- 19.03.2026, 12:05:06
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Pressemitteilung | Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ für Sustainability Award nominiert
Pressemitteilung | Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ für Sustainability Award nominiert
Insgesamt wurden 133 Projekte eingereicht; 12 dieser Projekte wurden nun für den Sustainability Award des Wissenschaftsministeriums (BMFWF) und des Klima- und Umweltministeriums (BMLUK) nominiert. Darunter ist das an der Universität Klagenfurt koordinierte Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“. Wer mit den Silber- oder Gold-Awards ausgezeichnet wird, erfahren die Nominierten bei der Preisverleihung am 9. Juni 2026. Dass sie mit den begehrten Sustainability Awards prämiert werden, steht mit der Nominierung aber bereits fest.
Die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee ist die einzige österreichische Vertreterin in der Horizon Europe Mission „100 climate-neutral and smart cities by 2030“ (EU-Cities-Mission). Wie aber kann der Weg zur Klimaneutralität auch gerecht sein? Und was beinhaltet Klimagerechtigkeit in Klagenfurt? Diesen Fragen stellt sich das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral“ am Institut für Kulturanalyse und dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung. Das Projektteam, geleitet von Alexandra Schwell, Franz Rauch und Stefan Zehetmeier, hat sich zum Ziel gesetzt, in Kooperation mit drei Klagenfurter Schulen, dem Magistrat der Stadt Klagenfurt, dem Jugendrat der Stadt Klagenfurt sowie dem ÖKOLOG-Netzwerk den Weg hin zur klimagerechten Zukunft zu begleiten.
Das Projekt erforscht, wie das Gefühl für die Dringlichkeit einer Thematik politisch wie sozial erzeugt, kommuniziert und als Werkzeug der Mobilisierung eingesetzt werden kann. Schüler:innen an den drei ÖKOLOG-Schulen MS Wölfnitz, MS St. Peter und Ingeborg-Bachmann-Gymnasium analysieren mit Hilfe ethnographischer Forschung Daten über die dringlichen Bedürfnisse sozialer Gruppen – in ihrer Familie, ihrem Viertel, ihrem Verein oder ihrer Gemeinde. Die Schüler:innen leisten damit einen substantiellen Beitrag zur Analyse von Hierarchien und Asymmetrien, Trennlinien und historisch gewachsenen Handlungsmustern. Gleichzeitig trägt ihre Forschung dazu bei, Wege zur Gestaltung einer gerechten, demokratischen und partizipativen klimaneutralen Zukunft aufzuzeigen.
Das Projekt rückt die Schüler:innen selbst als betroffene soziale Akteur:innen des Klimawandels ins Zentrum. Dieser interdisziplinäre Ansatz trägt zur Bildung, Sensibilisierung und Aktivierung in Bezug auf das Thema Klimaneutralität bei und zeitigt Lerneffekte durch das Kennenlernen und Hinterfragen verschiedener Konzepte und Strategien zu einer nachhaltigen Gestaltung der Stadt. Dies ermöglicht es Schüler:innen, ein Bewusstsein für die komplexen Verflechtungen von menschlichem Handeln, Technologie und Umwelt sowie ihrer eigenen Rolle zu entwickeln. Die Ergebnisse der Datenerhebung werden in die konkrete Unterrichts- und Schulentwicklung an den beteiligten Schulstandorten und darüber hinaus in das ÖKOLOG-Netzwerk einfließen.
„Klagenfurt wird klimaneutral – Teilhabe und Gerechtigkeit in der Stadt der Zukunft“ ist ein Sparkling Science-Projekt, gefördert vom OeAD.
Alle zwei Jahre werden im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs – dem Sustainability Award – die innovativsten und nachhaltigsten Initiativen an österreichischen Universitäten und Hochschulen gesucht, von einer Jury bewertet und in vier Kategorien ausgezeichnet. Der Sustainability Award ist pro Kategorie mit je 3.000 Euro (Gold) bzw. 1.000 Euro (Silber) dotiert. Der Preis wurde 2007 als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen, um Nachhaltigkeitsprozesse in der österreichischen Hochschullandschaft zu fördern und bekannter zu machen.
Rückfragen & Kontakt
Universität Klagenfurt | Institut für Kulturanalyse
Univ.-Prof. Dr. Alexandra Schwell
Telefon: +43 463 2700 2016
E-Mail: [email protected]
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