- 10.06.2026, 10:15:05
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Innovation braucht Standards: Graz wird zum internationalen Hotspot der Standardisierung
Innovation braucht Standards: Graz wird zum internationalen Hotspot der Standardisierung Universitäten, Forschung und Wirtschaft diskutieren die Bedeutung von Standards für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.
Ob Ladegeräte, Medizintechnik oder Künstliche Intelligenz: Hinter vielen Innovationen stehen Standards. Im Juni wird Graz zum Treffpunkt internationaler Expertinnen und Experten, die diskutieren, welche Rolle Standardisierung künftig in Forschung und Hochschulbildung spielen soll. Mit dem Academic Standards Day und der EURAS Annual Standardisation Conference finden im Juni gleich zwei internationale Veranstaltungen in Graz statt, die sich mit der Rolle von Standards in Bildung, Forschung und Gesellschaft beschäftigen.
Angesichts technologischer Entwicklungen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und neuer Anforderungen an Nachhaltigkeit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Standards Innovationen fördern und gleichzeitig Vertrauen schaffen können.
Der 1. österreichische „Academic Standards Day“ am 16. Juni hat zum Motto „Zukunft gestalten – warum Standards wichtig sind!“ Er ist Teil der europäischen Initiative EDU4Standards. Die Veranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Standardisierung zusammen, um zu erörtern, wie Standards zu Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt beitragen. Austrian Standards organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz, der Technischen Universität Graz und der FH CAMPUS 02.
„Standards schaffen die Grundlage dafür, dass Innovationen verbreitet, verglichen und vertrauenswürdig eingesetzt werden können. Standardisierung entscheidet oft darüber, ob eine Innovation den Weg aus dem Labor in die Praxis findet“, betont Professor Dr. Karl Grün, Deputy Managing Director von Austrian Standards International und Leiter der Stabsstelle Standards Affairs. Als langjähriger Experte wird er vor Ort erläutern, warum Standards und Standardisierung strategische Instrumente angewandter Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik sind.
Die 30th EURAS Annual Standardisation Conference von 24. bis 26. Juni behandelt das Thema „Values in Standards“. EURAS, die Europäische Akademie für Normung e.V., hat sich zum Ziel gesetzt, Forschung, Lehre und Publikation im Bereich der Normung zu fördern.
Karl Grün ist überzeugt: „Bildung und Standards gehören zusammen. Kenntnisse der Standardisierung sind eine Schlüsselkompetenz für zukünftige Fachkräfte – ob in Technologie, Recht, Wirtschaft, Forschung oder öffentlicher Verwaltung. Ziel ist es, Studierenden und jungen Fachkräften zu vermitteln, wie Standards Innovationen ermöglichen, Märkte erschließen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können.“
Die Veranstaltungen
Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung bis 12. Juni möglich.
Human Factor in Digital Transformation
Motto: “Zukunft gestalten – warum Standards wichtig sind!“
16. Juni 2026, 09.00 bis 17.00 Uhr
Universität Graz
Mehr Information zur Inititative EDU4Standards
The 30th EURAS Annual Standardisation Conference
24. bis 26. Juni 2026
Universität Graz
Organisator: European Academy for Standardisation (EURAS) University of Graz
Über Austrian Standards
Austrian Standards ist die österreichische Organisation für Standardisierung & Innovation und Teil eines internationalen Netzwerks in 175 Ländern. Ziel: Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, Innovationen zu fördern und die Wettbewerbs- und Exportfähigkeit der österreichischen und europäischen Wirtschaft zu steigern. Standards entstehen hier nicht am Reißbrett, sondern in der Praxis: Über 5.000 Expert:innen aus rund 3.000 unterschiedlichen Organisationen, Disziplinen und Branchen aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und NGOs bringen ihr Know-how ein. Austrian Standards vernetzt sie auf europäischer und internationaler Ebene – etwa über ISO, CEN oder ETSI – und sorgt dafür, dass Österreich weltweit mitgestaltet. Der wirtschaftliche Nutzen von Standards ist groß: Rund 20 Prozent des realen BIP-Wachstums in Österreich gehen auf Standards zurück – das entspricht etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr. Standards generieren 6,5 Prozent des jährlichen Beschäftigungswachstums, was rund 1.500 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten pro Jahr entspricht, und tragen zu 30 Prozent des Wachstums der allgemeinen Arbeitsproduktivität bei. Mit digitalen Lösungen, Fachpublikationen, Events, Seminaren und Zertifizierungen unterstützt Austrian Standards deren praktische Anwendung. Austrian Standards beschäftigt rund 150 Mitarbeitende und wurde 2024 mit equalitA, dem Gütesiegel für innerbetriebliche Frauenförderung, ausgezeichnet. www.austrian-standards.at
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