- 19.03.2026, 10:54:03
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Mehr Zeit beim AI Act, aber kein Aufschub für Unternehmen
Zwtl.: Mehr Zeit beim AI Act, aber kein Aufschub für Unternehmen Zwtl.: Die Debatte um spätere Vorgaben für Hochrisiko-KI-Systeme ändert nichts daran, dass Unternehmen Kompetenzen für den Umgang mit KI jetzt aufbauen müssen.
Ob KI, Datenmanagement oder Cybersicherheit: Unternehmen stehen vor der Aufgabe, digitale Verantwortung organisatorisch zu verankern. Dafür braucht es internes Know-how, klare Rollen und belastbare Prozesse. Mit praxisnahen Weiterbildungsprogrammen zeigt die Austrian Standards Academy, wie sich diese Anforderungen strukturiert und erfolgreich in die Unternehmenspraxis übersetzen lassen.
Studien zeigen klaren Handlungsbedarf beim KI-Einsatz in Unternehmen
Laut dem EY European AI Barometer 2025 zählen in Österreich Datenschutzbedenken und ethische Fragestellungen zu den großen Herausforderungen rund um Künstliche Intelligenz. 32 Prozent der Befragten nennen Datenschutz, 28 Prozent ethische Fragen.¹ Gleichzeitig zeigt die Post Business Solutions Studie 2026, dass es vielerorts noch an ausreichendem KI-Wissen fehlt: 42 Prozent der Befragten geben an, Chancen und Gefahren von KI noch nicht klar benennen zu können.² Unternehmen brauchen daher praktische Orientierung, klare Zuständigkeiten und die passenden Kompetenzen für einen strukturierten und verantwortungsvollen KI-Einsatz.
Cybersicherheit und NIS-2-Compliance umsetzen
Mit NIS 2 steigen die Anforderungen an die Netz- und Informationssicherheit für Unternehmen deutlich: Die EU-Mitgliedstaaten mussten die NIS-2-Richtlinie bis 17. Oktober 2024 in nationales Recht überführen. In Österreich tritt das NISG 2026 mit 1. Oktober 2026 in Kraft. Betroffen sind auch Einrichtungen aus sogenannten kritischen und wichtigen Sektoren sowie viele mittelgroße und große Unternehmen. Die Cybersicherheitsschulung für zertifizierte NIS-2-Officer am 24. März und 29. September vermittelt den rechtlichen, organisatorischen und technischen Rahmen, um ein wirksames Sicherheitsmanagement aufzusetzen und die neuen Anforderungen strukturiert in die Praxis umzusetzen.
Neuer Lehrgang: Certified Data Management Officer
Daten sind eine strategische Ressource für Unternehmen. Der neue Lehrgang „Certified Data Management Officer“ vermittelt praxisnahes Know-how entlang der gesamten Datenverarbeitungskette – von Datenarchitektur und Datenqualität bis zu Data Governance und Analytics – und qualifiziert dazu, Datenmanagement strategisch wie operativ zu steuern. Er startet am 19. Mai, ein weiterer Termin folgt am 17. November.
KI verantwortungsvoll einsetzen
Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle und Entscheidungsprozesse in vielen Branchen. Der Lehrgang „Zertifizierte:r KI-Manager:in“ ab 9. Juni und ab 25. November vermittelt praxisnahes Know-how, um KI-Projekte strategisch zu steuern und technische, rechtliche sowie ethische Anforderungen strukturiert zusammenzuführen. Der Lehrgang richtet sich an Unternehmen, die KI verantwortungsvoll einsetzen und dafür intern Kompetenz, Governance und klare Verantwortlichkeiten aufbauen wollen.
¹ EY, EY European AI Barometer 2025
² Österreichische Post, Automatisierungs- und Digitalisierungsstudie / Post Business Solutions
Termine im Überblick
Die Austrian Standards Academy ist eine zertifizierte Weiterbildungseinrichtung und unterstützt Unternehmen mit praxisnahen Lehrgängen dabei, Standards, Regulierung und Managementkompetenz miteinander zu verbinden.
Cybersicherheitsschulung für zertifizierte NIS-2-Officer – Termine: 24. März 2026, 29. September 2026
Certified Data Management Officer – Termine: 19. Mai 2026, 17. November 2026
Zertifizierte:r KI-Manager:in – Termine: 9. Juni 2026, 25. November 2026
Alle Termine sind hybrid: live online oder vor Ort bei Austrian Standards in Wien.
Über Austrian Standards
Austrian Standards ist die österreichische Organisation für Standardisierung & Innovation und Teil eines internationalen Netzwerks in 172 Ländern. Ziel: Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, Innovationen zu fördern und die Wettbewerbs- und Exportfähigkeit der österreichischen und europäischen Wirtschaft zu steigern. Standards entstehen hier nicht am Reißbrett, sondern in der Praxis: Über 4.800 Expert:innen aus rund 2.800 unterschiedlichen Organisationen, Disziplinen und Branchen aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und NGOs bringen ihr Know-how ein. Austrian Standards vernetzt sie auf europäischer und internationaler Ebene – etwa über ISO, CEN oder ETSI – und sorgt dafür, dass Österreich weltweit mitgestaltet.
Der wirtschaftliche Effekt? Enorm: Standards sind in Österreich für rund 20 % des realen BIP-Wachstums verantwortlich – das entspricht etwa 1 Milliarde Euro jährlich. Sie generieren 6,5 % des jährlichen Beschäftigungswachstums, was rund 1.500 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten pro Jahr entspricht, und tragen zu 30 % des Wachstums der allgemeinen Arbeitsproduktivität bei.
Mit digitalen Lösungen, Fachpublikationen, Events, Seminaren und Zertifizierungen macht Austrian Standards Standards greifbar – und unterstützt deren praktische Anwendung. Austrian Standards beschäftigt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wurde 2024 mit equalitA, dem Gütesiegel für innerbetriebliche Frauenförderung, ausgezeichnet. Austrian Standards
Rückfragen & Kontakt
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