• 01.04.2026, 09:00:50
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Presse-Info der ÖPG: Große Parkinson-Infoveranstaltung im Neuen Linzer Rathaus 10.4.2026 / Welt-Parkinson-Tag

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Redaktionsteam,

wir dürfen Sie an die bevorstehende große Informationsveranstaltung am 10.April anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April in Linz erinnern.

Sehr gerne stehen Ihnen Univ.-Prof. Dr. Raimund Helbok, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie am Kepler Universitätsklinikum Linz sowie Organisator Univ.-Prof. Dr. Gerhard Ransmayr (ÖPG) und die Parkinson-Patientin Doris Ellmer für Interviews zur Verfügung.

Bitte finden Sie anbei die Presseinformation.

Vielen lieben Dank!
Herzliche Grüße 
Karine Assadian

 

Welt-Parkinson-Tag 2026: Mehr Betroffene, mehr Handlungsbedarf

Linz: ÖPG lädt zur großen Informationsveranstaltung am 10. April 

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April rückt die Österreichische Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) die wachsende Bedeutung der Erkrankung in den Fokus. Die Parkinsonkrankheit gehört zu den am schnellsten zunehmenden neurologischen Erkrankungen weltweit. Damit gewinnen Prävention und Maßnahmen zur Verbesserung des Alltags von Betroffenen zunehmend an Bedeutung. 

Dazu veranstaltet die ÖPG jährlich eine Informationsveranstaltung für Betroffene und Angehörige in wechselnden Regionen Österreichs – heuer am 10. April in Linz: Expert:innen geben praxisnahe Einblicke in moderne Therapien und aktuelle Entwicklungen; im Anschluss steht der persönliche Austausch im Mittelpunkt.
Weitere Informationen: www.parkinson.at

Große Informationsveranstaltung in Linz: 
Datum: 10. April 2026, 11.00–15.00 Uhr
(Vorträge ab 11.15 Uhr, Diskussion und Austausch ab 13.45 Uhr)
Ort: Festsaal Neues Rathaus, Hauptstraße 1–5, 4041 Linz
Zielgruppe: Betroffene, Angehörige und Interessierte
Eintritt: frei; kostenfreie warme Mahlzeit und Getränke
Anmeldung: erwünscht, nicht verpflichtend
Tel. +43 890 34 74 | E-Mail: [email protected]

Aktuell leben in Österreich rund 25.000 bis 30.000 Menschen mit Parkinson – mit steigender Tendenz, auch bedingt durch die höhere Lebenserwartung. „Parkinson zählt als chronische Erkrankung zu den größten globalen Herausforderungen für Gesundheitssysteme und Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, die Betreuung und Versorgung von Betroffenen gezielt weiterzuentwickeln“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Weber, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), die sich verstärkt für Hirngesundheit einsetzt.

Parkinson entsteht durch den fortschreitenden Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen im Gehirn, insbesondere in der Substantia nigra. Typische Symptome sind Zittern, verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifheit sowie Gleichgewichts- und Gangstörungen. Die Ursachen werden durch Forschungsfortschritte klarer: Neben genetischer Veranlagung spielen auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Pestizide eine Rolle.

Die Behandlung kombiniert verschiedene Therapieformen. Neben der sehr individuell angepassten medikamentösen Therapie kommen nicht medikamentöse Maßnahmen wie Physio-, Ergo- und Logopädie, psychologische Unterstützung und die Angebote von Selbsthilfegruppen zum Einsatz. Für regelmäßige, anstrengende Bewegung gibt es wissenschaftliche Hinweise auf einen echten Einfluss auf den Erkrankungsfortschritt. Bei Schwankungen der Medikamentenwirkdauer oder Überbewegungen als Nebenwirkung gibt es – immer auf individuellen Faktoren beruhend – eine Auswahl zwischen mehreren gerätegestützten Verfahren: außerhalb des Körpers getragenen Pumpensystemen oder der tiefen Hirnstimulation.

Zugang zu neuen Therapien bleibt entscheidend

Parkinson ist nach wie vor nicht heilbar, doch die Forschung macht große Fortschritte. Neue Erkenntnisse – insbesondere zu genetischen Ursachen – eröffnen vielversprechende Ansätze. Weltweit werden zahlreiche Studien durchgeführt, die zum Ziel haben, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder im Idealfall aufzuhalten. Gleichzeitig werden neue symptomatische Therapien entwickelt, die Beschwerden wirksam lindern und die Lebensqualität verbessern. „Entscheidend ist, dass diese Fortschritte auch in Österreich rasch und für alle Patientinnen und Patienten zugänglich sind – dafür braucht es einerseits verstärkte Forschungsförderung, andererseits die Erstattung zugelassener, nachgewiesen wirksamer Therapien“, betont Priv.-Doz.in Dr.in Regina Katzenschlager, Präsidentin der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (ÖPG).

Die Erkrankung wird häufig mit höherem Alter assoziiert, kann jedoch auch jüngere Menschen betreffen – auch in Phasen hoher beruflicher und familiärer Verantwortung. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen; als mögliche Ursachen werden hormonelle und genetische Einflüsse sowie Unterschiede bei Umwelt- und Lebensstilfaktoren diskutiert. 

„Vorbeugende Maßnahmen gewinnen an Bedeutung. Dazu gehören eine weitere Reduktion schädlicher Umweltfaktoren wie Pestizide und Luftverschmutzung, andererseits auf individueller Ebene Bewegung, Sport, ausgewogene Ernährung, vor allem Vermeiden künstlich verarbeiteter Nahrungsmittel, und Vorsorgeuntersuchungen. Es gibt auch erste Hinweise darauf, dass Infektionen das Parkinsonrisiko erhöhen und umgekehrt Impfungen günstig sein könnten – auch in diese Richtung laufen weitere Studien“, betont Dr. Katzenschlager.

Forschung auf Hochtouren – neue Perspektiven

Die internationale Forschung konzentriert sich zunehmend auf frühere Diagnosen und gezieltere Behandlungsstrategien, die vor allem auf laufenden Erkenntnissen aus genetisch bedingten Zellveränderungen beruhen. Personalisierte Ansätze, eine multiprofessionelle Betreuung auch durch ausgebildete Pflegepersonen und Therapeut:innen, laufend neu zugelassene symptomatisch nachgewiesen wirksame Medikamente und ein früherer Einsatz gerätegestützter Therapien eröffnen bereits jetzt neue Perspektiven für die Betroffenen.

Rückfragen & Kontakt

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Mag. Dr. Karine Assadian
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