- 28.07.2026, 14:10:39
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LR Kaineder an BM Totschnig: Ein Gipfel ersetzt keine Maßnahmen
LR Kaineder an BM Totschnig: Ein Gipfel ersetzt keine Maßnahmen
Während Bundesminister Totschnig heute in Wien zum Trinkwassergipfel lädt, erinnert Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder an eine Zahl: Österreichs Wasserrechtsgesetz stammt aus dem Jahr 1959, die letzte Novelle liegt acht Jahre zurück. Die Klimakrise und die daraus resultierenden Folgen für unser Wasser sind im Gesetz bis heute berücksichtigt. Reden allein löst das Problem nicht. Wir brauchen endlich ein Gesetz, das auf dem Stand der Wissenschaft ist und keine Imagefilme mit KI-generierten Inhalten.
„Ein Gipfel ersetzt keine Maßnahmen und kein Gesetz. Hitzesommer oder ausgetrocknete Bäche sind leider keine Ausnahme mehr. Deshalb braucht es klare Regeln, die Wasser- Großentnahmen in Dürrezeiten einschränkt“, betont Kaineder.
Ein Gesetz aus einer anderen Zeit
1959 waren Hitzesommer oder ausgetrocknete Bäche noch die absolute Ausnahme. Genau dieser Abstand zwischen dem, was die Wissenschaft längst weiß, und dem, was im Gesetz steht, macht sich in Oberösterreich bemerkbar: In vielen Regionen sinken die Grundwasserspiegel, Trockenperioden häufen sich, und Landwirtschaft wie Trinkwasserversorgung geraten zunehmend unter Druck.
Was jetzt ins Gesetz muss
Kaineder fordert zwei konkrete Schritte. Erstens: Das Gesetz muss anerkennen, dass Wasser knapp werden kann. Wer eine Großbewilligung hält, muss bei extremer Trockenheit gedrosselt werden können – ohne Anspruch auf Entschädigung. Zweitens: Österreich muss mehr Wasser in der Fläche halten, statt es möglichst schnell abzuleiten. Das gelingt nur, wenn weniger Boden versiegelt wird und Flächen ihre natürliche Schwammfunktion zurückbekommen.
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Simon Seher
Presse LR Kaineder
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