- 14.04.2026, 11:26:38
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Steeg/Hallstatt: Fischerwirtschaft fordert Baustopp
Demonstration in Steeg: Fischereiwirtschaft fordert Baustopp während Laichzeit der Traun-Äsche - Sanierung der Seeklause am Hallstättersee soll verschoben werden – Kritik am Verfahren „Gefahr in Verzug“
Steeg/Hallstättersee, 14. April 2026 – über 30 Vertreterinnen und Vertreter der Fischereiwirtschaft sowie regionale Fischerinnen und Fischer demonstrierten heute am frühen Morgen bei der Seeklause in Steeg gegen den geplanten Zeitpunkt der Sanierungsarbeiten. Treffpunkt ist um 7.00 Uhr direkt vor Ort. Im Zentrum der Kritik steht nicht die Notwendigkeit der Sanierung selbst, sondern deren Durchführung mitten in der sensibelsten Phase des Jahres – der Laichzeit der Traun-Äsche.
Ein präzise getaktetes Naturereignis
Die Äsche (Thymallus thymallus) zählt zu den empfindlichsten Fischarten alpiner Fließgewässer. Ihr Fortpflanzungszyklus folgt einem exakt abgestimmten natürlichen Zeitplan: Sobald die Wassertemperatur rund 9 Grad Celsius erreicht, beginnt die Laichzeit. Seit Jahrzehnten wird dieses Naturschauspiel an der Goiserer Traun dokumentiert – heute gilt es als eines der letzten seiner Art.
Während der Laichphase legen die Tiere ihre Eier in lockeren Kiesbetten ab. Diese bleiben bis in den späten Frühling hinein im Gewässer und sind in dieser Zeit besonders anfällig für Störungen. Schon geringe Eingriffe können den Fortpflanzungserfolg eines gesamten Jahrgangs gefährden.
Kritik am Zeitpunkt der Bauarbeiten
Die geplanten Bauarbeiten an der Seeklause fallen genau in dieses kritische Zeitfenster. Aus Sicht der Fischereiwirtschaft bringt ein Baubeginn im April erhebliche Risiken mit sich: Feinsedimente können die Laichplätze verschließen, Lärm und Erschütterungen führen zu Stressreaktionen bei den Fischen, und Veränderungen im Wasserstand können frisch abgelegten Laich zerstören.
„Es geht nicht um ein Bauwerk, das verschoben werden kann – es geht um eine Population, die sich nicht einfach wiederherstellen lässt“, betonen Vertreterinnen und Vertreter der Fischerei. Ein lokales Aussterben der Traun-Äsche hätte nicht nur ökologische, sondern auch langfristige wirtschaftliche Auswirkungen für die Region.
Weitere Infos finden Sie im angehängten Pressetext.
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