• 15.04.2026, 15:11:43
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LR Steinkellner: Meilenstein für Jahrhundertprojekt: Grünes Licht für A1-Anschlussstelle und B139 Neu bei Haid

Meilenstein für Jahrhundertprojekt: Grünes Licht für A1-Anschlussstelle und B139 Neu bei Haid

Ein jahrelang intensiv diskutiertes Infrastrukturprojekt im oberösterreichischen Zentralraum erreicht einen entscheidenden Durchbruch: Mit der Bestätigung des UVP-Bescheids für die AST Traun durch das Bundesverwaltungsgericht ist ein wesentliches Hindernis für die geplante A1-Anschlussstelle an die B139-Umfahrung Haid beseitigt. Der Weg zur Umsetzung des Großprojekts ist damit frei.

Durchbruch nach langjährigem Verfahren

Nach Jahren umfangreicher Planungen und Abstimmungen wurde nun ein zentraler Meilenstein erreicht: Das Bundesverwaltungsgericht hat heute seine Entscheidung im vorliegenden Verfahren für die neue AST Traun mündlich verkündet.

Dabei wurde entschieden, dass die Beschwerden der Bürgerinitiative „Grüngürtel statt Westspange“ gegen die beiden teilkonzentrierten UVP-Genehmigungen für die ASt Traun/Haid – unter Abänderung einzelner Spruchpunkte – abgewiesen werden. Gleichzeitig wurde das Verfahren zu den Beschwerden der OÖ Umweltanwaltschaft eingestellt.

"Die Bürgerinitiative sorgt für Verzögerungen und erhöht somit die Kosten deutlich. Jeden Tag stehen bei den Kreisverkehren rund um Haid die Verkehrsteilnehmer im Stau, deshalb braucht es die neue Autobahnanbindung und die Umfahrung.  Es kann nicht sein, dass ein paar Wenige, die nicht direkt betroffen sind, ein solch wichtiges Projekt derartig verzögern.", so Landesrat Günther Steinkellner

Bereits Ende Dezember 2023 lagen die erstinstanzlichen Genehmigungen vor, jedoch verzögerten eingebrachte Beschwerden den weiteren Fortschritt erheblich. Erst im Herbst 2025 wurden die Einsprüche gegen die B139-Umfahrung endgültig abgewiesen. Im Zuge der aktuellen Verhandlungen standen u.a. Auswirkungen auf Bodenverbrauch und Flächennutzung im Fokus. 

Landesrat Günther Steinkellner unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung: „Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist ein entscheidender Durchbruch für eines der wichtigsten Verkehrsprojekte im Zentralraum. Sie bestätigt den eingeschlagenen Weg und schafft die notwendige Rechtssicherheit für die Umsetzung. Die B139 Neu samt A1-Anschlussstelle ist ein zentraler Baustein, um die Verkehrsströme neu zu ordnen, bestehende Ortskerne spürbar zu entlasten und die Standortqualität der gesamten Region nachhaltig zu stärken. Jetzt gilt es, dieses Projekt zügig in die Umsetzung zu bringen.“

Ökologische Maßnahmen als Teil des Projekts

Im Zuge des Verfahrens Umfahrung Haid wurden zusätzliche ökologische Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Dazu zählen unter anderem sogenannte „Kiebitzinseln“ zum Schutz gefährdeter Vogelarten. Insgesamt sind für die Umfahrung Haid Ausgleichsflächen für Vögel im Ausmaß von etwa neun Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche vorgesehen.

Starkes Signal für Ansfelden, Pucking und die Region

Für die Stadt Ansfelden stellt die Entscheidung einen bedeutenden Schritt dar. Bürgermeister Christian Partoll betont: „Nach Jahren intensiver, oft auch zäher Verhandlungen, detaillierter Planungen und zahlreicher Abstimmungen auf unterschiedlichsten Ebenen ist diese Entscheidung ein starkes Signal und ein echter Befreiungsschlag für unsere Stadt. Dieses Projekt ist nicht nur ein infrastrukturelles Großvorhaben, sondern ein Jahrhundertprojekt mit enormer Bedeutung für die gesamte Region. Es schafft die Grundlage für eine nachhaltige Verkehrsentlastung und eröffnet neue städtebauliche Perspektiven. Es stärkt langfristig die Lebensqualität unserer Bürger. Ich bin überzeugt, dass wir nun auf der Zielgeraden sind und die noch offenen Gespräche mit den Grundeigentümern zeitnah und konstruktiv abschließen können.“

Auch der Puckinger Bürgermeister Thomas Altof begrüßt die Entscheidung: „Die künftige Verkehrsführung erhöht die Verkehrssicherheit deutlich, die alte provisorische Abfahrt in Haid ist schon längst nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist es derzeit noch immer eine Farce von Linz kommend über die Abfahrt Traun und Reiterkreuzung nach Pucking zu gelangen. Mit der neuen Umfahrung und dem neuen Anschluss an die A1 und A25 wird Straßeninfrastruktur auf unser Gemeindegebiet verlegt. Wir bekennen uns aber zur Verantwortung für die Region und haben kooperativ mit Bund und Land zusammengearbeitet. Bisher hielt die ASFINAG und das Land OÖ ihre Versprechen in puncto Lärmschutz und das erwarten wir auch in Zukunft. Gleichzeitig eröffnet die neue Infrastruktur wichtige Perspektiven für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der beiden Gemeinden.“

Baustart ab 2027 geplant

Die Projektverantwortlichen treiben die Umsetzung weiterhin konsequent voran. Der Baustart ist für das Jahr 2027 vorgesehen, die Fertigstellung der neuen Umfahrung samt Anschlussstelle soll bis spätestens 2030 erfolgen.

Für Ansfelden ergeben sich damit umfassende Entwicklungsperspektiven: von einer besseren Anbindung durch die geplante Regiotram über die Aufwertung des Umfelds rund um das Haid Center und IKEA bis hin zu einer Neugestaltung des Stadtzentrums von Haid. Gleichzeitig wird eine deutliche Entlastung bestehender Verkehrsachsen, insbesondere der Traunuferstraße, erwartet.

Pucking sieht mit der Errichtung dringend nötigen Möglichkeiten eines neuen Betriebsgebietes entgegen. Aber auch die Nähe zur zukünftigen Regiotram wird die Gemeinde im öffentlichen Verkehr besser anbinden. Durch die leistungsstarke Anbindung soll auch der Ausweichverkehr bei Stau auf der B139 über die bereits bestehende Verbindung der B139 und Hasenufer verringert werden. 

Rückfragen & Kontakt

Presse LR Steinkellner
Georg Helmut Pollak
Telefon: +43 732 77 20-172 09, Mobil: +43 664 600 72-172 09
E-Mail: [email protected]

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