• 11.06.2026, 16:16:38
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Führende Experten sind sich einig: Biodiversitätsverlust als globales Systemrisiko.

PRESSEMITTEILUNG

BeeWild Kongress 2026: „Wenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir die Lebensmittelversorgung von morgen.“ 

Führende Experten sind sich einig: Biodiversitätsverlust als globales Systemrisiko.

 

Wien, 11. Juni 2026. Wenn Biodiversitätsforscher:innen, Klimaexpert:innen, Unternehmer:innen, Landwirt:innen, Ökonom:innen und gesellschaftliche Entscheidungsträger:innen zum Thema Lebensmittelsicherheit auf einer Bühne sitzen und kollektiv Alarm schlagen, ist es Zeit zu handeln. Die Botschaft der versammelten Expertinnen und Experten war unmissverständlich: Der Verlust der biologischen Vielfalt entwickelt sich zu einer der größten Bedrohungen unserer Zeit und geht weit über Naturschutz hinaus.

Selten herrscht bei den großen Zukunftsfragen so viel Einigkeit. Zu unterschiedlich sind oftmals die Interessen, Perspektiven und politischen Zugänge. Umso bemerkenswerter war das Signal, das vom BeeWild Kongress 2026 in Wien ausging. Auf Einladung der österreichischen Artenschutz-Initiative BeeWild kamen renommierte Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, darunter Philosoph Richard David Precht, Publizistin und Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Biodiversitätsforscher Franz Essl, Klimaexperte Marcus Wadsak, Ökonomin Sigrid Stagl sowie führende Vertreter der österreichischen Lebensmittelwirtschaft wie SPAR-Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Markus Kaser und BeeWild-Initiator Manfred Hohensinner. Komplettiert wurde das hochkarätige Line-up von Land schafft Leben-Gründer Hannes Royer, Landwirt Erich Stekovics, der Geschäftsführerin von Frutura Katrin Hohensinner-Häupl, Vorstand der ARCOTEL Hotel AG Martin Lachout, Direktor des Tiergartens Schönbrunn Stephan Hering-Hagenbeck, und Georg Maier von Awardit sowie der Moderatorin des BeeWild Kongresses 2026 Ina Sabitzer. Die Eventlocation „am roan“ am Wiener Kahlenberg bot dabei den perfekten Rahmen für diese zukunftsweisende Veranstaltung.

Trotz der vielfältigen Zugänge der Teilnehmer:innen war die Kernaussage des Kongresses unmissverständlich: Der Verlust der biologischen Vielfalt ist längst kein isoliertes Naturschutzthema mehr. Er entwickelt sich zu einem systemischen Risiko für unsere Lebensmittelversorgung, unsere Wirtschaftskraft und die Stabilität unserer Gesellschaft.

Gleich zu Beginn zeichnet der deutsche Philosoph Richard David Precht ein apokalyptisches Bild, wenn der Kurs nicht geändert wird: „Wenn es nicht zu einem Umdenken kommt, werden wir in wenigen Generationen wie Lonesome George sein. Die letzten unserer Art.“

Immer wieder verwiesen die Expert:innen auf dieselbe Entwicklung: Während Extremwetterereignisse zunehmen, natürliche Lebensräume verschwinden und Bestäuberpopulationen zurückgehen, gerät jenes Fundament unter Druck, auf dem die globale Lebensmittelproduktion aufgebaut ist. Die Warnungen kamen dabei nicht nur aus der Wissenschaft.

“Wir sprechen alarmiert, leben aber nicht alarmiert und leben eine Passivität und Gleichgültigkeit, die uns und unserem Planeten schadet”, sagt die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Ernteausfälle nehmen zu, Produktionsbedingungen werden schwieriger, Lieferketten geraten unter Druck und die Volatilität auf den Lebensmittelmärkten wächst. Gleichzeitig treiben Extremwetterereignisse, der Verlust natürlicher Lebensräume und das Verschwinden wichtiger Bestäuberarten die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach oben. Die Folgen reichen von steigenden Lebensmittelpreisen über sinkende Versorgungssicherheit bis hin zu erheblichen wirtschaftlichen Risiken für Unternehmen, Regionen und ganze Volkswirtschaften.

"Artenvielfalt und ein stabiles Klima sind die Grundlage für erfolgreiche Wirtschaft. Wir investieren weltweit 9 Billionen Dollar in die grüne Transformation. Wenn wir das nicht tun, würde es uns das 3- bis 5-fache kosten", erklärt Ökonomin Sigrid Stagl

SPAR Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Markus Kaser hob die heimischen Landwirt:innen positiv hervor: “Wir sind in Österreich in Summe gesegnet mit großartigen und innovativen Landwirten. Das ist den Menschen oft gar nicht so bewusst.” 

Die Beweislast wurde neben hochrangigen Expert:innen zusätzlich von nationalen und internationalen Studien und Umfragen wie dem Global Risk Report, der BeeWild Study und dem BeeWild Index untermauert. Der bedrückende Konsens: Die Frage lautet nicht mehr, ob die Auswirkungen spürbar werden, sondern wann diese nur mehr schwer einzudämmen sind. Entscheidend ist nun, wie entschlossen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln. Der BeeWild Kongress 2026 endete daher mit einem gemeinsamen Appell: „Die Herausforderungen sind bekannt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen auf dem Tisch. Die wirtschaftlichen Folgen werden zunehmend sichtbar. Was fehlt, ist nicht Wissen, sondern der Mut zu handeln“, bringt es BeeWild Initiator Manfred Hohensinner auf den Punkt. 

 

BeeWild Award 2026 geht an Stefan Hipp

Emotionaler Höhepunkt des BeeWild Kongresses 2026 war die Verleihung des BeeWild Awards an den deutschen Unternehmer Stefan Hipp. Mit der Auszeichnung würdigt BeeWild Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Nachhaltigkeit, Biodiversität und verantwortungsvolles Wirtschaften einsetzen. Ausgezeichnet wurden bereits Persönlichkeiten wie Musiklegende Sting, die einzigartige Jane Goodall sowie die österreichische Feuerwehr für ihren unermüdlichen Einsatz für Mensch und Natur. Die Laudatio hielt der ehemalige Erste Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, der in seiner Würdigung die Bedeutung unternehmerischer Verantwortung für die Bewältigung der ökologischen Herausforderungen unserer Zeit hervorhob. In seiner Dankesrede appellierte Stefan Hipp an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, nachhaltiges Handeln als gemeinsame Zukunftsaufgabe zu verstehen.

 

Über BeeWild

BeeWild ist eine österreichische Artenschutz-Initiative, gegründet von Frutura-Geschäftsführer Manfred Hohensinner, die sich seit Jahren aktiv für Biodiversität, Arten- und Katastrophenschutz sowie nachhaltige Lebensmittelproduktion einsetzt. 

Ein zentrales Element von BeeWild ist das sogenannte 10:1-Modell. Es unterstützt Landwirt:innen aktiv dabei, auf eine umweltschonende, moderne und dennoch wirtschaftlich erfolgreiche Landwirtschaft umzusteigen. 10:1 bedeutet, dass Landwirt:innen pro 10 Hektar Anbaufläche, zusätzlich einen Hektar als Biodiversitätsfläche anlegen. Dadurch kann nicht nur umweltschonend und ertragreicher produziert werden, sie verbessern ebenso die Bodenqualität, in Folge die Wasserfiltration und wirken somit als natürlicher Katastrophenschutz vor zunehmenden Wetterextremen wie Starkregen und Dürreperioden. Mit dem Schutz von Bienenweiden leistet BeeWild einen konkreten Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. Unterstützt wird die Initiative von prominenten Artenschutzpatron:innen wie Elīna Garanča, Dominic Thiem, Andreas Gabalier oder Lizz Görgl.

Rückfragen & Kontakt

Bernhard Leitner
PR- und Kommunikationsmanager
BeeWild
Telefon: +43 664 88478688
E-Mail: [email protected]
Website: www.beewild.com

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