• 18.08.2026, 10:07:04
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Offener Brief der Rondo Ganahl AG an S.O.S. Walgau: Für einen fairen und faktenbasierten Dialog

M E D I E N I N F O R M A T I O N

Sehr geehrte Medienvertreter:innen,

wir übermitteln Ihnen den Offenen Brief der Rondo Ganahl AG mit der Bitte um Veröffentlichung.

Offener Brief der Rondo Ganahl AG

Für einen fairen und faktenbasierten Dialog

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder des Vereins S.O.S. Walgau,
sehr geehrte Obfrau Theresa Grabher, MSc BA, 

das geplante Kraftwerk im Rahmen der Initiative „Energieautonomie Frastanz“ wird seit vielen Monaten intensiv diskutiert. Dieses Interesse begrüßen wir ausdrücklich. Kritik an unserem Projekt ist legitim und gehört zu einem offenen demokratischen Diskurs. Voraussetzung für eine konstruktive Auseinandersetzung ist jedoch, dass sie auf nachvollziehbaren Fakten und nicht auf Fehlinformationen oder emotionalisierenden Darstellungen basiert.

Mit Sorge beobachten wir, dass vom Verein S.O.S. Walgau immer wieder Begriffe und Bilder verwendet werden, die Ängste schüren und das Projekt bewusst in ein bestimmtes Eck rücken. Die martialische Sprache und die plakativen und überzogenen KI-Darstellungen erinnern an Propaganda, ersetzen jedoch keine sachliche Auseinandersetzung. Wer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung übernimmt, sollte informieren statt polarisieren.

Wir haben uns bewusst für das umfangreichste Genehmigungsverfahren entschieden – eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Dabei wurden die Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt von unabhängigen Fachgutachterinnen und Fachgutachtern umfassend untersucht. Zusätzlich werden sämtliche Fachgutachten von den zuständigen Amtssachverständigen geprüft und bewertet. Dieses Verfahren ist gerade dafür geschaffen worden, Risiken objektiv zu beurteilen und höchste Umweltstandards sicherzustellen.

Wer die Ergebnisse dieser unabhängigen Prüfung vorwegnimmt oder pauschal infrage stellt, sollte sich die Frage stellen, welchem Maßstab überhaupt noch vertraut wird. Wenn weder Fachgutachten noch die Prüfung durch Behörden akzeptiert werden, entsteht der Eindruck, dass es nicht mehr um eine sachliche Bewertung des Projekts, sondern um dessen grundsätzliche Ablehnung geht. Das erschwert einen konstruktiven Dialog erheblich.

Unser Ziel war und ist es, die Bevölkerung transparent zu informieren. Deshalb haben wir unsere Projektwebsite kontinuierlich erweitert, Fragen im FAQ-Bereich beantwortet, führen Dialogveranstaltungen durch und laden Interessierte zu Werksbesichtigungen ein. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen.

Wir haben nach Gründung Ihres Vereins mehrfach versucht das Gespräch mit Ihnen aufzunehmen, um einen ehrlichen und sachlichen Austausch zu starten. Aufgrund der gleichzeitig wiederholten Verbreitung von Fehlinformationen, der gezielten Emotionalisierung des Projekts sowie der propagandistischen Vorgehensweise sehen wir den Verein S.O.S. Walgau derzeit nicht als seriösen Gesprächspartner an. Wer Fachgutachten, behördliche Prüfungen und überprüfbare Fakten pauschal zurückweist und stattdessen mit Angstbildern und irreführenden Behauptungen arbeitet, entzieht einem ehrlichen Dialog die Grundlage und hat die Legitimation als seriöser Ansprechpartner verloren.

Unter diesen Voraussetzungen werden wir den Dialog mit Ihnen nicht führen und auch keine Unterschriften Ihrer Petition bei der angekündigten Demonstration entgegennehmen. Diese Entscheidung richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Bürgerinnen und Bürger, welche die Petition unterzeichnet haben oder sich kritisch mit dem Projekt auseinandersetzen. Im Gegenteil: Der Dialog mit der Bevölkerung ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres Projekts. Dies zeigen unsere Informationsveranstaltungen, Werksbesichtigungen, Dialogrunden, die laufend erweiterte Projektwebsite sowie zahlreiche persönliche Gespräche.

Sollten Sie Ihre Vorgehensweise ändern und künftig zu einer sachlichen, faktenbasierten und ehrlichen Auseinandersetzung bereit sein, reichen wir Ihnen selbstverständlich die Hand zum Gespräch. 

Unser Dialogangebot gilt allen, die an einem respektvollen Austausch auf Grundlage überprüfbarer Fakten interessiert sind. 

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Neuper und Benjamin Jentzsch
Projektleiter Rondo Ganahl AG / Initiative „Energieautonomie Frastanz“

 

Über die „Energieautonomie Frastanz“ 
Im Rahmen der Initiative „Energieautonomie Frastanz“ soll auf dem Betriebsgelände der Rondo
Ganahl AG ein Kraftwerk für eine zukunftsfähige Energieversorgung entstehen. Ziel ist es, damit den Bedarf an thermischer und elektrischer Energie der Papierfabrik und des Wellpappewerks zu decken und unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Darüber hinaus können weitere Betriebe sowie Haushalte mit Nahwärme in der Region versorgt werden. 

Über Rondo Ganahl 
Die Rondo Ganahl AG mit Stammsitz in Frastanz (Vorarlberg, Österreich) ist spezialisiert auf die Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren, Papier-Recycling sowie die Produktion individueller Außenverpackungen aus Wellpappe und maßgeschneiderter Innenverpackungen aus Faserguss. Die Wurzeln des modernen Industriebetriebes in Familienbesitz reichen bis ins Jahr 1797 zurück. An mehreren Standorten in Österreich sowie in Deutschland, Ungarn und Rumänien beschäftigt Rondo heute rund 1.800 Mitarbeitende. Das Unternehmen fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen und sammelt, sortiert und presst selbst Altpapier und Kartonagen als Rohstoff für die eigenen Wellpappe-Rohpapiere. So gelingt es Rondo, den Recyclingkreislauf innerhalb der Unternehmensgruppe zu schließen. 

Rückfragen & Kontakt

Medienkontakt:
clavis Kommunikationsberatung
Dieter Bitschnau
Telefon: +43 (0)699 160 20013
E-Mail: [email protected]

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