und Industrieland ist es gerade in Oberösterreich entscheidend, den Unternehmen Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Dazu haben wir ein Brachflächenmonitoring etabliert, das gezielt Leerstände erhebt, die über der oö. Standortagentur Business Upper Austria vermittelt werden“, betont Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner. Dass unsere nachhaltige Raumordnungspolitik mit dem Grundsatz ‚Boden schützen & Zukunft ermöglichen‘ wirkt, belegt ganz eindeutig das aktuelle Monitoring des Umweltbundesamtes im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz. Die heute veröffentlichten Aussagen des WWF zur Raumordnungspolitik in Oberösterreich sind daher für uns nicht nachvollziehbar“, stellt Landesrat Achleitner klar.
Der Debatte um die Flächeninanspruchnahme in Österreich war in der Vergangenheit fachlich und politisch auch mit einer Kritik an den vorliegenden Datengrundlagen verbunden. Daher wurde – als eines der zentralen Ergebnisse der Bodenstrategie für Österreich – ein neues Datenmodell von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden gemeinsam entwickelt und fachlich abgestimmt. Das laufende gesamtstaatliche Monitoring durch das Umweltbundesamt im Rahmen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) bildet die bestehende Flächeninanspruchnahme und auch deren Entwicklung in einer bisher nicht verfügbaren Genauigkeit ab. Aufgrund der vielfältigen Datengrundlagen und deren Aktualisierungsintervallen werden Auswertungen in einem dreijährigen Zyklus durchgeführt. Zahlen und detaillierte Aussagen liegen nun erstmals für den Monitoringzyklus 2022-2025 vor. Dies bildet den bestmöglichen Erfassungszustand mit Ende 2025 für Österreich ab.
Flächeninanspruchnahme pro Einwohner in OÖ rückläufig
„Das aktuelle Flächenmonitoring des Umweltbundesamtes im Auftrag der ÖROK zeigt, dass die Flächeninanspruchnahme pro Einwohner in Oberösterreich von 2022 bis 2025 um 5,1 m² pro Einwohner zurückgegangen. Das ist nach Wien mit -5,7 m2 der zweithöchste Rückgang im Bundesländervergleich“, hebt Landesrat Achleitner hervor.
>> siehe Grafik 1
Baulandreserven in Oberösterreich erfolgreich mobilisiert
„Das beste Bauland ist jenes, das nicht neu gewidmet werden muss, sondern in Nutzung gebracht werden kann. Umso erfreulicher, dass laut aktuellem Monitoring des Umweltbundesamtes Oberösterreich nach Niederösterreich den zweitstärksten Rückgang bei Baulandreserven verzeichnen konnte Seit 2022 konnten 550 ha an Baulandreserven in Nutzung gebracht werden, das entspricht einer Fläche von rund 770 Fußballfeldern, die somit nicht neu gewidmet werden mussten. Das ist auch ein Beleg dafür, dass unsere Maßnahmen zur Baulandmobilisierung, die wir mit der OÖ. Raumordnungsnovelle 2021 gesetzt haben, greifen“, so Landesrat Achleitner.
>> siehe Grafik 2
OÖ weist weiterhin die drittniedrigste Flächeninanspruchnahme aller Bundesländer im Dauersiedlungsraum auf
„Mit 15,71 % Anteil am Dauersiedlungsraum weist Oberösterreich auch 2025 die drittniedrigste Flächeninanspruchnahme im Dauersiedlungsraum im Bundesländervergleich auf, ebenso wie bereits 2022. Damit liegt Oberösterreich auch klar unter dem Österreich-Schnitt von 17,44 %. Gegenüber 2022 mit einem Anteil von 15,49 % bedeutet dies eine leichte Zunahme. Doch Oberösterreich weist nicht nur das zweithöchste Bevölkerungswachstum aller Bundesländer auf, sondern ist zugleich auch das Wirtschafts- und Industriebundesland Nr. 1 der Republik. Daher brauchen bei uns die Menschen Platz zum Wohnen und die Betriebe Raum für Ansiedlungen und Erweiterungen, damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung entstehen bzw, gesichert werden können“, stellt Landesrat Achleitner fest.
>> siehe Grafik 3
Österreich bei Versiegelung im europäischen Mittelfeld
„Ein weiterer negativer Fixpunkt der Polemisierung rund um die Flächeninanspruchnahme und den Bodenschutz ist auch die immer wiederkehrende Behauptung, Österreich sei ‚Europameister‘ bei der Bodenversiegelung. Auch dies wird vom aktuellen ÖROK-Monitoring ganz klar als Falschbehauptung widerlegt: Denn sowohl beim Anteil der Versiegelung an der Landesfläche (Österreich: 3,11 Prozent) als auch bei der Versiegelung pro Kopf liegt Österreich im europäischen Mittelfeld“, erklärt Landesrat Achleitner.
>> siehe Grafik 4
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Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
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