• 10.04.2026, 08:30:40
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Stadtwerke Imst: Trockenes Jahr 2025 als Härtetest für Wasserversorgung

Wasser wird knapper: Imst verzeichnete eines der trockensten Jahre der jüngeren Geschichte

Deutlich weniger Niederschlag, kaum Schnee und sinkende Quellergiebigkeit: 2025 stellte die Wasserversorgung in Imst und der mitversorgten Umlandgemeinden vor große Herausforderungen. Dank langfristiger Investitionen der Stadtwerke Imst blieb die Versorgung stabil. Doch die Zahlen zeigen einen klaren Trend – und Handlungsbedarf für die Zukunft.

Mit rund 628 Millimetern Niederschlag war 2025 eines der trockensten Jahre der jüngeren Geschichte. Das entspricht 62,7 Litern pro Quadratmeter – und damit nur knapp 80 % der langjährigen durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge. Hinzu kam der schneearme Winter 2024/2025. Die sonst wichtige Schneeschmelze fiel entsprechend gering aus. Lediglich der Juli brachte durchschnittliche Niederschläge. Der Herbst blieb erneut deutlich zu trocken. Diese Entwicklung wirkte sich direkt auf die natürlichen Wasserspeicher in den Bergen aus.

Quellen liefern spürbar weniger Wasser

Die Stadt Imst bezieht ihr Trinkwasser aus mehreren Quellen im eigenen Gemeindegebiet und aus dem Alpeilgebiet in Tarrenz. Deren Ergiebigkeit ging im Jahresverlauf deutlich zurück. „Der Februar ist saisonal zwar immer der Monat mit den niedrigsten Quellergiebigkeiten. Heuer sank die Schüttmenge jedoch erneut auf nur noch sieben Liter pro Sekunde“, berichtet Thomas Huber, Direktor der Stadtwerke Imst.
Zum Vergleich: 2013 lieferten die Quellen im Gemeindegebiet im Jahresdurchschnitt noch rund 13 Liter pro Sekunde. Die Ursachen liegen vor allem im Niederschlagsdefizit des Vorjahres. Die Bergwasserkörper wirken wie ein Schwamm. Sie nehmen Regen- und Schmelzwasser auf und geben es zeitverzögert an die Quellen ab. Bleibt der Niederschlag aus, können sich diese natürlichen Speicher kaum erholen. „Auch wenn heuer ein massiver Ausreißer nach unten zu beobachten ist, zeigt der Mehrjahresvergleich eindeutig einen rückläufigen Trend“, so Huber.

Wasserschiene Rastbühel – Hoch-Imst sicherte Versorgung

Allein mit den Quellen im eigenen Gemeindegebiet hätten Imst und die mitangebundenen Gemeinden Arzl, Karres und Imsterberg zuletzt nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Eine zentrale Rolle spielt daher die 2024 fertiggestellte Wasserschiene vom Rastbühel nach Hoch-Imst. Die 3,1 Kilometer lange Querleitung bildet das Schlussstück eines mehr als zehn Jahre dauernden Ausbaus der Imster Wasserversorgung. Die Stadtwerke investierten dafür insgesamt über vier Millionen Euro. Neben der Leitung entstanden neue Hochbehälter nördlich der Stadt. Bereits 1989 ließ die Stadt die Alpeilquellen in Tarrenz erschließen. Was ursprünglich als Notreserve gedacht war, stellt heute eine Hauptschlagader dar. Die Alpeilquellen sind heute eine tragende Säule der regionalen Wasserversorgung.

Verbrauch steigt, Quellaufkommen sinkt

Das Versorgungsnetz der Stadtwerke umfasst mehr als 200 Kilometer Leitungen. Rund 5.000 Haushalte in Imst erhalten daraus täglich Trinkwasser. Der tägliche Verbrauch liegt bei etwa 4.000 Hektolitern, also 4 Millionen Litern. Seit 2012 stieg der Wasser-Jahresverbrauch von 640.000 auf knapp 780.000 Kubikmeter. Hauptgründe sind das Bevölkerungswachstum und das Mehr an Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben. Gleichzeitig sank das jährliche Wasseraufkommen im Quellgebiet „Brunnwald“ – dem Kernbereich der Imster Quellen – von 740.000 auf rund 625.000 Kubikmeter. Steigender Bedarf trifft somit auf rückläufiges Angebot.

Strategische Planung für kommende Generationen

„Wir können uns glücklich schätzen, dass die Entscheidungsträger Ende der Achtzigerjahre die Erschließung der Alpeilquellen vorausschauend umgesetzt haben. Ohne dieses Projekt stünden wir heute vor massiven Problemen“, sagt Huber.
Aktuell verfügt Imst noch über ausreichende Kapazitäten. Doch die klimatischen Entwicklungen bleiben schwer kalkulierbar. Zudem liegen die Alpeilquellen im Hochgebirge. Naturgefahren wie Steinschlag, Muren oder Hochwasser bergen zusätzliche Risiken. Die Stadtwerke drängen daher auf einen strategischen Entwicklungsplan für weitere Quellerschließungen im Großraum Gurgltal. „Wir sollten es unseren Vorgängern gleichtun und heute die notwendigen Planungs- und Investitionsschritte setzen. Es geht um die sichere Versorgung der nächsten Generationen. Entsprechende Entwicklungsperspektiven bringen wir aktuell in unseren Gremien zur Diskussion“, betont Huber.

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