- 08.05.2026, 15:14:11
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LH Stelzer/LR Achleitner: Oberösterreich arbeitet gemeinsam daran, im Gegenwind aufzusteigen
LH Stelzer/LR Achleitner: Oberösterreich arbeitet gemeinsam daran, im Gegenwind aufzusteigen
Zukunftsforum Oberösterreich 2026 mit mehr als 580 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal mehr zentrale Plattform für neue Perspektiven, innovative Lösungen und die Vorbereitung nächster Entwicklungsschritte
Das Zukunftsforum Oberösterreich 2026 im Oberbank Donau-Forum in Linz wurde zum Windkanal für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich: 580 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Interessenvertretungen haben darüber diskutiert, wie der Standort OÖ trotz Gegenwind auf Aufwind setzen und ins Tun kommt. „Das Zukunftsforum OÖ zeigt einmal mehr, dass in Oberösterreich die Zusammenarbeit im Vordergrund steht – von der Politik über Sozialpartner und Forschende bis zu den Unternehmen –, wenn es um Lösungen und Innovationen geht, die unseren Standort noch zukunftsfitter machen. Bei uns wird aber nicht nur geredet, sondern es wird dann auch rasch umgesetzt“, stellte Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer fest. Dabei verwies der Landeshauptmann auch auf das Thema KI. „Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, müssen wir genau jetzt verändern und erneuern. Darum investieren wir in Bildung, Forschung und Entwicklung. Denn wir halten mit dem geballten KI-Know-how in Oberösterreich eine Saat in Händen, aus der es jetzt etwas zu machen gilt.“ Auch Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner sieht KI als Turbo für die Wettbewerbsfähigkeit: „Wir haben KI in der Wirtschafts- und Forschungsstrategie des Landes upperVISION2030 als Schlüsseltechnologie definiert. Jetzt geht es darum, sie mit Tempo in die Unternehmen zu bringen. Den Aufwind nutzen wir, indem wir alle an einem Strang ziehen, Wirtschaft und Forschung miteinander vernetzen und Innovationen schneller auf den Markt bringen als andere Regionen.“
Neben Zusammenarbeit sollte auch Optimismus im Vordergrund stehen, das zog sich wie ein roter Faden durch das Zukunftsforum OÖ 2026. Industriellenvereinigung OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch unterstrich den optimistischen Zugang mit einem Zitat von Winston Churchill: „Ein Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Gelegenheit; ein Optimist sieht die Gelegenheit in jeder Schwierigkeit.“
Jetzt ist die Zeit für Tempo
Auch Monika Köppl-Turyna, Direktorin des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, zitierte Winston Churchill: „Drachen steigen am höchsten gegen den Wind – nicht mit ihm.“ Sie machte klar, worum es geht: strukturelle Reformen statt Ausreden. „Die Demografie schwächt den Arbeitsmarkt und das Budget. Die Auswirkungen beim Budget sind nicht durch Kriege oder Corona entstanden.“
Der Weg zum Comeback
Wie Unternehmen selbst in schwierigen Zeiten wieder Tritt fassen, zeigte Keynote-Speaker Christoph Schneider von der Economica GmbH. Und er hatte gleich zu Beginn eine positive Botschaft: „Trotz aller widrigen Bedingungen wächst die Weltwirtschaft.“ Leider hinke Österreich beim Wachstum hinterher, daher sinken die Investitionen: „Investitionen sind das Knochenmark des Wirtschaftswachstums.“
Investieren ist entscheidend
Dass das funktioniert, beweist die FACC AG: CEO Robert Machtlinger schilderte das eindrucksvolle Comeback seines Unternehmens nach der Krise. Trotz massiver Einbrüche wurde konsequent investiert – vor allem in Forschung und neue Technologien. Heute steht für ihn fest: „Die Industriestrategie des Bundes gibt die Richtung vor, jetzt müssen wir umsetzen. Ärmel hoch und los!“
Qualifizierung als Schlüssel für den Aufwind
Ein zentraler Hebel für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ist die Qualifizierung und vor allem die Weiterbildung, machte. Sozialforscherin Eva Zeglovits deutlich: „Eine Erstausbildung reicht heute in den seltensten Fällen für ein ganzes Berufsleben. „Wenn Menschen mit der betrieblichen Weiterbildung zufrieden sind, sind sie auch zufriedener mit ihrer beruflichen Tätigkeit.“ Das wiederum habe auch Auswirkungen auf die Produktivität.
Lebenslanges Lernen
Auf dem Podium waren sich daher AK-Präsident Stangl, Lukas Fliesser vom Betriebsrat bei Bilfinger, Uta Stockbauer von der Miba Gruppe sowie Ursula Schöneborn-Siligan von der MIC Holding einig: Lebenslanges Lernen und „learning on the job“ gewinnt an Bedeutung. Die Beschäftigten müssen bei der Gestaltung von Weiterbildungskonzepten mitreden dürfen und Weiterbildungsangebote während der Arbeitszeit würde es Arbeitnehmern erleichtern, daran teilzunehmen.
Zukunftsfreude statt Zukunftsangst
Ein weiterer roter Faden zog sich durch das Zukunftsforum: Künstliche Intelligenz kann uns bei den aktuellen Herausforderungen helfen und ist eine Antwort auf den Fachkräftebedarf. Daher braucht es auch hier breite Kompetenz im Umgang mit KI bei allen Menschen. Microsoft-Österreich-Manager Harald Leitenmüller brachte es auf den Punkt: „Die, die keine Angst vor der Zukunft haben, gestalten sie. Klären Sie daher die Menschen über KI auf und nehmen Sie ihnen die Angst davor.“ Denn KI sei ein entscheidender Hebel für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Die Menschen müssten aber verstehen, wie und wo sie sie sinnvoll einsetzen können und welche Vorteile sie von einer neuen Technologie haben.
Aus Fehlern lernen
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer verwies auf die hohe Dynamik in Oberösterreich: Initiativen wie KI-Roadshows und Förderprogramme stoßen auf enorme Nachfrage und bringen das Thema in die Breite. „Die Angst, nicht dabei zu sein, ist ein Turbo“, sagte Hummer. IV-OÖ-Präsident Thomas Bründl verwies darauf, dass es eine Fehlerkultur und den Mut brauche, Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen: „Und wir müssen Unternehmen intelligent zusammenspannen, damit sie voneinander lernen.“
KI als Werkzeug für Produktivität
Harald Leitenmüller ist überzeugt, dass KI neue Berufsfelder und Karriereschritte ermöglicht: „Jeder Beschäftigte wird künftig zu einem Agent Boss. Er wird mehrere KI-Tools orchestrieren und an diese digitalen Mitarbeiter Aufgaben delegieren. Um gute Ergebnisse zu erhalten, muss er aber lernen, richtig zu delegieren. Das ist ein attraktives Karriereziel.“ Christoph Knogler, Geschäftsführer der KEBA Group, ergänzte: „Wir müssen KI nüchtern betrachten: als Technologie, die wir nutzen können, um die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“
Erfolgsfaktor Zusammenarbeit im Land
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist und bleibt die enge Zusammenarbeit im Land. Das Zukunftsforum wird von der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria organisiert, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Wirtschaftskammer OÖ, Arbeiterkammer OÖ und Industriellenvereinigung OÖ. Business Upper Austria-Geschäftsführer Werner Pamminger brachte das Leitmotiv „Aufwind für den Standort“ auf den Punkt: „Ein Schispringer oder Segler kann den Wind nicht beeinflussen, aber er weiß, wie man damit umgeht. Es geht darum, den Aufwind zu gestalten.“
Rückfragen & Kontakt
DI Christian Kitzmüller
Presse LH Stelzer
Telefon: +43 732 77 20-116 25, +43 664 600 72-116 25
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Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
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