- 13.04.2026, 17:01:15
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LR Achleitner: Länder fordern vom Bund bessere finanzielle Absicherung der Fachhochschulen
Landesrat Achleitner: Länder fordern vom Bund bessere finanzielle Absicherung der Fachhochschulen
Wirtschafts- und Wissenschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Erste Konferenz der Wissenschafts-Landesrätinnen und -Landesräte aller Bundesländer mit einem einhelligen Schulterschluss – FHs brauchen Inflationsabgeltung, Basisfinanzierung für Forschung & mehr Spielraum bei neuen Studiengängen“
Praxisorientiertes Studieren verknüpft mit anwendungsorientiertem Forschen für Wirtschaft und Gesellschaft – diese Kombination hat die Fachhochschulen (FH) und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Österreich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer Erfolgsstory werden lassen. „Gerade die Fachhochschule Oberösterreich ist die forschungsstärkste FH in Österreich und zählt im Bereich Forschung zu den führenden FHs deutschsprachigen Raum. Die praxisnahen und innovativen Forschungsergebnisse und die hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen sind Erfolgsfaktoren für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, hebt Wirtschafts- und Wissenschafts-Landesrat Markus Achleitner hervor. „Damit diese Erfolgsgeschichte weiter fortgesetzt werden kann, braucht es aber eine finanzielle Absicherung der Fachhochschulen sowie Flexibilität statt Bürokratie bei der Genehmigung neuer Studiengänge. Diese Forderungen hat die erste Konferenz der Wissenschafts-Landesrätinnen und -Landesräte aller Bundesländer heute in Salzburg einhellig an den Bund gerichtet“, betont Landesrat Achleitner.
Seit der Gründung der Fachhochschulen vor etwas mehr als 30 Jahren wurde die Bundesförderung, die pro Studienplatz ausgeschüttet wird, nur unzureichend valorisiert. „Einsparungen beim Personal und damit bei der Qualität als Konsequenz daraus sind keine erstrebenswerte Option. Andererseits können die Länder, die großteils die Erhalter der FH/HAW sind, nicht dauerhaft für den Bund einspringen und diese Lücke schließen“, erklärt Landesrat Achleitner
„Es braucht daher künftig eine gesetzliche Wertsicherungsklausel für die Fördersätze, wie sie im öffentlichen Sektor sonst durchaus üblich ist. Dazu wollen die Länder, dass jede FH/HAW eine Basisfinanzierung für die Forschung erhält, beispielsweise in der Höhe von 10 Prozent ihres Jahresbudgets“, so Landesrat Achleitner.
Problematisch, weil langwierig und aufwändig, ist auch der Prozess der Akkreditierung von neuen sowie neu adaptierten Studiengängen der Fachhochschulen. Im Gegensatz zu den Universitäten müssen die FH/HAW jeden geplanten Studiengang bei der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) einreichen und genehmigen lassen. „Dieses Verfahren kostet nicht nur eine Menge an Zeit und Personalressourcen, sondern wirkt auch als Innovationsbremse. Daher wollen wir Länder einen Übergang von der Programm- zur Systemakkreditierung. Das heißt, akkreditiert werden sollen die jeweilige FH/HAW und auch konkrete Ausbildungsfelder, nicht mehr jedoch die einzelnen Studiengänge“, erläutert Landesrat Achleitner diese weitere Forderung an den Bund im Sinne von weniger Bürokratie. Klare interne Prozesse und Mechanismen der Qualitätssicherung in den Hochschulen sollen so eine kleinteilige Kontrolle dieses Hochschulsektors überflüssig machen. „Akademische Lehrgänge zur Weiterbildung sollen generell in die Autonomie der themenbezogen systemakkreditierten FH/HAW übergehen. Nur so könne man rasch auf entsprechende Bedürfnisse der Wirtschaft in der Weiterbildung reagieren“, verweist Landesrat Achleitner auf einen weiteren Schulterschluss der Länder zum Thema Fachhochschulen.
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Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
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