- 20.02.2026, 16:36:34
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Pressemitteilung | Forschungsbereich „Digital Health“ startet mit Symposium
Pressemitteilung | Forschungsbereich „Digital Health“ startet mit Symposium
In einer Zeit, in der die Bevölkerung altert, chronische Erkrankungen zunehmen und medizinisches Personal vielerorts knapp wird, bietet die Digitalisierung die Chance, das Gesundheitssystem grundlegend zu transformieren. In diesem zukunftsweisenden Feld bündeln die Fachhochschule Kärnten und die Universität Klagenfurt nun ihre Kompetenzen. Den Auftakt für den neuen Forschungsbereich bildete nun ein gemeinsames Symposium mit rund 150 Teilnehmer:innen am 20. Februar 2026.
Digitalisierung bietet eine Vielzahl von Chancen, um das Gesundheitssystem in Hinblick auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu wappnen. An der Fachhochschule Kärnten und an der Universität Klagenfurt ist man überzeugt: Wissenschaftliche Erkenntnisse sind die notwendige Grundlage für diese Transformation. Sie sorgen dafür, dass digitale Anwendungen nicht nur innovativ, sondern auch wirksam, sicher und ethisch vertretbar sind. Forschung ermöglicht es, neue Technologien, Management- und Kommunikationsansätze gezielt zu entwickeln, kritisch zu evaluieren und sinnvoll in bestehende Vorsorge- und Versorgungsstrukturen zu integrieren. Damit bildet sie das Fundament für eine zukunftsfähige Medizin, in der Menschen von bewussterer Vorsorge, von besseren Diagnosen und individualisierten Therapien profitieren können.
An beiden Einrichtungen forschen viele Wissenschaftler:innen gemeinsam mit Kooperationspartnern an Fragestellungen zu Digital Health. Mit dem gemeinsamen Forschungsbereich „Digital Health“ möchten Fachhochschule Kärnten und Universität Klagenfurt diese Kompetenzen nun stärker verbinden und Synergien nutzen.
„Das Thema zieht sich an der Universität Klagenfurt durch alle Fakultäten: Wir können Forschung zu Unterstützungssystemen, Präventionsprogrammen und Maßnahmen der Gesundheitskommunikation einbringen, die auf psychische Gesundheit und gesundes Verhalten abzielen. Auf einer Organisationsebene arbeiten Forschende an einer Verbesserung des interprofessionellen medizinischen Informationsaustauschs, aber auch im Bereich des Qualitäts- und Krankenhausmanagements und der Organisationsentwicklung in Gesundheitseinrichtungen. Medical Data verstehen wir als Querschnittsthema: Wir arbeiten an Infrastrukturen für medizinische Daten, entwickeln neue Technologien mit Künstlicher Intelligenz zum Beispiel in Verbindung mit medizinischer Bildgebung oder Robotik, und machen IT-Systeme sicherer“, erläutert Jan Steinbrener, Vizerektor für Forschung an der Universität Klagenfurt.
Die Fachhochschule Kärnten kann aus ihrem Fächerportfolio umfassende Expertise einbringen, wie Johannes Oberzaucher, Leiter des Institute for Applied Research on Ageing (IARA) ausführt: „An der FH Kärnten wird Digital Health als integratives und interdisziplinäres Zukunftsthema verstanden, das angewandte Forschung, Ausbildung und Praxis eng miteinander verknüpft. Im Zentrum stehen praxisnahe digitale Lösungen, die gemeinsam mit Akteur:innen aus Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt werden. Unsere Forschung adressiert dabei sowohl technologische als auch organisationale Fragestellungen, etwa die Weiterentwicklung digitaler Prozesse, Qualitätsstrukturen und Innovationsmodelle im Gesundheitsbereich. Medizinische, gesundheits- und pflegebezogene Daten bilden dabei eine zentrale Grundlage unserer Arbeit. Wir entwickeln digitale Systeme, nutzen datenbasierte und KI-gestützte Methoden und schaffen anwendungsorientierte Lösungen, die konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer:innen ausgerichtet sind und ein leistungsfähiges sowie zukunftsorientiertes Gesundheits- und Pflegesystem unterstützen sollen.“
Der Forschungsbereich Digital Health basiert auf einer Vielzahl an Kooperationsprojekten. Partner sind die Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft, der Kärntner Gesundheitsfonds, die Medizinische Universität Graz, die Privatstiftung der Kärntner Sparkasse, Fraunhofer Austria, Silicon Austria Labs, Joanneum Research, Infineon sowie der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds.
Das Symposium am 20. Februar 2026 bildete den Auftakt für den Forschungsbereich. Rund 150 Teilnehmer:innen tauschten sich zu aktuellen Projekten und möglichen gemeinsamen Vorhaben aus. Die Keynotes kamen dabei von Andrej Zwitter, Leider des Digital Age Research Centers an der Universität Klagenfurt, der zum Thema „Digitale Gesundheit: vom virtuellen menschlichen Zwilling zur gesellschaftlichen Resilienz“ sprach. Johannes Oberzaucher, Leiter des Department for Health and Assistive Technologies an der Fachhochschule Kärnten, referierte zum Thema „Zwischen Technik, Medizin und Pflege: Interdisziplinäre Perspektiven auf Digital Health and Care“. Stefan Sabutsch, Technischer Geschäftsführer der ELGA GmbH, widmete seine Keynote dem Thema „ELGA auf dem Weg vom PDF zum Patient Summary: Interoperable Gesundheitsdaten in ELGA“.
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