• 26.02.2026, 10:14:47
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LR Achleitner/LR Steinkellner: ROBERTA bringt automatisierte Busse erstmals in regulären Linienverkehr

Landesrat Achleitner/Landesrat Steinkellner: ROBERTA bringt automatisierte Busse erstmals in den regulären Linienverkehr

Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner/Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Österreichweites Leitprojekt startet Realbetrieb in vier Bundesländern“

Mit dem Projekt ROBERTA – Real World Automated Bus opERaTion Austria startet Österreich in eine neue Phase des automatisierten Fahrens im öffentlichen Verkehr. „Erstmals werden hochautomatisierte Busse mit über acht Sitzplätzen im regulären Linienbetrieb eingesetzt und wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, die technologischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für einen dauerhaften Einsatz im öffentlichen Verkehr zu schaffen“, heben Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner hervor.

Im Zentrum von ROBERTA steht die Entwicklung von Grundlagen für den realen Einsatz hochautomatisierter Busse (Level-4-Automatisierung mit ausgebildetem Sicherheitspersonal) sowie die Entwicklung von Systemen zur Fernüberwachung, angepasst an die österreichischen Rahmenbedingungen. Damit leistet ROBERTA einen evidenzbasierten Beitrag zur Weiterentwicklung der AutomatFahrVO in Österreich.

Das Projekt startet im Februar 2026 und läuft bis 31. Jänner 2030. Im ersten Projektjahr werden sämtliche Rahmenbedingungen für den Realbetrieb erarbeitet und die betriebsnotwendigen Vorbereitungen umgesetzt. Der Pilotbetrieb in Oberösterreich, Tirol, der Steiermark und Kärnten beginnt im vierten Quartal 2027 oder im ersten Quartal 2028. Die Busse werden jeweils ein Jahr lang auf Strecken von zehn bis zwanzig Kilometern im regulären Linienbetrieb unterwegs sein.

Im Anschluss werden alle Daten und Projektergebnisse umfassend evaluiert. Untersucht wird, wie technische Systeme, Betriebsprozesse, Personalmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen optimal zusammenspielen müssen, um automatisierte Fahrzeuge dauerhaft in den öffentlichen Verkehr zu integrieren. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für einen späteren breiteren Einsatz.

Infrastrukturlandesrat Mag. Günther Steinkellner betont die europaweite Bedeutung des Projekts: „Das Forscherteam der FH Oberösterreich legt die Grundlage für die Integration hochautomatisierter Busse mit über acht Sitzplätzen in bestehende Busflotten. Europäisch einzigartig ist, dass in vier Pilotregionen in Österreich – von urban über suburban bis ländlich – jeweils mindestens ein hochautomatisierter Bus zwölf Monate lang in den regulären öffentlichen Nahverkehr integriert wird. ROBERTA soll auch in europäische Projekte zum automatisierten Fahren eingebracht werden. Internationale Experten begleiten die Forschung im Beirat des Projekts. Gleichzeitig hilft das Projekt ganz konkret den Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel, weil es das hochwertige Mobilitätsangebot in Oberösterreich langfristig absichert.“

 

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner unterstreicht die wirtschaftliche und technologische Relevanz: „Mit ROBERTA beweist das Steyrer Logistikum der FH Oberösterreich erneut seine Vorreiterrolle in der angewandten Mobilitätsforschung. Der Fokus liegt auf dem Transfer bestehender Technologien in die Praxis des öffentlichen Verkehrs. Dabei kommen technische, organisatorische und gesellschaftliche Aspekte zusammen. Das Projekt ist in seiner Charakteristik derzeit europaweit einzigartig. Der besondere Stellenwert und das hohe wirtschaftliche Potenzial wird auch dadurch unterstrichen, dass zusätzlich zu Fördermittel des Landes OÖ auch Forschungsgelder des Bundes in bedeutendem Umfang nach Oberösterreich fließen. Mobilität ist das Rückgrat einer modernen Volkswirtschaft und eine zentrale Voraussetzung für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.“

 

Mobilitätsminister Peter Hanke: „Automatisierte Mobilität ist ein zentrales Zukunftsfeld für Wertschöpfung, Innovation und wirtschaftliche Resilienz. Österreich verfügt dabei über relevante Kompetenzen und starke Akteure. Mit dem Leitprojekt ROBERTA schaffen wir einen realen, öffentlich sichtbaren und technologisch führenden Showcase mit Fokus auf den öffentlichen Personenverkehr.“
 

Starker Schulterschluss von Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand

ROBERTA wird von einem breit aufgestellten Konsortium getragen. Neben der FH Oberösterreich sind Forschungsinstitutionen, Verkehrsbetriebe, Technologieunternehmen und Energieagenturen beteiligt. 

Das Gesamtvolumen beträgt rund neun Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus:

  • rund 3,5 Millionen Euro Bundesförderung

  • rund 1 Million Euro des Landes Oberösterreich (vorbehaltlich eines Beschlusses des OÖ. Landtags) 

  • rund 3 Millionen Euro angestrebte zusätzliche Mittel aus weiteren Bundesländern

  • Eigenleistungen der Projektpartner

 

Vier Pilotregionen – ein gemeinsames Ziel:

Oberösterreich – Hagenberg und Pregarten
Der stark wachsende Bildungs- und Wirtschaftsstandort stößt bereits heute an Kapazitätsgrenzen. Geplant ist eine rund zehn Kilometer lange Last-Mile-Verbindung vom Bahnhof Pregarten zum Softwarepark Hagenberg, zur FH Oberösterreich und zum Agrarbildungszentrum Hagenberg mit den Wilhelm Welser Verkehrsbetrieben.

 

Tirol – Stadt Innsbruck
Im Gewerbegebiet Rossau soll ein automatisierter Bus das innerstädtische Mobilitätsangebot verbessern und Arbeitsstandorte effizient anbinden.

 

Steiermark und Kärnten – AREA Süd
Ziel der Pilotregionen ist die Stärkung der Mobilitätsanbindung an die Bahnhöfe der Koralmbahn BHF Weststeiermark und BHF St. Paul im Lavanttal in der AREA Süd. Dabei sollen die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete durch den Einsatz von hoch-automatisierten Bussen angebunden werden.

Alle Regionen dienen als Reallabore für unterschiedliche topografische, infrastrukturelle und betriebliche Anforderungen.

 

Rückfragen & Kontakt

Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
Telefon: +43 732 77 20-151 03, +43 664 600 72-151 03
E-mail: [email protected]

Georg Helmut Pollak
Presse LR Steinkellner
Telefon: +43 732 77 20-172 09, +43 664 600 72-172 09
E-mail: [email protected]

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