• 13.08.2026, 10:20:33
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Galerie Kronburg bei Zams lädt zur Vernissage

Zwtl.: Ausstellung „Wege“ von Christian Moschen in der Galerie Kronburg

Mit der Ausstellung „Wege“ präsentiert die Galerie Kronburg von 4. September bis 16. Oktober 2026 neue Arbeiten des Tiroler Bildhauers Christian Moschen. Mehr als 15 Skulpturen aus Stahl, Bronze und gebranntem Ton laden dazu ein, den Begriff des Weges nicht nur als räumliche Verbindung, sondern als existenzielle Erfahrung zu verstehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 3. September, um 19 Uhr statt und wird von der Harfenistin Heidi Abfalter begleitet. Im Rahmen der Eröffnung spricht die Kulturjournalistin und Künstlerin Alexandra Rangger mit Christian Moschen unter anderem über die philosophischen Dimensionen seines Schaffens sowie die aufwendigen Arbeitsprozesse. Die Ausstellung ist täglich von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Ausdruck menschlicher Erfahrung

Der Titel „Wege“ zieht sich wie ein roter Faden durch das bisherige Schaffen Christian Moschens. Seine Skulpturen erzählen nicht von einem bloßen Unterwegssein zwischen zwei Punkten, sondern vom „Er-fahren“ oder Feststellen von Raum, Zeit und Umwelt – stets in Beziehung zum Menschen und seiner eigenen Persönlichkeit. Der Weg wird dabei zum Sinnbild für Veränderung, Entwicklung und Begegnung.  „Eine dreidimensionale Plastik erschließt sich niemals aus einem einzigen Blickwinkel“, beschreibt Moschen seinen künstlerischen Ansatz. Erst durch die Bewegung der Betrachtenden verändert sich auch das Werk selbst. So entsteht ein Dialog, der über die ästhetische Betrachtung hinausreicht, bei dem jede neue Perspektive eine weitere Ebene der Skulptur sichtbar macht.

Spuren des Entstehens

Moschen arbeitet vorwiegend mit geschweißtem Stahl, ergänzt durch Bronze und gebrannten Ton. Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind Zeichnungen und Skizzen, bei größeren Werken entstehen maßstabsgetreue Modelle. Seine Skulpturen bewegen sich zwischen figurativer Darstellung und expressiver Formensprache. Statt idealisierter Perfektion stehen Bruchlinien, Spannungen und sichtbare Spuren des Arbeitsprozesses im Mittelpunkt. Die Auflösung von Starre durch Bewegung bildet dabei einen zentralen Leitgedanken seines künstlerischen Schaffens. Seine Figuren wirken niemals abgeschlossen, sondern befinden sich in einem Zustand des Werdens – als Ausdruck des Lebens selbst.

Ort der Begegnung

Für Christian Moschen trägt das Klostergut Kronburg eine besondere Bedeutung. Der geschichtsträchtige Ort ist für ihn zugleich spiritueller Kraftplatz und Kreuzung unterschiedlichster Lebenswege. Hier treffen sich Pilger*innen, Gäste und Einheimische – Menschen mit unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen. „Das Ausstellen in und um die Galerie Kronburg ist für mich eine bewegende Erfahrung. Dieser Raum ist durchdrungen von einer jahrhundertealten geistigen und spirituellen Energie und ist für mich eine große Inspiration“, sagt der Künstler. Stimmig zur Ausstellung ergänzt die bereits seit Frühjahr im Außenbereich des Klosterguts ausgestellte Skulptur „der lange Weg“ den inhaltlichen Bogen. Die eigens für diesen Bereich geschaffene Edelstahlplastik soll nach den Worten des Künstlers zu einem erlebbaren Gleichnis für das tiefe menschliche Bedürfnis werden – die Überwindung von Trennung als Beginn von Begegnung.

Handwerkliches Fundament und hoher Anspruch

Den Zugang zur Bildhauerei fand Christian Moschen über das Handwerk. Seine Ausbildung zum Schlosser bildet bis heute das Fundament seines künstlerischen Schaffens und verleiht seinen Arbeiten eine besondere Authentizität. Bereits mit 17 Jahren begann er intensiv zu zeichnen. Später entdeckte er in der Skizze den unmittelbaren Weg vom Gedanken zur plastischen Umsetzung – ein Prinzip, das seine komplexe Arbeitsweise bis heute prägt. International machte Moschen insbesondere mit seiner Teilnahme an der XIII. Florence Biennale 2021 auf sich aufmerksam. Dort wurde seine Skulptur „Vita nova“ mit dem ersten Preis in der Kategorie Skulptur ausgezeichnet. Zahlreiche Arbeiten des Tiroler Künstlers prägen dauerhaft Plätze und Orte über die Region hinaus. „Den öffentlichen Raum zu bespielen ist für mich die fundamentalste und zugleich direkteste Form der künstlerischen Konfrontation. Dabei wird die Umgebung zu meinem Atelier und die Betrachter*innen zu Mitgestaltenden und Mitdenkenden“, so Christian Moschen.

Was: Ausstellung „Wege“ – Skulpturen von Christian Moschen

Wann: Vernissage: Donnerstag, 3. September 2026, 19 Uhr, musikalische Umrahmung: Heidi Abfalter (Harfe), Künstlergespräch: Christian Moschen im Gespräch mit Kulturjournalistin und Künstlerin Alexandra Rangger

Ausstellungsdauer: 4. September bis 16. Oktober 2026, täglich von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet

Wo: Galerie Kronburg, Kronburg 103–107, 6511 Zams

Kontakt: Tel. +43 5442 63345, www.klostergut-kronburg.at

 

 

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