• 11.05.2026, 09:00:50
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Pressemitteilung: Wenn Worte fehlen, spricht die Musik

PRESSEMITTEILUNG Wenn Worte fehlen, spricht die Musik Mödling/Bad Vöslau, 11. Mai 2026 - Der Eurovision Song Contest rückt die verbindende Kraft von Musik ins internationale Rampenlicht. Aus diesem Anlass erinnern der Landesverband Hospiz Niederösterreich und MOKI NÖ – Mobile Kinderkrankenpflege mit den Kinder- und Jugend- Palliativteams (KI-JU-PALL Teams) daran, dass Musik für Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen sowie deren Familien oft ein Zugang zu Trost, Ausdruck, Nähe und Entlastung sein kann.

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Medienvertreterinnen und Medienvertreter,

gerade in der Hospiz- und Palliativbegleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen stößt Sprache oft an ihre Grenzen. Gefühle wie Angst, Trauer, Überforderung oder auch Freude lassen sich nicht immer in Worte fassen. Musiktherapie kann hier einen Ausdruck ermöglichen, der ohne Sprache auskommt: Klänge, Rhythmus und Melodien unterstützen emotionale Prozesse, helfen dabei, innere Spannungen zu regulieren und schaffen Momente von Nähe, Ruhe und Verbundenheit.

Musiktherapie ist dabei ein niederschwelliger Zugang, der keine musikalischen Vorkenntnisse voraussetzt. Im Mittelpunkt stehen nicht Leistung oder musikalisches Können, sondern Wahrnehmung, Beziehung und kreativer Ausdruck. Schon einfache Möglichkeiten wie Summen, bewusstes Hören oder rhythmisches Mitmachen ermöglichen eine aktive Teilnahme. Zusätzlich kommen Instrumente zum Einsatz, die sich einfach und intuitiv spielen lassen. Bereits kleine Kinder können sich so auf eine Weise mitteilen, die ihrer Erlebniswelt oft näher ist als Sprache. Familien können durch gemeinsame musikalische Erfahrungen Verbindung erleben und in belastenden Zeiten Entlastung finden.

Musiktherapeut Mag. Bernhard Piller, MSc, betont, dass Musiktherapie sehr unterschiedlich erlebt werden kann und gerade deshalb so wertvoll ist: „Sie eröffnet einen geschützten Raum, in dem alles da sein darf und nichts geschehen muss – frei von Bewertung. Betroffene Kinder und Familien können aktiv mitwirken oder einfach zuhören und sich von den Klängen tragen lassen. Besonders in der terminalen Phase kann Musiktherapie beruhigend, tröstend und angstlösend wirken. Sie kann dabei unterstützen, Stress zu reduzieren, das subjektive Wohlbefinden zu stärken und selbst dort Kommunikation ermöglichen, wo Sprache nicht mehr möglich ist.“

Dass Musiktherapie in sensiblen Versorgungsbereichen einen wichtigen Beitrag leisten kann, wird durch bestehende Angebote sichtbar. „In Hospiz und Palliative Care von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien erleben wir immer wieder, wie wichtig ganzheitliche Unterstützung ist. Mit Musiktherapie können wertvolle Momente geschaffen werden“, so Petra Kozisnik, Geschäftsführerin Landesverband Hospiz Niederösterreich.

Damit dieses Potenzial noch stärker wahrgenommen wird, braucht es mehr Information und Aufklärung über das, was Musiktherapie tatsächlich leistet. Noch immer wird sie häufig mit bloßem Musikhören gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine fundierte therapeutische Methode mit klaren Zielen, professioneller Ausbildung und hoher individueller Ausrichtung. Seit 2009 ist Musiktherapie in Österreich zudem eine gesetzlich anerkannte Therapiemethode.

„Für Kinder, Jugendliche und Familien in schweren Lebenssituationen ist es entscheidend, Unterstützung zu erfahren, die über physische und kognitive Aspekte der gesundheitlichen Versorgung hinaus geht und auch emotional trägt. Musiktherapie eröffnet hier einen geschützten Raum, in dem Kinder ihre Gefühle auf kreative Weise ausdrücken können – und Familien Momente des Miteinanders und der Stärkung erleben“, erklärt Renate Hlauschek, MSc, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins MOKI NÖ – Mobile Kinderkrankenpflege. Die KI-JU-PALL Teams von MOKI NÖ unterstützen Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen dort, wo sie sich am sichersten fühlen: zu Hause im Kreise ihrer Familie.

Mit Blick auf den Eurovision Song Contest 2026 möchten der Landesverband Hospiz Niederösterreich und MOKI NÖ darauf aufmerksam machen, dass Musik weit mehr ist als ein verbindendes und begeisterndes Element. Sie entfaltet auch therapeutische Wirkungen und kann medizinische, pflegerische sowie psychosoziale Angebote sinnvoll ergänzen.

Im Zeichen dieses europäischen Musikereignisses wollen beide Organisationen das öffentliche Bewusstsein dafür stärken, wie Klänge, Rhythmus und Emotionen nicht nur Menschen über Grenzen hinweg verbinden, sondern auch im medizinischen und pflegerischen Kontext Halt, Trost und Lebensqualität spenden. Oder mit den Worten von Victor Hugo: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ 

Die Initiative versteht sich als Beitrag zu einer ganzheitlichen Versorgung – dort, wo Musik Brücken baut zwischen Körper, Geist und Seele. 

 

Über den Landesverband Hospiz NÖ: Der Landesverband Hospiz NÖ wurde 2001 als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Mödling gegründet. Als Dachorganisation ist der Landesverband Hospiz NÖ mit allen Hospiz- und Palliative Care Angeboten und Initiativen in Niederösterreich eng verbunden und fungiert als Botschafter für einen guten und würdevollen Umgang mit dem Leben und dem Sterben. Kernkompetenzen sind die kontinuierliche Qualitätsentwicklung in der niederösterreichischen Hospiz- und Palliativversorgung sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Gesundheitsversorgung für Hospiz und Palliative Care.

Wesentlich ist es, sicherzustellen, dass alle Menschen – unabhängig von sozioökonomischem Hintergrund – Zugang zu qualitativ hochwertiger Hospiz- und Palliative Care bekommen. 

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensbedrohlichen oder lebensbegrenzenden Erkrankung steht das Hospizteam HoKi NÖ zur Verfügung.

Sterben betrifft uns alle. Sprechen wir darüber. Weitere Informationen: www.hospiz-noe.at

 

Über die Kinder- und Jugend-Palliativteams (KI-JU-PALL) von MOKI NÖ: Seit 2007 begleitet der Verein MOKI NÖ - Mobile Kinderkrankenpflege mit vier Kinder- und Jugend-Palliativteams Kinder, Jugendliche und ihre Familien, wenn eine Diagnose alles verändert. Das Ziel: individuelle Lebensqualität schaffen - in einer Zeit, die von Unsicherheit, Schmerz und Abschied geprägt ist. Die Teams übernehmen die medizinisch-pflegerische Versorgung, lindern belastende Symptome und sorgen dafür, dass alle notwendigen Hilfsmittel rasch zur Verfügung stehen. So können Kinder und Jugendliche ihre letzten Tage, Stunden oder Wochen im Kreis ihrer Familie und in vertrauter Umgebung verbringen - behütet und geborgen. 

Weitere Informationen: https://noe.moki.at/palliativteam/

 

Bei weiteren Fragen, stehe ich Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung!

Beste Grüße

Eva Nahrgang 

Rückfragen & Kontakt

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Mag. Eva Nahrgang
Telefon: 06645348400
E-Mail: [email protected]

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