- 09.04.2026, 14:22:15
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LR Achleitner: Start des Anhörungsverfahrens für Beschleunigungsgebiete für Windkraft & Sonnenenergie
Landesrat Achleitner: Start des Anhörungsverfahrens für Beschleunigungsgebiete für Windkraft & Sonnenenergie
Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „Die Energiewende erfordert einen Mix aus Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Windkraft - Ausbau überall dort, wo es sinnvoll und genehmigungsfähig ist.“
„Die Umsetzung der Energiewende in Oberösterreich erfordert einen Mix aus Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Windkraft. Wir bekennen uns daher zu einem Ausbau in allen Bereichen – überall dort, wo es sinnvoll und genehmigungsfähig ist. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien liegt Oberösterreich gemeinsam mit Niederösterreich an der Spitze aller Bundesländer. Dieser intensive Ausbau hat dazu geführt, dass in Oberösterreich bereits 91 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen abgedeckt werden. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 63 % und im EU-Schnitt 47 %“, hebt Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner hervor. „Für den Ausbau von Sonnenenergie und Windkraft setzt Oberösterreich auf eine gesamtheitliche Energieraumplanung mit Beschleunigungsgebieten, Ausschlusszonen und neutralen Zonen mit Einzelfallprüfung von Projekten. Damit werden in unserem Bundesland sowohl die Interessen am Ausbau Erneuerbarer Energien als auch am Schutz der Natur berücksichtigt. Für die Erlassung der geplanten Beschleunigungsgebiete wurde nun das Anhörungsverfahren gestartet. Diese umfassen im Bereich Windkraft den Kobernaußerwald mit rund 5.900 ha und den Weilhartsforst mit 2.650 ha“, erklärt Landesrat Achleitner. „Die Teilräume Sternwald West und Sternwald Ost werden nicht als Beschleunigungsgebiete für Windkraft weiterverfolgt, weil mögliche grenzüberschreitende Auswirkungen auf tschechische Schutzgebiete und den grenznahen Naturraum auf SUP-Ebene nicht ausgeschlossen werden konnten. Auf das dortige Projekt Windpark Sternwind hat das jedoch keinerlei konkrete Auswirkungen, weil in einem Beschleunigungsgebiet kein UVP-Verfahren erforderlich ist, für dieses Projekt jedoch ohnehin seit 1. Juli 2025 ein UVP-Verfahren läuft“, erläutert Landesrat Achleitner.
Die Herausnahme des Sternwalds entspricht einer Reduktion der ursprünglich geplanten Beschleunigungsgebiete um 320 ha oder 3,6 % - von 8.870 ha auf nun 8.550 ha. „Damit wurde verhindert, dass die erforderliche umfassende Prüfung der Einwände Tschechiens zu einer massiven Verzögerung der Ausweisung der anderen Beschleunigungsgebiete geführt hätte“, so Landesrat Achleitner.
Im Rahmen der fachlich begründeten Energieraumplanung in Oberösterreich werden:
- 2/3 der Landesfläche im Rahmen von Beschleunigungsgebieten und neutralen Zonen für Windkraft potenziell geeignet sein sowie
- 95 % der Landesfläche im Rahmen von Beschleunigungsgebieten und neutralen Zonen für Sonnenstrom-Anlagen zur Verfügung stehen.
„Die immer wieder in die Diskussion gebrachten Tieffluggebiete sind nicht von vornherein Ausschließungsgründe für Windkraftanlagen. Das belegen zum Beispiel bereits bestehende Windkraftanlagen in Munderfing oder auch die Windkraftprojekte in Königswiesen und Lohnsburg, die beide im UVP-Verfahren grünes Licht vom Bundesheer erhalten haben“, unterstreicht Landesrat Achleitner. „Im Kobernaußerwald hat die Energie AG OÖ 19 Standorte für Windkraftanlagen geprüft, 9 davon haben sich als realisierbar erwiesen. Darüber hinaus hat die Energie AG angekündigt, weitere Standorte im Kobernaußerwald zu prüfen, um dort möglichst viele Windkraftanlagen zu realisieren“, betont Landesrat Achleitner.
„Der Ausbau der Photovoltaik schreitet in Oberösterreich rasant voran: Alleine im Vorjahr 2025 wurden in Oberösterreich 15.000 neue PV-Anlagen errichtet. Weiters wurden in unserem Bundesland im vergangenen Jahr 2 Mio. Quadratmeter PV-Freiflächen gewidmet“, erklärt Landesrat Achleitner. Konkret wurden 2025 in Oberösterreich die Widmungen für 51 PV-Freiflächenanlagen aufsichtsbehördlich genehmigt. Die genehmigte gewidmete Fläche beträgt rund 209 ha, die Durchschnittsfläche pro genehmigte PV-Widmung 4.1 ha.
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Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
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