• 12.05.2026, 12:59:38
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Pressemitteilung | Klagenfurter Studierendenteam hat sich als bestes Team für Wettbewerb bei der größten Robotikkonferenz der Welt qualifiziert

Pressemitteilung | Studierendenteam der Universität Klagenfurt hat sich als bestes Team für Wettbewerb bei der größten Robotikkonferenz der Welt qualifiziert

BrokenArm heißt das Team rund um Nadezhda Varzonova, das von 2. bis 4. Juni 2026 bei der IEEE International Conference on Robotics and Automation bei der Robotic Grasping and Manipulation Competition antreten wird. Das Team geht dabei in einer Favoritenposition ins Rennen, gelang es den Klagenfurter Studierenden doch, in der Qualifikation die höchste Gesamtpunktezahl zu erzielen. 

Nadezhda Varzonova begann im Sommersemester 2023 ihr Bachelorstudium Robotics and Artificial Intelligence an der Universität Klagenfurt. Die Softwareentwicklerin kam ein halbes Jahr davor aus Russland mit 24 Jahren nach Österreich, um sich hierzulande stärker in Richtung Forschung zu orientieren. Das englischsprachige Bachelorstudium bot ihr die entsprechenden Chancen, die sie zu nutzen wusste. Zunehmend vom Thema Robotik begeistert, arbeitet sie aktuell in der Forschungsgruppe Smart Systems Technology von Hubert Zangl. Mit ihren Leistungen konnte sie schon eine Reihe von Erfolgen verzeichnen, unter anderem den Best Performer Award der Fakultät für Technische Wissenschaften, aber auch die Nominierung für den Best Paper Award bei der Simultech-Konferenz. In diesem Umfeld beschloss sie auch, ein Team für den internationalen Robotik-Wettbewerb aufzubauen. 

Der Bewerb, an dem die Gruppe teilnimmt, widmet sich dem Thema „Human-to-Robot Handovers“, bei dem Roboter zuvor unbekannte Objekte mit unbekannten physikalischen Eigenschaften (Masse, Steifigkeit, Inhalt) unter realistischen Herausforderungen wie Transparenz, Verdeckungen und Reflexionen sicher entgegennehmen und handhaben muss. 

„In den vergangenen Monaten habe ich dieses Tam bestehend aus Daniel Bugelnig, Markus Kräuter, Valerian Pichler, Christoph W. Rauter von Grund auf aufgebaut und geleitet – von der Rekrutierung und Strukturierung des Teams über die Definition der Systemarchitektur bis hin zur Koordinierung der Entwicklung der der Mitwirkung an der Umsetzung unserer Technologien. Was als abstrakter Plan begann, entwickelte sich zu einem voll funktionsfähigen, autonomen Robotersystem“, berichtet Nadezhda Varzonova. 

Ihre Teamkollegen haben auch vielfältige Vorerfahrungen einzubringen. So verfügt Markus Kräuter, Absolvent der HTL Mössingerstraße und Student im BA Robotics and Artificial Intelligence über viel Erfahrung in der Softwareentwicklung. 2022 hat er ein Softwareunternehmen gegründet, außerdem ist er studentischer Mitarbeiter und Tutor. Daniel Bugelnig schloss die HTL für Mechatronik in Lienz und das Bachelorstudium Informationstechnik ab; aktuell studierte er im Master Information and Communications Engineering. 2024 erhielt er den Best Performer Award der Fakultät für Technische Wissenschaften und seine Bachelorarbeit wurde mit dem Digitalisierungsstipendium des Landes Kärntens ausgezeichnet. Sein erstes Paper wird demnächst im IEEE Internet of Things Magazine erscheinen. Christoph Rauter absolvierte die HTL Villach und studierte schon mit 16 im Programm „Schülerinnen und Schüler an die Hochschulen“ an der Universität Klagenfurt. Er ist aktuell als Tutor tätig. Ein Paper, bei dem er als Co-Autor fungierte, wurde schon 2023 bei der ACSOS in Toronto vorgestellt. Valerian Pichler schloss die HTL Mössingerstraße und das Bachelorstudium Informationstechnik ab und ist nun im Masterstudium Information and Communications Engineering. Auch er arbeitet als Tutor an der TEWI-Fakultät. 

Zur bisherigen Qualifikationsphase erzählt Nadezhda Varzonova: „Wir mussten das CORSMAL-Benchmark-Protokoll ausführen. Dafür haben wir 288 Konfigurationen mit externen Freiwilligen absolviert und unsere Ergebnisse gemeinsam mit anderen 11 Teams aus führenden internationalen Forschungsgruppen eingereicht.“ Das Ergebnis beeindruckt schon jetzt: Das Team erzielte die höchste Gesamtpunktezahl in der Qualifikation. Diese Rangliste ist nach wie vor dynamisch. Die Teams werden dazu ermutigt, ihre Systeme weiter zu verbessern und ihre Ergebnisse erneut einzureichen, sodass sich die aktuelle Rangfolge noch ändern kann, wenn leistungsstärkere Forschungsgruppen ihre Lösungen verfeinern. Gleichzeitig arbeitet das BrokenArm-Team weiter daran, die Robustheit des Systems zu verbessern, taktile Sensorkomponenten zu integrieren und einen Artikel zu verfassen, in dem ihr Ansatz für eine mögliche zukünftige Veröffentlichung beschrieben wird.

Die Leistungen erfüllen Teamleaderin Nadezhda Varzonova schon jetzt mit Stolz: „Wir sind ein Team, das zum ersten Mal teilnimmt und diese Arbeit neben dem Studium und anderen Verpflichtungen unter einen Hut bringen muss.“ Für ihre eigene wissenschaftliche Karriere hat sie viel vor: „Ich möchte zu jenen Forscher:innen gehören, die die intelligente Robotik vorantreiben. Forschungsziele sind eine bessere visuelle Einschätzung neuer Objekte, die Planung flüssiger Bewegungen und taktile Intelligenz, bei der der Roboter erkennen muss, wonach er gerade greift. Die Robotik bietet noch eine Vielzahl von weiteren Forschungsbereichen, die extrem spannend sind.“ Ihre nächsten Schritte sind bereits geplant: So wurde sie zuletzt für den Masterstudiengang Robotik an der EPFL (École Polytechnique Fédérale de Lausanne) Schweiz, einer der weltweit führenden Universitäten in dem Bereich, zugelassen. 

Der Wettbewerb findet im Rahmen der International Conference on Robotics and Automation (kurz ICRA) statt, die nach Austragungen in Großbritannien (2023), Japan (2024), USA (2025) nun in Wien (2026) stattfindet. Die Konferenz gilt als die größte Robotikkonferenz der Welt. 

Nadezhda Varzonova betont: „Unabhängig vom endgültigen Ausgang des Wettbewerbs hoffe ich, dass diese Initiative über dieses Jahr hinaus fortgesetzt wird und dass sich in Zukunft noch stärkere Teams herausbilden. Meiner Ansicht nach ist der wichtigste Schritt, eine solche Initiative überhaupt erst ins Leben zu rufen und dann schrittweise aus den praktischen Erfahrungen des Wettbewerbs zu lernen.“

Rückfragen & Kontakt

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Romy Müller
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