• 18.05.2026, 12:44:08
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LR Kaineder: Klimastatusbericht 2025 zeigt zunehmende Trockenheit und fallende Grundwässer als akute Bedrohung für Oberösterreich

LR Kaineder: Klimastatusbericht 2025 zeigt zunehmende Trockenheit und fallende Grundwässer als akute Bedrohung für Oberösterreich – Niederschläge der vergangenen Tage nur Tropfen auf heißem Stein 

Wie auch die Trockenheit in den vergangenen Monaten und neuen Rekorden an Tiefstständen der oberösterreichischen Grundwasserkörper zeigt auch der heute veröffentlichte Klimastatusbericht des Klima- und Energiefonds, dass eine akute Bedrohung durch den Klimawandel für Oberösterreich bei der Trinkwasserversorgung besteht. 

Der Bericht über das Klimajahr 2025 macht sichtbar, was viele Menschen im Land bereits erleben: Weniger Schnee, längere Trockenphasen, mehr Hitze und Starkregen, der oft rasch abrinnt, statt in den Boden zu sickern. Österreichweit könnten die verfügbaren Grundwasserreserven bis 2050 um bis zu 23 Prozent sinken, während gleichzeitig der Wasserbedarf steigt.

Oberösterreich war 2025 besonders stark betroffen. Im Bundesland fielen im Schnitt nur 827 Millimeter Niederschlag. Das ist rund ein Viertel Prozent weniger als im Klimamittel. In der Nordwesthälfte, also genau in Teilen des Innviertels, Mühlviertels und Hausruckviertels, fehlten sogar 40 Prozent. Der Klimarückblick nennt 2025 für Oberösterreich das trockenste Jahr seit 65 Jahren und eines der 15 trockensten Jahre seit 150 Jahren. Auch heuer bleibt die Lage angespannt. Laut GeoSphere Austria war der April 2026 in Oberösterreich um 50 bis 70 Prozent niederschlagsärmer als üblich. 

„Wer heute noch so tut, als wäre Trockenheit nur ein Thema für andere Regionen, muss nach Schärding, ins Mattigtal oder in jene Siedlungen fahren, wo Menschen an ihren Hausbrunnen hängen. Gerade in mit Hausbrunnen versorgten Gemeinden spüren es die Menschen als erstes, was die tief gefallenen Grundwasserkörper für Auswirkungen haben“, warnt Kaineder. 

„Wir brauchen daher Tempo beim Ausbau der öffentlichen Trinkwasserversorgung in jenen Orten und Siedlungen, die heute noch stark von einzelnen Hausbrunnen abhängen. Öffentliche Netze haben meist mehrere Wasserquellen, Speicher und geprüfte Qualität“, verweist Kaineder auch auf das Angebot durch das Land OÖ, die Gemeinden beim Ausbau zu unterstützen. 

Gleichzeitig muss es in Oberösterreich gelingen, das Wasser wieder besser in der Landschaft halten: gesunde Böden, weniger Versiegelung, lebendige Bäche, intakte Auen, mehr Schatten und mehr Raum für Regen. Renaturierung und Bodenschutz sind daher die Hauptaufgaben, um die Lebensgrundlagen für die Oberösterreicher/innen zu bewahren.

Rückfragen & Kontakt

Werner Dedl
Presse LR Kaineder
Telefon: +43 732 77 20-120 83, +43 664 600 72-120 83
E-mail: [email protected]

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