• 03.07.2026, 09:58:38
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Landesrat Martin Winkler zieht nach einem Jahr im Amt Bilanz: „Wir lassen kein Kind zurück"



Landesrat Martin Winkler zieht nach einem Jahr im Amt Bilanz: „Wir lassen kein Kind zurück"

Ein Jahr nach Amtsantritt zieht Landesrat Mag. Martin Winkler Bilanz über seine Arbeit in der oberösterreichischen Landesregierung, in der er die Bereiche Kinder- und Jugendschutz, Tierschutz sowie Gemeinden verantwortet: Prävention im Kinderschutz, konsequentes Handeln im Tierschutz, Vorzeigemodell Testkäufe – und ein klarer Fahrplan für die kommenden Jahre. „Mein Maßstab ist nicht der Applaus am Regierungstisch, sondern der sorgsame Umgang mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler – und die Frage, ob wir Oberösterreich damit wirklich weiterbringen. Dafür bin ich angetreten: mit mehr Energie für unsere Gemeinden, für den Tierschutz und für den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen", betont LR Winkler. 

Kinder- und Jugendhilfe: Prävention und frühe Hilfe als Herzstück

Hochrisiko-Studie liefert erstmals systematisches Bild.
Die österreichweit einzigartige Hochrisiko-Parameter-Studie für Oberösterreich zeigt erstmals systematisch die Lebenssituation besonders gefährdeter schulpflichtiger Kinder. Sie bestätigt: Treffen Risikofaktoren – etwa frühkindliche Vernachlässigung, Gewalterfahrungen, Gewalt zwischen den Eltern oder Substanzkonsum – zusammen und fehlen schützende Ressourcen, sind die Folgen schwerwiegend. „Was Kinder im Kleinkindalter erleben, prägt sie ihr ganzes Leben und ‚wächst sich nicht aus'. Hinter jeder Zahl in unserer Studie steht ein Kind mit einem Namen, einer Geschichte und einem Recht auf eine echte Chance", so LR Winkler.

Aus Erkenntnissen werden Maßnahmen. Die Studie bleibt nicht im Regal liegen – aus ihr werden bereits gezielte Präventionsakzente abgeleitet: spezielle Schulungsangebote für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Info-Veranstaltungen und ein Leitfaden für (Elementar-)Pädagoginnen und Pädagogen, die Vernetzung des Mobilen Familiencoachings mit Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Informations- und Beratungsangebote im frühkindlichen Bereich über soziale Medien und Podcast.

Prävention beginnt vor der Geburt. Weil die ersten Lebensjahre die Weichen stellen, setzt das Land so früh wie möglich an: Das Mobile Familiencoaching ist flächendeckend etabliert und wird gezielt in Richtung frühzeitiger Erreichbarkeit von Familien verstärkt. Die Eltern- und Mutterberatung beschreitet neue Wege, um Eltern noch besser zu erreichen – im Herbst starten ein Pilotprojekt zu „Willkommensbesuchen" für frischgebackene Eltern und eine Online-Stillgruppe. Weiters wird die digitale Präsenz auf Instagram und Facebook erhöht. 

Genau hinschauen – auch bei den Trägern. Zum Kinderschutz gehört auch die Kontrolle der Einrichtungen selbst. Daher gab LR Martin Winkler im Herbst 2025 eine Sonderprüfung der oberösterreichischen SOS-Kinderdorf Standorte in Auftrag: „Wir mussten uns bei SOS-Kinderdorf selbst ein umfassendes Bild machen, da wir der Informationspolitik von SOS-Kinderdorf Österreich nicht vollumfänglich vertrauen konnten." Das Ergebnis der Sonderprüfung: In Oberösterreich ergaben sich keine Hinweise auf Verletzungen der sexuellen Integrität oder sexuellen Missbrauch betreuter Kinder oder Jugendlicher durch Mitarbeitende von SOS-Kinderdorf OÖ.

Mitbestimmung und starke Partner. Kinderschutz heißt aber nicht nur schützen, sondern auch zuhören: Mit „Moverz" verfügt OÖ über einen österreichweit einzigartigen Beteiligungsprozess, in dem Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihrer Herkunftsfamilie leben können, mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. 

Tierschutz: Anpacken auch bei schwierigen Themen

Dieselbe Haltung – hinschauen und handeln – prägt auch den Tierschutz. Mit Jänner 2026 startete die Kampagne „Tiere, die ins Leben passen" gemeinsam mit den oö. Tierheimen: Sie stärkt Adoptionen, schafft Bewusstsein für verantwortungsvolle Anschaffung und macht das erneuerte Tierschutzportal mit rund 1.500 Fund- und Vermittlungstieren als zentrale Anlaufstelle sichtbar. „Es gibt nicht ‚das' perfekte Tier, sondern das Tier, das zu Ihrem Leben passt – Tierschutz beginnt vor der Anschaffung", fasst LR Winkler zusammen.

Dass auch unbequeme Aufgaben angegangen werden, zeigen die neuen Plätze für gefährliche Hunde: In Freistadt entstehen sie aktuell, mit der Stadt Wels laufen Gespräche. „Wir handeln, wenn es nötig ist – und greifen auch bei schwierigen Themen hin", so LR Winkler. 

Jugendschutz: Testkäufe wirken – und sollen ausgeweitet werden

Konsequenz zahlt sich auch im Jugendschutz aus: Die österreichweit einzigartigen Testkäufe zeigen Wirkung. Die Abgabequote ist so niedrig wie noch nie seit deren Einführung – für Kinder und Jugendliche wird es in OÖ immer schwerer, an Alkohol und Tabak zu gelangen. Um hier noch zielgerichteter kontrollieren zu können, sollen im nächsten Jahr E-Zigaretten und Vapes ins Testsystem aufgenommen. Ein Vorzeigemodell für ganz Österreich. „Sollte es im Zuge der Reformpartnerschaft zu einem österreichweit einheitlichen Jugendschutz kommen – was ich ausdrücklich begrüße –, werde ich mich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass unser in Oberösterreich erfolgreich etabliertes System der Testkäufe erhalten bleibt", stellt LR Winkler klar.

Ausblick für das kommende Jahr:

  • Früh da sein: Weiterentwicklung der Eltern- und Mutterberatung: Start eines Pilotprojekts mit „Willkommensbesuchen“
  • Prävention: Erste Erkenntnisse aus der – in Österreich einzigartigen – oberösterreichischen Hochrisiko-Studie bestätigen, wie entscheidend die ersten Lebensjahre sind. Daraus werden gezielte Akzente im Bereich der Prävention abgeleitet: spezielle Schulungsangebote für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Info- und Schulungsveranstaltungen sowie ein Leitfaden für (Elementar-)Pädagoginnen und Pädagogen, Vernetzung des Mobilen Familiencoachings mit Kinderbetreuungseinrichtungen oder Kooperationsveranstaltungen mit wesentlichen Systempartnerinnen und Systempartnern 
  • Hundehaltegesetz: Evaluierung in einem professionellen Stakeholder-Prozess ab Dezember 2026, und zwar „auf Basis von Fakten, nicht von Schlagzeilen. Sicherheit für die Menschen und Verantwortung für das Tier sind kein Widerspruch", bringt es LR Winkler auf den Punkt. 

Rückfragen & Kontakt

Johanna Lehner, BA
Presse LR Winkler
Telefon: +43 732 77 20-120 55, +43 664 600 72-120 55
E-mail: [email protected]

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