• 17.06.2026, 12:20:36
  • /
  • OTM0024

Pressemitteilung: Wirtschaftsmotor Flusskreuzfahrt

Pressemitteilung Zwtl.: Wirtschaftsmotor Flusskreuzfahrt an der Donau

Mit rund 25 Millionen Euro Umsatz allein in Niederösterreich erweisen sich die Flusskreuzfahrten als unverzichtbare Säulen des heimischen Tourismus. Das Mediengespräch an Bord der MS Viking Gullveig zog eine erfolgreiche Zwischenbilanz über die Symbiose von Flusskreuzfahrten, moderner Anlegestellen und regionalen Kultureinrichtungen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte die enorme Bedeutung einer engen Verzahnung von Wasser und Land.

 

Spitz, 17. Juni 2026. – Die Donau ist für Niederösterreich weit mehr als eine malerische Kulisse. Mit ihren 349 Kilometern, die durch Österreich fließen hat sie nicht nur eine einzigartige Kulturlandschaft geprägt, sondern war auch von jeher wirtschaftlicher Motor für diese Regionen: ob als Erholungsort oder Frachtweg. Die Flusskreuzfahrt gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Sie verbindet internationale Märkte mit regionalen Betrieben und sorgt für eine Wertschöpfung, die direkt im Land generiert wird. Im Jahr 2019 verzeichnete Niederösterreich alleine einen Netto-Umsatz von 25,1 Mio. Euro durch die Flusskreuzfahrtbranche. Angesichts dieses enormen Potenzials setzt die Donau Niederösterreich Tourismus GmbH seit Jahren auf eine gezielte Strategie, um die Kabinenschifffahrt noch enger mit der regionalen Wirtschaft zu verknüpfen und die Synergien zwischen Wasser und Land kontinuierlich zu intensivieren.

 

Wertschöpfung entsteht an Land

Mit mehr als einer halben Million Passagieren jährlich auf dem österreichischen Donauabschnitt gehört die Region zu den am stärksten frequentierten Flusskreuzfahrtkorridoren weltweit. Besonders erfreulich: Die Gäste – darunter fast jeder zweite aus den USA, Kanada oder Großbritannien sowie rund 43 % aus dem deutschsprachigen Raum – gelten als kaufkräftig und kulturaffin. Pro Landgang gibt ein Passagier im Schnitt 45 Euro aus, dazu kommen weitere 20 Euro für Souvenirs, Gastronomie und Einkäufe. Rund 37 Prozent der Umsätze stammen aus sogenannten Landleistungen, weitere 31 Prozent aus der Aufnahme des Proviants.


Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Donau bringt die Gäste, Niederösterreich macht das Erlebnis daraus. Flusskreuzfahrten bringen jedes Jahr hunderttausende Besucher in unser Bundesland und generieren allein hier rund 25 Millionen Euro Umsatz. Jeder Landgang ist ein direkter wirtschaftlicher Impuls, der bei Busunternehmen, Guides, in der Gastronomie, bei regionalen Produzenten und in Kultureinrichtungen ankommt. Gleichzeitig achten wir auf die Balance: Wir investieren gezielt in Besucherlenkung und Infrastruktur, um die hohe Lebensqualität in den Regionen nachhaltig zu sichern. Die Flusskreuzfahrt trägt auch ganz gezielt zur Saisonverlängerung bei. Viele Reisen finden außerhalb der klassischen Sommermonate statt und bringen Gäste auch in der Vor- und Nachsaison.“

 

27 Jahre DonauStationen: Die Brücke zwischen Wasser und Land

Den infrastrukturellen Grundstein für diesen Erfolg legte die Gründung der Donau Schiffsstationen GmbH vor genau 27 Jahren durch das Land Niederösterreich und dem Familienunternehmen Brandner Schifffahrt. Mittlerweile im alleinigen Besitz der Familie Brandner-Wallner betreibt das Unternehmen 36 Schiffsanlegestellen von Linz bis Budapest und ist damit der größte Anbieter in Österreich. Während im Gründungsjahr 1999 in Krems lediglich 71 Kabinenschiffe anlegten, werden im Jahr 2026 bereits rund 1.300 Kabinenschiffe in Krems festmachen – fast die Hälfte davon gehört zur Flotte des Partners Viking. Das eingespielte Team in der Schaltzentrale Wallsee wickelt mittlerweile über ein modernes, eigens entwickeltes Online-Buchungssystem samt App mehr als 8.000 Buchungen pro Jahr ab.


Neben gemeinsamen Investitionen des Landes und der DonauStationen in die Infrastruktur, darunter seit 1999 sieben neue Stationen, sechs Landstrom- und sieben Abwasseranschlüsse, setzt das Unternehmen konsequent auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Das Büro arbeitet vollständig CO₂-frei mittels Photovoltaik, in Linz kommen Elektrobusse zum Einsatz, und um das historische Stadtbild zu entlasten, wurde in Dürnstein heuer freiwillig eine Begrenzung gleichzeitig anlegender Schiffe eingeführt.
 

Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin DonauStationen: „Hinter unserem Erfolg stehen Leidenschaft, Erfahrung und die Liebe zur Donauschifffahrt. Wir stellen die wesentliche touristische Infrastruktur bereit, die das Wasser mit dem Land verbindet. Unser Ziel ist es, internationale Gäste in die Regionen zu bringen und damit die Wirtschaft nachhaltig zu stärken – viele Betriebe richten ihre Öffnungszeiten sogar nach den Ankünften der Schiffe. Für die Zukunft entwickeln wir die DonauStationen behutsam und im Einklang mit den Menschen und der Region weiter, und auch die nächste Generation steht bei uns bereits in den Startlöchern.“

 

Best Practice Stift Göttweig: Kultur, Genuss und Investitionen in die Zukunft

Wie erfolgreich sich eine Destination durch die gezielte Ansprache internationaler Flusskreuzfahrtgäste entwickeln kann, zeigt das Benediktinerstift Göttweig. Seit 2016 kooperiert das Stift intensiv mit Viking Cruises. Für die großteils US-amerikanischen Gäste wurde ein maßgeschneidertes Konzept aus Kultur und Kulinarik entwickelt – von der durchgehenden Begleitung durch Kulturvermittlerinnen über Marillenverkostungen und einen eigenen Marillenknödel-Kochworkshop bis hin zu Weinproben. Der wirtschaftliche Erfolg ist messbar: Die Besucherzahlen stiegen von früher rund 30.000 auf 120.000 zahlende Gäste im Jahr 2025 (davon allein 67.000 von Viking-Schiffen). In den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz aus Eintritten und Führungen vervierfacht. Auch der Personalstand im Tourismusbereich wuchs signifikant von 62 Beschäftigten (2015) auf 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Ende 2025. Die erwirtschafteten Mittel fließen direkt zurück in den Erhalt des Denkmals und in regionale Wirtschaftskreisläufe.


Pater Maurus Kocher, Benediktinerstift Göttweig: „Das ausgewogene Verhältnis zwischen Vermittlung, Genuss und Freizeit trägt wesentlich zu unserem wirtschaftlichen Erfolg bei. Die Bearbeitung der internationalen Zielgruppe aus der Flusskreuzfahrt hat den Tourismus zu einer tragenden Säule des Stiftes Göttweig gemacht. Diese Erlöse erlauben uns nicht nur, wichtige Renovierungsmaßnahmen wie die Dach- oder Bibliotheksgondel-Sanierung umzusetzen, sondern ermöglichen uns auch, kontinuierlich in eine nachhaltige Zukunft des Klosters und in regionale Partner zu investieren.“

 

Rückfragen & Kontakt

Donau Niederösterreich Tourismus
Barbara Elser
Telefon: +43 664 3111304
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.donau.com

MEDIACONTACT-MAILING UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen