• 12.06.2026, 13:34:41
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LR Achleitner: OÖ setzt bei der Zukunft der Mobilität auf Technologieoffenheit

Landesrat Achleitner: Oberösterreich setzt bei der Zukunft der Mobilität auf Technologieoffenheit

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei „Zukunft.Mobilität 2026“: „Die Innovationskraft ist in Oberösterreich beheimatet – das ermöglicht uns, die Transformation als Chance nutzen.“

Welche Technologien werden die Mobilität der Zukunft prägen – auf Straße und Schiene, in der Luft und darüber hinaus? Und wie kann Oberösterreich den Wandel der Mobilitätsindustrie mitgestalten und nutzen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Zukunft.Mobilität 2026“ in Steyr. „Die Kombination aus Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, bestens ausgebildeten Fachkräften sowie einer starken Hochschulstruktur zeichnen den Standort OÖ aus. Technologieoffenheit und gezielte Forschungsförderung dort, wo die Transformation stattfindet, werden entscheidend sein, um die Chancen des Wandels nutzen zu können“, betonte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen der Veranstaltung mit 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die vom Automobil-Cluster der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria organisiert worden ist.

„Die Zukunft der Mobilität ist offen – technologisch, wirtschaftlich und strategisch. Welche Technologien uns wie beeinflussen werden, wissen wir heute noch nicht. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen und Ideen zu entwickeln“, sagte Philipp Pichler, Manager des Automobil-Clusters, in seiner Begrüßung. Wie Unternehmen und der Standort ihre Stärken in diesem Wandel einsetzen können, diskutierten in einer Talkrunde Landesrat Achleitner, AC-Beiratssprecher und MARK Metallwarenfabrik Geschäftsführer Rudolf Mark, Steyr Automotive Geschäftsführer Florian Mayrhofer, PALFINGER CEO Andreas Klauser und BMW Group Werk Steyr Geschäftsführer Harald Gottsche.

Vom Wettbewerbsvorteil zur Zukunftsstrategie
„Wir haben kleine Losgrößen von eins bis fünf – das können Massenhersteller nicht. Und wir können näher beim Kunden sein“, unterstrich Andreas Klauser. Auch Florian Mayrhofer hob die Kundennähe hervor und ergänzte: „Europäische Unternehmen stehen für Zuverlässigkeit.“ Harald Gottsche appellierte: „Dort, wo wir Wertschöpfung kostengünstig erzeugen können, sollten wir konsequent automatisieren.“ Dazu meinte Rudolf Mark: „Wir müssen einfache und automatisierbare Tätigkeiten an humanoide Roboter übergeben.“ Landesrat Achleitner fügte hinzu: „Jetzt muss es gelingen, unsere bestehenden Vorteile mit dem neuen Werkzeug der künstlichen Intelligenz in die Produktion zu bringen und schneller zu werden. Die Innovationskraft ist in Oberösterreich beheimatet – wir müssen jetzt die Transformation als Chance nutzen.“

Auto wird zum vernetzten System
Wie die Transformation die Rolle klassischer Fahrzeughersteller verändert, beschrieb Peter Ivanov von der Valtech GmbH: „Früher war das Auto fertig, wenn es aus der Fabrik gekommen ist. Heute muss es updatefähig bleiben.“ Fahrzeuge entwickeln sich zu vernetzten, softwaregetriebenen Systemen und werden zunehmend als Hardware wahrgenommen, während digitale Plattformen an Bedeutung gewinnen. Dadurch verschiebt sich der direkte Touchpoint zum Kunden hin zu digitalen Anwendungen und Akteure aus der Tech-Welt gewinnen an Einfluss. Ivanov ist überzeugt: Wenn integrierte Lösungen im Fahrzeug nicht überzeugen, greifen Nutzer unmittelbar auf externe, digitale Anwendungen zurück.

Kundenfokus und neue Komplexität
Die Kundenbedürfnisse rückte auch Guido Haak, ehemaliges Vorstandsmitglied der Renault Group, in den Fokus. Er betonte: „Kundenorientierte Innovationen sind der Schlüssel zur Verteidigung des europäischen Heimatmarktes.“ Geht es nach Mario Metzger von ARNOLD UMFORMTECHNIK hat künftig derjenige Erfolg, der die steigende Komplexität – weg vom einzelnen Produkt hin zu Systemintegration und Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – technisch, industriell und systemisch beherrscht. „Die Automotive-Branche befindet sich nicht in einer Evolution, sondern in einer strukturellen Neuaufstellung“, verdeutlichte Metzger.

Zwischen Evolution und Innovation
Anders verhält es sich laut Walter Struckl von Siemens Mobility mit dem Schienenverkehr. Dort findet eine Evolution statt. Es gehe darum, bestehende Systeme zu optimieren – und zwar in kleinen Schritten. Die Eisenbahn werde auch weiterhin das Rückgrat des Verkehrswesens bleiben. Technologien müssen angepasst und Infrastruktur wie Bahnhöfe mit Trends Schritt halten. Die Zukunft verlange ein immer besseres Reiseerlebnis, auf das auch Robert Machtlinger einging. „Das Jahr 2035 hat schon begonnen“, sagte der FACC CEO mit Verweis auf eine neue Generation von Flugzeugen. Die größte Herausforderung, die vor uns liegt, sei allerdings Nachhaltigkeit. FACC arbeitet daran, bis 2050 CO2-neutrales Fliegen zu ermöglichen. Was es dafür braucht: Triebwerke, die mit 100 % synthetischen Treibstoffen betrieben werden; mehr Leichtbau und effizientere Triebwerke.

Wirtschaftsfaktor Raumfahrt
Für Dieter Grebner von Peak Technology sind Elon Musk und Jeff Bezos keine Träumer, sondern beinharte Geschäftsmänner, die sehr früh das wirtschaftliche Potenzial in der Raumfahrt erkannt haben. In den USA sei schon vieles möglich, was in Europa noch unmöglich erscheint. „Wir leben in einer großen Diskrepanz“, erklärte Grebner. Größter Wachstumstreiber für Raumfahrt in Europa sei die Verteidigung. Landesrat Achleitner stellt dazu fest: „Die EU investiert rund 800 Milliarden Euro in Sicherheit. Mit unserer Sicherheits-Allianz OÖ wollen wir oberösterreichische Betriebe dabei unterstützen, Zugänge zu neuen Märkten im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu bekommen.“

Zukunftsprojekte der Mobilität
Einblicke in die Mobilität von morgen gaben auch die präsentierten Projekte, an denen der Automobil-Cluster beteiligt ist. ROBERTA ist ein österreichweites Leitprojekt für den Betrieb automatisierter Busse im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). SMaDBatt entwickelt neue Materialkombinationen mit biobasierten Rohstoffen für Batteriewannen. GUARDIAN untersucht, wie automatisierte Maschinen sicher im öffentlichen Raum agieren können und welche Standards dafür notwendig sind. Darüber hinaus vernetzt SAAM Austria, die strategische Allianz für automatisierte Mobilität unter der Leitung des Automobil-Clusters, die österreichische Community rund um automatisiertes Fahren.

Klarer Kurs für morgen
Die Zukunft.Mobilität ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die sich über das Jahr hinweg mit der Transformation in verschiedenen Branchen beschäftigt. Sie war die erste Satellitenveranstaltung nach dem Zukunftsforum Oberösterreich 2026 am 6. Mai. Den inhaltlichen Rahmen dafür bilden die Schwerpunkte der Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030: Mobilität, Human Resources, Digitalisierung, Ressourcen und Produktion. Als nächstes steht die Zukunft.HR vom 16. bis 17. September 2026 in St. Florian am Programm.

Rückfragen & Kontakt

Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
Telefon: +43 732 77 20-151 03, +43 664 600 72-151 03
E-mail: [email protected]

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