• 19.08.2026, 09:00:40
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LH-Stv.in Haberlander: Suchtprävention am Smartphone

LH-Stv.in Haberlander: Suchtprävention am Smartphone

„ready4life“-App bietet wertvolle Unterstützung zur Stressbewältigung für Jugendliche in Oberösterreich

2024/25 nutzten über 3700 Jugendliche in Oberösterreich das digitale Coaching-Programm „ready4life“, das in Oberösterreich seit 2019 erfolgreich vom Institut Suchtprävention von pro mente OÖ eingesetzt wird. Die App unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene in der Bewältigung von Stresssituationen und gibt wertvolle gesundheitsförderliche Infos und Tipps zur Suchtvorbeugung. Bestätigt wird dieser Ansatz durch aktuelle Zahlen aus der ready4life-App. Demnach leiden mehr als zwei Drittel der User an Stress und rund ein Viertel greift täglich zu Nikotinprodukten.

Gesundheitsförderung und Suchtprävention sind vor allem in jungen Jahren besonders wirksam. Deshalb bietet das Institut Suchtprävention von pro mente OÖ im Rahmen mehrerer Maßnahmen mit „ready4life“ auch ein app-basiertes Coaching-Programm an, dass sich direkt an Jugendliche in Oberösterreich wendet. Ziele sind:

  • Förderung von Stress- und Sozialkompetenzen

  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber riskantem Substanzkonsum und problematischer Internet- und Smartphone-Nutzung

  • Förderung eines gesunden Körperselbstbilds und Motivation zu mehr Bewegung

Die App wird seit 2019 erfolgreich in Oberösterreich eingesetzt und funktioniert wie folgt: Zunächst nehmen die Jugendlichen – meist zwischen 14 und 19 Jahren alt - an einem Workshop teil, der in der Schule oder im Lehrbetrieb durchgeführt wird. Anschließend erhalten sie ein digitales Coaching via App, bei dem sie von einem virtuellen Coach unterstützt werden. Innerhalb der App erhalten sie Informationen zu verschiedenen Themenbereichen und werden dazu angehalten, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Dies erfolgt mittels einer Online-Eingangsbefragung, bei der die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein erstes individualisiertes Kompetenzprofil erhalten, das auf ihren Angaben zu den Gesundheits- und Lebenskompetenzen basiert. Mittels der Ampelfarben grün, gelb und rot wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern signalisiert, in welchen Bereichen bereits ein hohes Kompetenzniveau gegeben ist (grün) und in welchen Bereichen noch Verbesserungspotenzial (gelb oder rot) besteht.

Die aktuellen Auswertungen für das Schuljahr 2024/25 bestätigen diesen Ansatz. Denn laut den Eingangsbefragungen leiden mehr als zwei Drittel der Jugendlichen an Stress, rund ein Viertel greift täglich zu Nikotinprodukten und auch beim Thema regelmäßige Bewegung besteht zum Teil hohes Verbesserungspotential.

Die wichtigsten Ergebnisse aus der aktuellen Auswertung - Schuljahr 2024/25:

  • Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen leiden laut eigenen Angaben an Stress. 35,5 Prozent sogar stark oder sehr stark. Die größten Belastungen werden vor allem in den Bereichen Schule und Lehre (Prüfungen, Zeitdruck, Angst nicht gut genug zu sein ...) genannt.

  • 69,5 % der Befragten sind beim Thema regelmäßige Bewegung im gelben (47%) bzw. roten (22,5%) Bereich!

  • Rund ein Viertel (24,6%) der Befragten gab an innerhalb der letzten 30 Tage täglich mindestens ein Nikotinprodukt (Zigarette, E-Zigarette, Nikotinbeutel ...) konsumiert zu haben. Weitere 16,9 % gaben an, zumindest gelegentlich ein Nikotinprodukt im letzten Monat konsumiert zu haben. Die meisten (19,6 %) gaben an, E-Zigaretten bzw. Vapes (Einweg-E-Zigaretten) zu konsumieren.

  • Etwa ein Drittel weist beim Alkoholkonsum ein erhöhtes Risiko (rote Ampel) aus.

  • 8,8 % gaben an, im letzten Monat zumindest einmal Cannabis probiert zu haben.

  • Rund ein Drittel der befragten Jugendlichen erhielt im Bereich Social Media und Gaming bei der Online-Eingangsbefragung eine gelbe (20,4%) oder eine rote (14 %) Ampel als Feedback. 

  • In Sachen Sozialkompetenz weist ebenfalls rund ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch Verbesserungspotenzial auf.

Im Zuge des Chats mit dem virtuellen Coach erhalten Jugendliche und junge Erwachsene hilfreiche Informationen, beantworten Quizfragen oder nehmen an Wettbewerben teil. Dadurch wird interaktiv die Auseinandersetzung mit den Programminhalten gefördert. Dieser spielerische Wettbewerb bietet somit Anreiz zur aktiven Programmteilnahme. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln Punkte, die die Chancen auf attraktive Gewinne, die nach Programmende verlost werden, erhöhen.

Zusätzlich können Raucherinnen und Raucher bzw. Nikotinkonsumierende sowie Cannabiskonsumenten freiwillig an einem EXTRA-Coaching teilnehmen, das sie dabei unterstützt, ihren Konsum zu reduzieren oder damit aufzuhören. Zusätzlich bietet ready4life auch ein Coaching zum risikoarmen Trinken, das jugendgerechte Safer Use-Regeln beinhaltet.

Ein in der App integriertes Alkoholtagebuch, ein Medientagebuch, ein Aktivitätentracker sowie ein Bewegungstagebuch bieten zudem die Möglichkeit zur Reflexion des eigenen Verhaltens und einer intensiveren Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Themen.

Weiterentwicklung ready4life 2026/27
Im Schuljahr 2025/26 nutzen aktuell 3445 Jugendliche über Schulen, Berufsschulen, Betriebe sowie Workshops des Instituts Suchtprävention das Coachin-Programm. 

Das Programm ready4life wird laufend weiterentwickelt, um Jugendliche noch besser in ihrem Alltag zu begleiten. Die Neuerungen orientieren sich an der digitalen Lebenswelt der Zielgruppe und setzen verstärkt auf Personalisierung, Selbstreflexion und Motivation. Im Zentrum stehen neue Befindlichkeits-Check-ins (EMA) und darauf aufbauende KI-gestützte Wochenrückmeldungen. Der Nutzen für die Jugendlichen liegt dabei einerseits in der zusätzlichen Stärkung der Selbstwahrnehmung sowie in der Unterstützung bei der Verhaltensreflexion.

Weiterführende Infos: www.ready4life.at 

ZITATE:

Dr. Rainer Schmidbauer, Leiter Institut Suchtprävention von pro mente OÖ: „Das Coaching-Programm ready4life ist ein qualitätsgesichertes kostenloses Angebot zur Gesundheitsförderung, mit dem sich Jugendliche online – über die App – und offline – über den Eingangsworkshop – längerfristig mit für sie relevanten Gesundheitsthemen auseinandersetzen können. Sie erhalten dabei eine objektive Einschätzung ihrer persönlichen Kompetenzen bzw. Verhaltensweisen, aber auch Hinweise, in welchen Bereichen eine tiefergehende Auseinandersetzung sinnvoll ist.“

Landeshauptmann-Stellvertreterin Gesundheitslandesrätin Mag.a Christine Haberlander: „Suchtprävention beginnt nicht erst dann, wenn ein Problem bereits existiert. Gerade bei Jugendlichen geht es darum, frühzeitig anzusetzen, ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und ihnen konkrete und geeignete Hilfsmittel für den Umgang mit Stress und Belastungen mitzugeben. Mit ‚ready4life‘ erreichen wir junge Menschen dort, wo sie ihren Alltag verbringen – auch digital. Das ist zeitgemäße Prävention, die Wissen vermittelt, zur Selbstreflexion anregt und Jugendliche dabei unterstützt, eigenverantwortlich gute Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.“

Rückfragen & Kontakt

Christian Baumberger
Presse LH-Stv. in Haberlander
Telefon: +43 732 77 20-171 15, +43 664 600 72-171 15
E-mail: [email protected]

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