• 24.06.2026, 15:58:04
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Cross-Mentoring für Schulleitungen: Neues Programm verbindet Führungskräfte aus Wirtschaft und Schule

Cross-Mentoring für Schulleitungen: Neues Programm verbindet Führungskräfte aus Wirtschaft und Schule

Pilotprogramm der Innovationsstiftung für Bildung stärkt Führungskompetenz von Schulleitungen – Ziel ist systemische Verankerung des Programms in der Fortbildung von Schulleitungen

Wien, am 23. Juni 2026 – Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im FLiP – Erste Financial Life Park in Wien stellte die Innovationsstiftung für Bildung (ISB) ihr neues Cross-Mentoring-Programm für Schulleitungen vor. In einem strukturierten Mentoringprozess über rund zehn Monate arbeiten Wiener Schulleitungen und erfahrene Führungskräfte aus der Wirtschaft gemeinsam an Fragen von Führung, Veränderung und Organisationsentwicklung. Das innovative Programm ist im „Plan Zukunft" von Bildungsminister Wiederkehr verankert und wird von der Pädagogischen Hochschule Wien wissenschaftlich begleitet.

Schulleitungskompetenz als bildungspolitische Priorität

Schulleitungen zählen zu den entscheidenden Faktoren für die Qualität von Schule. Gleichzeitig werden sie in ihrer Ausbildung kaum auf die Managementanforderungen vorbereitet, denen sie im Schulalltag begegnen: Personalführung, Organisationsentwicklung, Ressourcenplanung und die Begleitung von Veränderungsprozessen verlangen Kompetenzen, die über das Pädagogische hinausgehen. Im „Plan Zukunft" von Bildungsminister Wiederkehr nehmen Bildungsinnovation und die Stärkung von Schulleitungskompetenzen eine zentrale Rolle ein. Das Cross-Mentoring-Programm der ISB ist als konkretes Format darin verankert. 
ISB-Vorstand Jakob Calice betonte die strategische Bedeutung des Programms: „Schulleitungen sind die Schlüsselpersonen für innovative und zukunftsfähige Schulen. Mit dem Cross-Mentoring-Programm geben wir ihnen Zugang zu Erfahrungen und Perspektiven, die innerhalb des Bildungssystems selbst schwer zu gewinnen sind. Das ist Teil unserer Strategie, innovative Schulentwicklung in Österreich gezielt zu stärken."

Sparring auf Augenhöhe: Wirtschaftsführung trifft Schulrealität

Das Programm wurde von Therese Niss, Vorstand der MINTality Stiftung, initiiert, konzipiiert und gemeinsam mit der ISB weiterentwickelt. Die neun Tandems der Pilotphase wurden anhand klar definierter Kriterien gematcht, unter Berücksichtigung von thematischem Fokus, Führungsstil und regionaler Nähe. Über die Programmlaufzeit finden vier bis sechs persönliche Treffen statt, darunter mindestens ein Besuch direkt an der Schule. Ergänzend werden gemeinsame Workshops zu Themen wie Führung, Veränderungsmanagement und Organisationskultur sowie Intervisionen unter den Schulleitungen angeboten.
Der Austausch ist bewusst wechselseitig angelegt. Schulleitungen gewinnen Zugang zu Erfahrungen aus Strategie, Unternehmensführung und Veränderungsmanagement sowie einen wichtigen Blick von außen auf ihre Organisation. Führungskräfte aus der Wirtschaft wiederum gewinnen Einblicke in ein Arbeitsumfeld, das Führung einer Expert:innenorganisation ohne klassische Weisungsbefugnis, den Umgang mit komplexen Interessengruppen und sinnorientiertes Handeln in besonderer Weise verlangt. „Schulleitungen sind der Schlüssel für exzellente Schulen. Sie werden allerdings oft mit Aufgaben konfrontiert, in denen sie keine Ausbildung erhalten haben wie beispielsweise Management- und Leadershipaufgaben. Hier können erfahrene Manager und Managerinnen unterstützen. Und genau so lernt die Wirtschaft von der Schule. Mit diesem Programm soll das Verständnis zwischen Schule und Wirtschaft gestärkt werden“, erklärte Therese Niss.

Erste-CEO Holzinger-Burgstaller: Innovationsfreudige Bildung als Standortfaktor

Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank, nimmt persönlich als Mentorin am Pilotprogramm teil. Für sie steht dieses Engagement in direktem Zusammenhang mit der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich: Schulen, die offen für Veränderung sind und Innovationskompetenz entwickeln, sind auch für die Wirtschaft von Bedeutung. Öffentlich-private Partnerschaft versteht sie als strukturelle Haltung gegenüber gesellschaftlicher Mitverantwortung. „Innovationsfreudige Schulen sehe ich als Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Als Mentorin kann ich dazu beitragen, dass Schulleitungen ihre Organisationen mutiger und wirksamer führen. Ich bin auch überzeugt davon, dass ich aus diesem Austausch selbst neue Perspektiven mitnehmen werde", sagte Holzinger-Burgstaller.

Schulleitung zwischen Pädagogik, Personalführung und Schulentwicklung

Kathrin Weissenbacher, Schulleiterin am BGRG/WMS Simonsgasse in Wien, nimmt als Mentée am Programm teil. Schulleitung umfasst für sie neben pädagogischer Verantwortung auch Personalentwicklung, Kommunikation und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Schule als Organisation. Den Austausch mit einer erfahrenen Führungskraft aus einem anderen Kontext sieht sie als gezielten Impuls für die eigene Entwicklung, das „Out of the box“-Denken und die Schulentwicklung insgesamt. 
„Als Schulleitung trägt man Verantwortung für eine Organisation, ein Team und die Bildungsqualität für viele Kinder und Jugendliche. Organisationsentwicklung in Schulen bedeutet dabei immer Teamarbeit. Sich mit jemandem auszutauschen, der täglich mit ähnlichen Führungsfragen konfrontiert ist, aber in einem völlig anderen System arbeitet, bringt genau die Impulse von außen, die es dafür braucht", erklärte Weissenbacher.

Pilotprogramm mit Perspektive: Systemische Verankerung in der Fortbildung von Schulleitungen geplant

Das Pilotprogramm wurde gerade gestartet und umfasst neun Tandems aus Wiener Schulleitungen und Wirtschaftsführungskräften. Es wird von der Pädagogischen Hochschule Wien wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um das Programm auf Basis fundierter Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Langfristiges Ziel ist die dauerhafte Etablierung des Formats in der Fortbildung von Schulleitungen.

Weitere Informationen zur Innovationsstiftung für Bildung (ISB) und ihren Programmen unter: www.innovationsstiftung-bildung.at 

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Die Innovationsstiftung für Bildung (ISB) wurde mit 1. Jänner 2017 durch das Innovationsstiftungsgesetz gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Ihre Mission ist es, Österreichs Bildungssystem innovationsfähiger zu machen, u.a. durch die Vernetzung von Bildungseinrichtungen, die Entwicklung gemeinnütziger Co-Stiftungen und die Förderung von Innovationen an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Sektor.
Zu den zentralen Programmen zählt die IDEAS-Community, ein österreichweites Netzwerk für innovative Schulleitungen und ihre Teams, das schulübergreifendes Lernen und den Austausch von Innovationen ermöglicht. Mit dem jährlich vergebenen ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation zeichnet die ISB herausragende Bildungseinrichtungen in den Kategorien Elementarpädagogik, Allgemeinbildung und Berufsbildung mit einem Preisgeld von insgesamt 90.000 Euro aus. 

Weitere Informationen unter: www.innovationsstiftung-bildung.at 

Rückfragen & Kontakt

MMag. Jakob Lajta, MAS
Senior Consultant

Martschin & Partner
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Telefon: +43-1-409 77 20
E-Mail: [email protected]
Website: www.martschin.com

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