- 31.03.2026, 10:30:35
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Katholische Jungschar zum Social Media-Verbot für unter 14-Jährige
Am Bundesleitungskreis, der Vollversammlung der Katholischen Jungschar, der am Wochenende in Bozen stattfand, wurde das von der Bundesregierung beschlossene Social Media-Verbot für unter 14-Jährige intensiv diskutiert und eine gemeinsame Stellungnahme erarbeitet. Die Katholische Jungschar Österreichs begrüßt Initiativen, die eine sichere Nutzung von Social Media für Kinder und Jugendliche fördern und sie vor schädlichen Inhalten im digitalen Raum schützen. Gleichzeitig wird betont: Ein pauschales Verbot allein reicht nicht aus, um die bestehenden Probleme zu lösen.
„Als große Kinderorganisation, für die Kinderschutz ein besonderes Anliegen ist, finden wir es wichtig, dass dieses Thema nun breit diskutiert wird. Klar ist aber auch: Ein bloßes Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren greift zu kurz,“ sagt Veronika Schippani-Stockinger, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs. „Darüber hinaus braucht es wieder mehr Räume, wo Kinder und junge Menschen sich begegnen, gemeinsam Zeit in der realen Welt verbringen und Gemeinschaft erleben können. So ein Ort ist die Jungschar- und Ministrant*innengruppe in der Pfarre,” so Schippani-Stockinger.
Die Katholische Jungschar weist in Bezug auf das von der Bundesregierung geplante Social Media-Verbot für unter 14-Jährige auf folgende Aspekte hin:
- Social Media-Plattformen sind für Kinder und Jugendliche eine wichtige Quelle für Informationen und die Kommunikation und Vernetzung mit Freund*innen und Gleichaltrigen. Kinder haben das Recht, ihre eigene Meinung zu bilden, frei zu äußern und Informationen zu suchen. Ein Verbot allein löst keine Probleme, sondern schafft neue.
- Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Bezugs- und Ansprechpersonen außerhalb der virtuellen Welt. Ein stabiles, positives und unterstützendes Umfeld, wie in Jungschargruppen, ist ein wichtiger Schutzraum für Kinder. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche sichere Räume und Möglichkeiten haben, um über ihre Erfahrungen und Erlebnisse - auch in der digitalen Welt - zu reden und sich auszutauschen.
- Die Konzerne, die hinter den Sozialen Medien stehen, dürfen nicht aus ihrer Verpflichtung genommen werden, Kinder und Jugendliche zu schützen. Auch der digitale Raum muss ein sicherer Raum für alle Kinder und Jugendlichen sein!
- Kinder müssen befähigt werden, Informationen richtig einzuordnen und mögliche Gefahren zu erkennen. Dafür braucht es gezielte Bildungsangebote. Auch Eltern und Bezugspersonen benötigen Unterstützung, um Kinder gut begleiten zu können.
- Freizeit- und Erholungsangebote für Kinder und Jugendliche müssen verstärkt angeboten werden, damit sie sich auch außerhalb der virtuellen Welt an geeigneten Orten treffen können. Dafür müssen ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
All diese Aspekte zeigen: „Ein einfaches Social Media-Verbot greift zu kurz und berücksichtigt die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend. Es braucht umfassende Maßnahmen, die Kinder stärken und schützen“, betont Schippani-Stockinger. „Dazu gehört auch, Kinder und Jugendliche stärker in Entscheidungen einzubeziehen, die ihr Leben betreffen“, betont Schippani-Stockinger abschließend.
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