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People. Law. Trust. After Work Summer Edition
New Leadership zwischen Performance, Arbeitsrecht und den Erwartungen neuer Generationen?
Wien, 24.6.2026. Verantwortliche aus HR, Legal Leaders und dem C-Level trafen sich zur After Work Summer Edition People. Law. Trust. von Great Place To Work® und LeitnerLaw Rechtsanwälte. Aktuelle arbeitsrechtliche Fragestellungen wurden im HR-Kontext diskutiert – diesmal Führung zwischen Performance, Vertrauen und Generationenwandel. Karin Bauer moderierte den hochkarätig besetzten Expert Talk und führte Perspektiven aus Arbeitsrecht, Unternehmenskultur und Leadership zusammen. Jörg Spreitzer, Managing Partner, Great Place To Work, eröffnete die Runde mit einer Keynote zum Thema „Die neue Realität von Performance“. Mit Drinks, Snacks und Networking ließen die Teilnehmenden den Abend auf der Dachterrasse von LLAW Rechtsanwälte ausklingen.
New Leadership im Spannungsfeld von HR und Arbeitsrecht
Diskutiert wurden zentrale arbeitsrechtliche Fragen der modernen Arbeitswelt: Wie Unternehmen Performance und Erwartungshaltungen heute neu definieren müssen und welche arbeitsrechtlichen Herausforderungen Führungskräfte aktuell prägen. Ebenso stand im Fokus, wie Unternehmenskultur und Vertrauen zunehmend zur wichtigsten Währung von modernem Leadership wird.„Wir diskutieren oft über Generationen, dabei liegt die eigentliche Herausforderung im System. Eine starke HR-Funktion hat heute die Aufgabe, Arbeit wieder sinnvoll, wirksam und zukunftsfähig zu gestalten und wird damit zum echten Performance-Treiber“
, Jörg Spreitzer, Managing Partner, Great Place To Work.
„Flexibilität, Performance Ansprüche und unterschiedliche Erwartungen der Generationen stellen Unternehmen vor neue rechtliche und kulturelle Herausforderungen. Wie können diese Ansprüche rechtssicher und zugleich praxistauglich gestaltet werden? Junge Mitarbeiter sind nicht weniger leistungsbereit, sie definieren Leistung, Sinn und Entwicklung jedoch bewusster. Gleichzeitig bleiben erfahrene Mitarbeiter mit ihrem Know-how und ihrer Stabilität ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Zukunftsfähige Unternehmen schaffen Rahmenbedingungen, in denen unterschiedliche Generationen voneinander lernen, Leistung transparent gesteuert und gute Performance auch anerkannt wird“
so Mag. Barbara Gruszkiewicz, LeitnerLaw Rechtsanwälte.
„Sind alle Jungen faul? Oder verändert sich gerade unsere Vorstellung von Performance?“
Mit dieser inspirierenden Keynote eröffnete Jörg Spreitzer, Managing Partner, Great Place To Work den Abend.
Vorweg lässt sich klar festhalten: Die junge Generation ist nicht weniger arbeitswillig – sie sucht vielmehr nach sinnvoller Arbeit. Dazu zählen Bedeutung und Sinn in der Tätigkeit, glaubwürdige und klare Führung, ein gutes Teamklima, Innovationskraft sowie psychische Gesundheit und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Im Zentrum steht dabei eine Kultur des Vertrauens.
Dass sich eine solche Vertrauenskultur auch wirtschaftlich auszahlt, zeigen die Ergebnisse deutlich: Great Workplaces – also Unternehmen mit ausgezeichneter Arbeitsplatzkultur – erzielen im Schnitt 8,5 % mehr Umsatz als vergleichbare Durchschnittsunternehmen.
Führung im Wandel: Erkenntnisse aus dem Expert Talk
In einem hochkarätig besetzten Expert Talk und einer intensiven Diskussion mit dem Publikum wurden Perspektiven aus Arbeitsrecht, Unternehmenskultur und Leadership gemeinsam diskutiert und von Karin Bauer, langjährige Ressortleiterin Karriere, DerStandard, moderiert.
Zur Expert:innen-Runde zählten:
Daniela Wakefield, Hilton Hotels Austria (World’s Best Workplace)
Zoe Mathé, tristar Austria GmbH (Best Workplace Austria)
Sebastian Zankel, Bitpanda
Christina Hödlmayr, Partnerin, LeitnerLaw Rechtsanwälte
Christian Trübenbach, Great Place To Work
Diskutiert wurden zentrale Fragen der modernen Arbeitswelt: Warum Generationenkonflikte häufig missverstanden werden, wie Unternehmen Performance heute neu definieren müssen und welche arbeitsrechtlichen Herausforderungen Führungskräfte aktuell prägen. Ebenso stand im Fokus, wie Vertrauen zunehmend zur wichtigsten Währung von modernem Leadership wird.
Key-Messages der Expert:innen aus der Paneldiskussion
Mag. Christina Hödlmayr, LeitnerLaw Rechtsanwälte erklärte „Unternehmen verfügen bei der Gestaltung moderner Arbeitsmodelle trotz rechtlicher Vorgaben über einen gewissen Handlungsspielraum. Heute sind vor allem flexible Arbeitszeitmodelle gefragt und ortsunabhängige Arbeitsformen wie Remote Work. Bei grenzüberschreitenden Modellen, etwa Workation, seien jedoch die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen besonders zu beachten.“
Zugleich sprach sich Hödlmayr für klar definierte Spielregeln aus. Informelle Freiräume könnten problematisch werden, wenn sie sich ohne klare Rahmenbedingungen etablieren. Auch generationenspezifische Angebote seien mit Vorsicht zu gestalten, da unterschiedliche Regelungen schnell zu Diskriminierungsfragen führen können.
Entscheidend sei, dass ein Arbeitsmodell zum Unternehmen und dessen Kultur passt. Erst auf dieser Grundlage sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden.
Daniela Wakefield, Hilton Hotels Austria (World’s Best Workplace) stellte das Mitarbeitererlebnis in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung von Transparenz sowie generationenübergreifendem Lernen. Unterschiedliche Generationen seien eine große Chance, da sie ihre jeweiligen Stärken einbringen und durch Mentoring voneinander profitieren können.
Als entscheidenden Erfolgsfaktor hob Wakefield die Führung hervor: Vertrauen, Zuhören und klare Kommunikation seien die Grundlage für Engagement und Entwicklung. Klare Ziele, regelmäßige Entwicklungsgespräche und Transparenz darüber, wohin die Reise geht, würden Orientierung schaffen und Mitarbeitende aktiv einbinden.
Zoe Mathé, tristar Austria GmbH (Best Workplace Austria) betonte die Bedeutung einer offenen Kommunikation und der aktiven Einbindung von Mitarbeitenden – bereits im Recruiting-Prozess. Regelmäßige Jahres- und Feedbackgespräche sowie gezielte Führungskräfte-Trainings würden dazu beitragen, Erwartungen frühzeitig abzustimmen und Entwicklung zu fördern.
Um den Austausch zwischen den Generationen zu stärken, seien Teamevents und gemeinsame Aktivitäten wichtige Instrumente. Mit Blick auf die Gen Z hob Mathé hervor, dass Sinnstiftung, klare Ziele und regelmäßiges Feedback zentrale Erwartungen an moderne Führung darstellen.
Sebastian Zankel, Bitpanda, betonte, dass Incentives und Benefits möglichst vielfältig gestaltet werden sollten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht zu werden. Sichtbare Angebote wie etwa ein kostenloses Mittagessen seien zwar attraktiv, jedoch nicht für alle gleichermaßen relevant.
Entscheidend sei daher eine breite Palette an Angeboten. Zudem warnte Zankel davor, die Generation Z zu pauschalisieren: Innerhalb der Generation gebe es sehr unterschiedliche Lebensentwürfe, Werte und Erwartungen – von eher traditionellen Einstellungen bis hin zu einem starken Wunsch nach Flexibilität und Mobilität.
Christian Trübenbach, Senior Manager & Senior Culture Coach, Great Place To Work hebt hervor, dassdirektes Feedback ein wesentliches Asset für attraktive Arbeitgeber der Gen Z ist. Das betont auch Zoe Mathé, vom Best Workplace tristar Austria GmbH und Gen Z- Vertreterin: „Ich bin mit permanentem Feedback durch Social Media groß geworden, das erwarte ich auch im Job, auch von meiner Führungskraft."
Zur Behauptung, die Gen Z sei nicht leistungsorientiert: der Jobselling Report Österreich 2026 zeigt die Motivationsfaktoren für mehr Leistung im Job auf: beim Thema „Ziele erreichen“ stimmen 36 % der Gen Z zu, aber nur 21 % bei den 50+ - Jährigen.
In den Forschungen wird gesehen, dass in vielen österreichischen Betrieben noch Baby Boomer Führungsstile mit traditionellen Hierarchien vorherrschen, die Best Workplaces sind da schon viel weiter: transformationale Führung spricht nicht nur die Gen Z an, sie ist auch wirtschaftlich nachhaltiger, das zeigt der Great Place To Work Effekt.
Es braucht dafür vor allem Role Models im Top Management. Die Ergebnisse zeigen: 86 % der Mitarbeitenden bei den Best Workplaces stimmen zu, dass die oberen Führungskräfte die besten Eigenschaften vorleben, in österreichischen Durchschnittsunternehmen jedoch nur 45 %.
Christian Trübenbach, Great Place To Work Senior Manager & Senior Culture Coach bringt es auf den Punkt: „Die Generation Z erobert die Arbeitswelt, das ist auch die Chance auf eine neue Leadership-Kultur, nutzen wir sie!“
Raum für Austausch und neue Verbindungen
Die angeregte Diskussion von Panel und Publikum unterstrich einmal mehr den Stellenwert der Themen Führungskultur und Generationenwandel im arbeitsrechtlichen Kontext und und belegte aus der Praxis, wie wichtig echte Wertschätzung und Vertrauen heute in Unternehmen sind.
Der Abend bot nicht nur spannende fachliche Impulse, sondern auch zahlreiche Gelegenheiten zu netzwerken. Bei Drinks, Snacks und Beats kamen HR und Legal Leader:innen, CEOs und Entscheider:innen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und knüpften wertvolle neue Kontakte.
Alle Fotos zum Event finden Sie hier.
Bitte den Fotocredit verwenden: leadersnet / D. Mikkelsen
Fortsetzung folgt
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Pressekontakt
Great Place To Work® Österreich
Mag. Stephanie Thaller
[email protected]
Nibelungengasse 1–3, Top 50
1010 Wien
Über Great Place To Work®
Great Place To Work® ist The Global Authority On Workplace Culture.
Jedes Jahr befragt das Unternehmen über 20 Millionen Mitarbeitende weltweit. Der Trust Index liefert die Grundlage für Benchmarkdaten, die Organisationen helfen, Kultur sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Die Plattform Emprising bietet Führungskräften Feedback und Echtzeitergebnisse für datenbasierte Entscheidungen.
Unternehmen mit herausragender Arbeitsplatzkultur erhalten das Gütesiegel Certified by Great Place To Work und steigern ihre Sichtbarkeit im Employer Branding. Ein authentisches, klar erkennbares Arbeitgeberprofil wird so zum Vorteil im Wettbewerb um Talente.
Mehr Informationen zu Great Place To Work und zur Zertifizierung finden Sie unter www.greatplacetowork.at
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