• 26.03.2026, 14:12:06
  • /
  • OTM0032

LT-Präs. Hiegelsberger: Präsidialreise nach Georgia – Lernen von einer der wettbewerbsfähigsten Regionen der Welt

Landtagspräsident Max Hiegelsberger: Präsidialreise nach Georgia – Lernen von einer der wettbewerbsfähigsten Regionen der Welt

"In den Vereinigten Staaten herrscht ein klar auf unternehmerisches Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtetes Mindset. Davon konnten wir uns auf der einwöchigen Reise in die Südstaaten Georgia und Alabama überzeugen. Zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und öffentlichen Organisationen zeigt auf, wo wir besser werden können, machten aber auch die Stärken unserer heimischen Systeme sichtbar“, so Landtagspräsident Max Hiegelsberger: „Die politische Gestaltungskraft im Landtag lebt von neuen Ideen, wie wir unser Oberösterreich besser machen können. Inspirationen von anderen erfolgreichen Regionen sind daher immer willkommen.“

Standort ist Key – Lernen von anderen erfolgreichen Regionen
Der Bundesstaat Georgia im Südosten der USA mit rund 11 Millionen Einwohnern ist eine Partnerregion von Oberösterreich im Verband der Powerregionen. Vor allem der Zentralraum rund um die Hauptstadt Atlanta zeichnet sich durch eine sehr hohe Wettbewerbsfähigkeit und zahlreiche Firmenansiedelungen aus. Stark vertreten sind die Bereiche Automotive und Luftfahrt. Durch die beiden Tiefseehäfen des Staates und dem Atlanta Flughafen mit dem weltweit höchsten Passagieraufkommen hat sich Georgia auch als Logistikhub etabliert. 

Die oberösterreichische Delegation traf in mehreren Terminen sowohl Vertreterinnen aus der Wirtschaftspolitik als auch der Verwaltung von der Ebene des Staates bis hin zur Handelskammer der Stadt Atlanta. Sowohl in der Region Georgia als auch im Nachbarbundesstaat Alabama, einem Zentrum der Luftfahrt und Weltraumtechnologie, wurde ersichtlich, dass die einzelnen Regionen der Vereinigten Staaten ein fokussiertes Wirtschaftsprogramm verfolgen. Die eigene Verwaltung bis hin zur Gestaltung der Besteuerung wird auf die Anziehung und Ansiedelung von passenden Unternehmen hin optimiert. Ziel ist es, ein ganzes Ökosystem von Unternehmen in den ausgewählten Branchen zu etablieren. „Der offensive Zugang der öffentlichen Hand bei der Ansiedelung von Unternehmen stellte definitiv eine spannende Erfahrung für uns dar. Die Attraktivität eines Standorts hängt dabei keinesfalls nur von der Besteuerung ab, sondern auch von der Verfügbarkeit der Arbeitskräfte, der Lebenserhaltungskosten und Lebensqualität als auch dem Bildungssystem. Europa und ganz besonders Oberösterreich braucht sich mit seinem Gesamtpaket keinesfalls zu verstecken, muss sich als Standort aber auch laufend weiterentwickeln,“ so Landtagspräsident Max Hiegelsberger.       

Unternehmerische Innovationskraft und Finanzierungsmöglichkeiten
Mit dem Marshall Space Flight Center in Huntsville Alabama, dem Coca Cola Konzernsitz in Atlanta und dem jungen Flugzeughersteller Hermeus standen auch spannende Firmenbesuche auf dem Programm der Präsidialreise. Neben der schieren Größe und Marktmacht der Unternehmen beeindruckten vor allem die Schnelligkeit der Firmenentwicklung und der Umsetzung unternehmerischer Ideen. Das seit 2018 bestehende Unternehmen Hermeus hat sich zum Ziel gesetzt, pilotenlose Flugzeuge mit mehrfacher Überschallgeschwindigkeit im zivilen als auch im militärischen Bereich zu etablieren. Obwohl noch kein einziges Produkt verkauft wurde, arbeiten hier bereits gut 200 Menschen mit Hochdruck an der Verwirklichung dieser Idee. Die gut aufgestellte Investorenszene und die Bereitschaft, auch höhere Risiken bei der Finanzierung junger Start Ups einzugehen, ermöglichen eine enorme Geschwindigkeit bei der Etablierung neuer Produkte und Geschäftsideen. „Im Bereich der Forschung und neuer Technologien ist Europa gut unterwegs. Der von uns besuchte Kongress zu Energienetzen und der zukünftigen Energiebereitstellung hat klar gezeigt, dass unsere Technologie in diesem Bereich mehr als ebenbürtig ist. Wo wir aber sicher Aufholbedarf haben, ist die Umsetzung unserer Ideen und Forschungsergebnisse in entsprechende Unternehmen und Wertschöpfung. Da haben die Amerikaner mit ihrem Mut zum Risiko, ihrem unverkrampften Zugang zum unternehmerischen Scheitern und der starken Verfügbarkeit von Risikokapital sicher die Nase vorn. Daran müssen wir in Europa arbeiten,“ so Landtagspräsident Hiegelsberger.

Innovationen finden schneller auf die Straße und das im wahrsten Sinne des Wortes. So prägen das Stadtbild in Atlanta bereits selbstfahrende Taxis des Unternehmens Waymo. Die weißen Fahrzeuge mit den auffälligen Aufbauten wurden zu den häufigsten Fotomotiven der oberösterreichischen Delegation und auch aktiv getestet. 

Universitätskooperationen
Mit den Besuchen auf der Georgia State University und der Georgia Tech kam auch der akademische Bereich auf der Reise nicht zu kurz. Die Johannes Kepler Universität arbeitet bereits lange mit der Georgia State, der größten Bildungseinrichtung in Atlanta, zusammen und hat nun auch einen Studentenaustausch begonnen. Die ersten beiden Studenten aus Oberösterreich werden bereits das Wintersemester 2026/27 in Atlanta verbringen. „Nichts bringt die Welt so zusammen, als wenn junge Menschen durch Auslandsaufenthalte feste Kontakte knüpfen können und ihren Horizont erweitern können. In diesem Sinne haben wir auch eine herzliche Einladung nach Linz ausgesprochen und freuen uns bereits darauf, die ersten Studierenden aus dem Südosten Amerikas bei uns in Oberösterreich begrüßen zu dürfen,“ so Landtagspräsident Hiegelsberger. 

Die akademische Zusammenarbeit der Powerregionen findet ihre Fortsetzung in einer Konferenz im Juni 2026, die in München und Linz stattfindet. Die Delegation des oberösterreichischen Landtags konnte sich zu den dort diskutierten Themen wie der Wasserstoff-Infrastruktur mit Forschern der Georgia Tech austauschen.  

Zitate aller Landtagsfraktionen
„Diese Reise hat eindrucksvoll gezeigt, wie unverzichtbar starke internationale Partnerschaften für Oberösterreich als exportorientierten Wirtschaftsstandort sind. Unsere Unternehmen sind in Georgia bereits erfolgreich tätig und sie beweisen tagtäglich, welches Potenzial in diesen engen wirtschaftlichen Beziehungen steckt. Besonders beeindruckt hat mich der Besuch bei Hermeus: Ein Start-up, das erst vor wenigen Jahren gegründet wurde und bereits heute das ambitionierte Ziel verfolgt, den Atlantik in nur 90 Minuten mit einem kleinen Passagierflugzeug zu überqueren. Dieser Mut zur Innovation und diese Entschlossenheit sind genau der Maßstab, an dem wir uns orientieren müssen. Umso klarer ist für mich: Wir werden die Zusammenarbeit mit den USA weiter stärken und gezielt ausbauen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das neue Studierendenaustauschprogramm zwischen der Johannes Kepler Universität Linz und der Georgia State University, das im Herbst 2026 startet. Es steht sinnbildlich für den intensiven Austausch von Wissen, Ideen und Talenten und damit für eine starke, gemeinsame Zukunft.“ Landtagsabgeordnete Helena Kirchmayr (ÖVP)

„Die gemeinsame Präsidialreise nach Georgia hat uns nachhaltig beeindruckt. Besonders hervorheben möchten wir den intensiven Austausch mit unserer Botschafterin, die durch ihre Unterstützung zahlreiche Kontakte und Einblicke ermöglicht hat. Ebenso haben uns die Besichtigungen moderner, global ausgerichteter Industrieanlagen wertvolle Einblicke und neue Impulse vermittelt. Wir nehmen zahlreiche positive Eindrücke, neue Perspektiven und konkrete Ideen aus unserer Partnerregion mit und freuen uns darauf, den begonnenen Dialog weiter zu vertiefen. Deutlich wurde für uns dabei auch ein zentraler Unterschied im wirtschaftlichen Zugang: Während in den USA der Fokus klar auf Produktion und Umsetzung liegt, ist Europa stärker von Regulierung geprägt. Hier sehen wir die EU gefordert“ Zweite Landtagspräsidentin Sabine Binder und Klubobmann Thomas Dim (FPÖ) 

„Der Bundesstaat Georgia in den USA ist extrem dynamisch unterwegs. Das Straßenbild ist geprägt von selbstfahrenden Autos und Zustellrobotern, bei Unternehmen herrscht enorme Innovationskraft. Diese Zukunftsorientierung fehlt bei uns in Oberösterreich etwas, deshalb gilt es hier positive Ideen in passender Form zu übernehmen.“ Dritter Präsident Peter Binder (SPÖ)

„Die wertvollen Eindrücke, genauen Einblicke und Erkenntnisse bekommt man nur vor Ort. Und dieser Trip in die USA hat das einmal mehr bestätigt. Die Frage, welchen Weg die USA gehen und was das für Oberösterreich bedeutet, stand dabei im Zentrum. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit bei Zöllen und internationalen Handelsbeziehungen zeigt sich zudem, wie wichtig stabile Partnerschaften sind: Die Region ist ein zentraler Handelspartner für unsere exportorientierte Wirtschaft. Der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen und Vertreter:innen unserer Unternehmen vor Ort ist daher unerlässlich. Auch, um die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und bei der Facharbeiter:innenausbildung zu stärken.“  Klubobmann Severin Mayr (Grüne)

„Hinter uns liegt eine Woche voller Intensität: Von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends haben wir in Georgia ein Programm absolviert, das von der NASA bis hin zu hochkarätigen Netzwerktreffen reichte. Doch trotz all der beeindruckenden Technik und wirtschaftlichen Power ist mir eine menschliche Begegnung im Georgia State Capitol am stärksten in Erinnerung geblieben.

In den Gesprächen mit der US-Senatorin Sonya Halpern wurde deutlich, wie fundamental sich unsere Systeme unterscheiden – das US-amerikanische Mehrheitswahlrecht fördert einen harten »Winner-takes-all«-Kampf, während wir in Österreich stärker auf Konsens setzen. Doch Senatorin Halpern sprach eine Wahrheit aus, die mich als Quereinsteiger aus der Wirtschaft tief bewegt hat.

Sie sagte sinngemäß: In keinem normalen Zivilberuf geht man so bösartig aufeinander los wie in der Politik.

Das ist ein Armutszeugnis für unseren Berufsstand. Während wir in der Privatwirtschaft lernen, auf Ziele zuzugehen und Probleme gemeinsam zu lösen, scheint die Politik oft nur darauf programmiert, den anderen »fertigzumachen«. Diese Reise hat mir eines klargemacht: Wir können die besten High-Tech-Lösungen der Welt importieren – wenn wir es nicht schaffen, wieder einen Funken Respekt und Anstand in die politische Debatte zu bringen, haben wir als Gesellschaft verloren. Mein Ziel als Klubobmann ist es, diesen »Zivilberufs-Spirit« zurück in den Landtag zu bringen: Hart in der Sache, aber menschlich im Umgang.“ Klubobmann Manuel Krautgartner (MFG)

„Wir haben spannende Eindrücke aus Unternehmen und Bildungseinrichtungen, etwa der Georgia State University, mitgenommen. Solche direkten Einblicke vor Ort erweitern den Blick auf Entwicklungen, die auch für Oberösterreich relevant sind.“ Klubdirektorin Caroline Seirl (NEOS)

 

Rückfragen & Kontakt

DI Karl-Heinz Schaurhofer
Presse 1. LT-Präs. Hiegelsberger
Telefon: +43 732 77 20-111 13, +43 664 600 72-111 13
E-mail: [email protected]

MEDIACONTACT-PLUS-MAILING UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen